Denn ich fresse nicht nur Jungfrauen!

Freitag, 28. Oktober 2016

Game of Thrones Rewatch: S03E07: The Bear and the Maiden Fair

Joffrey will über die Beschlüsse des Kleinen Rates informiert werden, Tywin weist ihn jedoch darauf hin, dass er besser am Rat teilnimmt – im Turm der Hand. Shae setzt indes Tyrion ziemlich zu, weil dieser Sansa heiraten soll, und Shae nun eifersüchtig ist. Robb erfährt, dass er Vater wird. Arya flieht von der Brotherhood, wird aber von Sandor Clegane aufgegriffen. Brans Beschluss, den einäugigen Raben zu suchen, wird immer fester, Osha ist damit jedoch sichtlich nicht glücklich. Jon macht sich Sorgen, dass die free Folks mit ihrem Versuch, den Norden zu erobern, scheitern werden, und auch Ygrittes Leben in Gefahr ist. Jaime erfährt, dass Brienne in Harrenhal ein schlimmes Schicksal blüht und befreit sie, während sie nur mit einem Holzschwert bewaffnet gegen einen Bären kämpft. Daenerys marschiert auf Yunkai zu und will die Sklaven befreien, die friedlichen Verhandlungen scheitern jedoch. 

Mal wieder eine Folge, zu der ich irgendwie nichts zu sagen habe. Es passiert eigentlich nichts Neues außer in Bezug auf Jaime. Die Folge war nicht direkt langweilig, aber nun ja … Sie hatte einige kleine Momente, die mir gut gefielen, aber kaum etwas, das zu größerem Nachdenken darüber anregt.

Robbs Freude über Talisas Schwangerschaft ist wirklich süß mit anzusehen. Lustig fand ich auch, wie Tormund Jon Sexunterricht gibt und er von Skill und Einfühlungsvermögen spricht. Erwartet man nicht unbedingt von Tormund. Ein Gänsehaut-Moment war auch, wo Melisandre Gendry sagt, dass er ein Bastard Robert Baratheons ist. Das weiß der Zuschauer zwar längst, aber für Gendry ist das schon eine sehr große Offenbarung, während sie auch noch gerade an King’s Landing mit Blick zur Red Keep vorbeifahren. Etwas, das einem auch im Gedächtnis bleibt, ist der kulturelle Unterschied zwischen Jon und Ygritte. Er weiß zwar angeblich nichts, verwechselt aber immerhin eine Windmühle nicht mit einem Palast. Auf der anderen Seite leuchtet Ygrittes Erstaunen über das Bauwerk sehr wohl ein. So weit im Norden hat wohl niemand die Fähigkeiten, ein so hohes Bauwerk zu errichten.

Außerdem wirkt der Wein manchmal so dünn. Ist der verwässert oder ist das einfach nur schlecht gefärbtes Wasser, das wie Wein aussehen soll, es aber nicht tut?

Ein wunderbares Sinnbild der wahren Herrschaftsverhältnisse in Westeros wurde in dieser Folge gegeben. Joffrey macht einen auf König, doch selbst er merkt zumindest unterbewusst, dass er mit seinem Großvater nicht so leicht machen kann, was er will. Es geht Tywin sogar durch, dass er am Ende der Unterredung mit dem König beinahe die Formalien, Verbeugung und Anrede, vergessen hätte oder es bewusst hinauszögerte. Es ist nicht Joffrey, der die Macht in Händen hält, es ist Tywin, welcher die Sieben Königslande regiert.

Als ich die Serie das erste Mal sah, war es toll, was Daenerys da machte. Gerechtigkeit, Freiheit für die Sklaven und so. Aber mittlerweile wirkt es doch eher fragwürdig. Auf mich hatte es den Eindruck, als hätte sie sich von Anfang an nicht auf die Angebote der Gegenseite einlassen wollen. Leuchtet auch ein, ihr war klar, dass die Sklavenmeister herzlich wenig Interesse an einer Einigung mit ihr und viel mehr einem Verschwinden ihrer Person nach Westeros interessiert sind. Aber sie hätte es wenigstens versuchen können. Stattdessen verschreckt sie ihren Verhandlungspartner mit der Wildheit ihrer Drachen und bedroht ihn sogar offen. Hinterher wird klar, dass sie nicht mal weiß, mit wem sie sich hier anlegt. Das ist gelinde gesagt eine sehr dumme Idee.

Der herausragende Punkt dieser Folge ist definitiv Jaime. Ich erwähnte es bereits früher: Der Verlust seiner Hand hat ihm sehr gut getan. Er ist nun ein anderer Mann. Früher hätte er nie versprochen, die Stark-Mädchen zu ihrer Mutter zurück zu bringen, jetzt gibt er dieses Versprechen Brienne aus freien Stücken. Viel bemerkenswerter ist jedoch, dass er sein Leben für ihres riskiert und sogar bereit ist sich abstechen zu lassen. Sein Tot würde für viele Leute ein sehr großes Ärgernis bedeuten, da sie sich den Zorn Tywin Lannisters zuziehen würden. Das ideale Druckmittel, um Brienne zu retten. Und sein eigenes Leben für das anderer in Gefahr zu bringen, ist eine sehr große Sache. Früher hätte Jaime das wohl nicht so leichtfertig getan. Er ist nicht nur ein anderer Mann, sondern auch ein besserer. Seine Charakterentwicklung gehört definitiv zu meinen liebsten von vielen guten in dieser Geschichte.

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