Denn ich fresse nicht nur Jungfrauen!

Freitag, 30. Dezember 2016

Kommentierter Readthrough: The Lord of the Rings, Teil 1: The Fellowship of the Ring von J.R.R. Tolkien

The English-speaking world is divided into those who have read The Lord of the Rings and The Hobbit and thoes who are going to read them.
Sunday Times

Der Herr der Ringe ist für mich kein Buch oder Film. Er ist nicht einfach nur eine exzellent erzählte Geschichte, die mich nach Mittelerde entführt und die mich Frodo und seine Gefährten begleiten lässt auf ihrem Weg, den Herrscherring zu zerstören und den Dunklen Herrscher Sauron niederzuwerfen. Tolkiens Lebenswerk, das Legendarium, geht für mich schon lange weit darüber hinaus. Es ist für mich Teil meines Lebens geworden, und manchmal habe ich das Gefühl, dass ich im Auenland heimischer bin als in Deutschland. Das macht den Herrn der Ringe in meinen Augen unmöglich zu rezensieren. Seine Genialität lässt sich nicht paraphrasieren, sondern am besten immer noch am eigenen Leib spüren. Da ich, sobald es um Tolkien geht, zu einem sprudelnden Quell der Begeisterung werde, möchte ich euch nun mit dem kommentierten Reread mt auf eine Reise durch Mittelerde nehmen.

Beginnen wir mit ein paar allgemeinen Gedanken. Am Ende des Posts finden sich ausgesuchte Zitate aus dem Herrn der Ringe. Hier noch der Hinweis auf Tolkiengateway.com. Ich weiß nicht, wie der Wissensstand meiner Leser ist, weshalb ich einfach mal von mir ausgehe. Da mich Freunde gern einmal das wandelnde Tolkien Lexikon nennen, kann es sein, dass ihr zwischenzeitlich nur Bahnhof versteht. Tolkiengateway ist da eine gute Aushilfe. (Ich kann immer noch nicht fließend Sindarin und Quenya sprechen, Asche auf mein Haupt.)


Ich verstehe einfach nicht, wie Leute den Herrn der Ringe noch immer als Allegorie auf den Zweiten Weltkrieg sehen. Tolkien mochte Allegorien nicht einmal wirklich, das sagt er auch ganz klipp und klar im Vorwort. Von Inspiration und persönlichen Erfahrungen spricht ja keiner, nur dass Der Herr der Ringe eben klar keine Allegorie auf den Zweiten Weltkrieg ist. Mordor ist nicht Nazideutschland! Außerdem habe ich auf Lovelybooks beim Drüberscrollen gelesen, dass viele Leute den Herrn der Ringe schwer zu lesen finden. Ich kann das absolut nicht nachvollziehen. Tolkien hat mit gezeigt, wie wunderbar Englisch sein kann, ich habe es quasi durch seine Werke gelernt. Außerdem lernte ich durch ihn, dass Englisch nicht nur aus den ständigen schlechten Schulnoten und der Enttäuschung meiner Familie, dass ich nicht die gewünschten Leistungen erbringen konnte, besteht, sondern aus so viel mehr.

Wie ich überhaupt erst zu Tolkien kam, ist ja auch eine Geschichte für sich. Als die Filme in die Kinos kamen, war ich noch viel zu jung dafür (2001 war ich gerade in der ersten Klasse). Ich erinnere mich noch, wie ich mich sogar manchmal abends gefürchtet hatte, wenn Mama und Papa die Filme daheim geguckt hatten und ich die Schlachtengeräusche hörte. Ein paar Jahre später, ich weiß gar nicht mehr, wann genau, wollte ich aber doch wissen, was Mama und Papa da so toll finden. Also setzte mich Papa stolz vor unseren Fernseher und ich saß ungelogen mit offenem Mund da. Da war es um mich geschehen. Tja, und jetzt sieht man ja, wohin das geführt hat.

Aber blättern wir nun zu den ersten Seiten des eigentlichen Roten Buches der Westmark vor. Concerning Hobbits ^^

Die ersten drei Kapitel sind ganz klar meine absoluten Lieblingskapitel (im Hobbit ist es übrigens Barrels out of Bond). Es ist einfach soooo süß, wie liebevoll Tolkien das einfache Landleben der Hobbits beschreibt. Da fühlt man sich gleich wieder wie zu Hause! Und eigentlich ist es für mich ja immer irgendwie eine Heimkehr, wieder in Tolkiens Legendarium abzutauchen. Irgendwie das Faszinierenste an HdR finde ich ja den Ton, in dem Tolkien das ganze schrieb. Bei den ersten Kapiteln merkt man noch, wo das ursprünglich begang: als unschuldige Fortsetzung eines Kinderbuches.Tolkien merkte irgendwann selbst, dass die Geschichte darüber hinaus wuchs, der Herr der Ringe bekam einen wesentlich ernsteren Ton. Ich könnte aber stundenlang darüber fangirlen, dass der ursprüngliche Gedanke noch immer in den Anfängen des Herrn der Ringe mit anklingt. Das kommt ganz am Ende noch einmal wieder, nun aber selbst mit einerem ernsteren Ton. Die Hobbits haben viel gesehen und vor allem Frodo wird sich nie wieder davon erholen können (vielleicht ja im Westen?). Sie haben sozusagen ihre Unschuld verloren, der unschuldig-lockere Ton wird nie wieder ganz der Alte sein und immer den Beigeschmack des Erlebten tragen. Ich finde das so unheimlich faszinierend am Herrn der Ringe.

Bilbo feiert seine berühmte Abschiedsfeier und vererbt Frodo den Ring. Viele Jahre später findet Gandalf schließlich heraus, dass es sich hierbei nicht um einen der vielen magischen Ringe handelt, sondern um nichts geringeres als den Einen. Frodo plant seine Flucht aus dem Auenland und bricht um September des Jahres 3018 DZ auf. Im Waldend trifft er auch Gildor Inlgorion und seine Elbenschar.

Gildor Inglorion of the House of Finrod. Diese Vorstellung Gildors ist einfach so faszinierend! Denn sie sagt alles und nichts zugleich aus. Wer ist dieser Elb? -ion ist das Sindarin-Suffix für Sohn, Inglor taucht jedoch im gesamten Legendarium meines Wissens nach nur an dieser einen Stelle auf. Wer also ist Gildors Vater? Und dieses "of the House of Finrond" ... Was meint er damit? Er ist ein Noldo, klar, das wird ja auch im Buch ganz deutlich gesagt. Meint er also damit, dass er nur ein Teil des Hofstaates von Nargothrond war oder ob er wirklich in irgendeiner Weise mit Finrod Felagund verwand ist? Und wenn ja, inwiefern? Er taucht in keinem Stammbaum der Fürstenhäuser der Noldor des Ersten Zeitalters auf (was nicht viel heißen mag, Gil-galads Geschwister stehen da auch nicht). Aber trotzdem. Ich halte es für wahrscheinlich, dass er sehr wohl in irgendeiner Weise mit Finrod verwandt ist. Inwiefern ist mir jedoch schleierhaft. Ich frage mich, was Tolkien für ihn im Sinn hatte - ob er überhaupt etwas im Sinn hatte oder das einfach wie so vieles anderes auch einfach so passierte. Gildor ist eine faszinierende Person, eben weil so viel offen ist und man so genau hinsehen muss, um überhaupt irgendetwas über ihn zu erfahren. Vielleicht hat es ja auch eine tiefere Bedeutung, dass er zu dem wandernden Volk gehört? Ich weiß es nicht. Fröhliches Herumtheoretisieren ist also angebracht. Und das ist überhaupt eines der coolsten Dinge bei Tolkien! Man kann so viele Überlegungen anstellen und sie sind selten (in Badfics dennoch viel zu oft) wirklich falsch.

Weiter geht’s ins Buckland, durch den Alten Wald und zu Tom Bombail.

Im Herrn der Ringe gibt es so ein paar kleine (und größere) Details, die echt bemerkenswert sind. Eines davon ist der sprechende oder zumindest in Worten denkende Fuchs relativ am Anfang, als Frodo gerade erst mit Sam und Pippin von Beutelsend aufgebrochen ist. Da fragt man sich schon: Sprechende Tiere in Mittelerde? Ist das nicht eher was für Lewis und Narnia? (Das ich auch mal wieder lesen sollte, Asche auf mein Haupt.) Durchaus, aber gerade der Anfang trägt ja noch diesen unschuldigen Charakter des Kinderbuches, das auch der Hobbit war, und damit ein Echo der Wurzeln des Herrn der Ringe. Ich feier den Fuchs extrem.
Ein deutlich spannenderer Aspekt, auch wenn der Fuchs nicht uninteressant ist, ist Tom Bombadil. Es ist ziemlich klar, dass das ein mit einem Augenzwinkern versehener Selfinsert Tolkiens ist. Aber Tom ist echt spannend, weil er so offensichtlich nicht nach Mittelerde passt, und nicht einmal die Weisen sagen können, wer er ist. Er wird von Mächten Mittelerdes nicht beeinflusst, nicht einmal der Herrscherring hat Einfluss auf ihn. Gerade letzteres hatte einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen. Jemand, der vom Einen nicht beeinflusst wird? Wie krass!!
Ich verstehe schon, warum sie Tom nicht in den Filmen haben, finde es aber ganz nett, dass sie zumindest den Alten Weidenmann in der SEE des Zweiten drin haben, auch wenn er da von Baumbart verscheucht wird. Fangorn und der Alte Wald waren früher immerhin mal ein Wald, von daher ist das nicht ganz soooo abwegig.

"Frodo heard a sweet singing running in his mind: a song that seemed to come like a pale light behind a grey rain-curtain, and growing stronger to turn the veil all to glass and silver, until at last is was rolled under a swift sunrise."

Das ist an und für sich schon ein sehr, sehr schönes Zitat, das Frodo hier in Tom Bombadils Haus anbringt. Das wird umso schöner, wenn man an die Szene im dritten HdR Film denkt, wo Pippin und Gandalf im belagerten Minas Tirith sitzen und Pippin Angst hat zu sterben. Gandalf spricht ihm mit einer etwas abgewandelten Form dieses Zitates Mut zu und tröstet ihn und diese Szene geht einem einfach so unglaublich nahe! Das Zitat wird noch schöner, wenn man daran denkt, dass es ganz am Ende des Herrn der Ringe noch einmal auftaucht, als Frodo nach Valinor reist und Tolkien ganz ähnliche Worte für seine Reise wählt. Da geht einem einfach das Herz auf.
Weiter geht’s nach Bree und zu Gerstenmann Butterblüm. Gerstenmann Butterblüm (aka Barliman Butterbur), dessen wunderschöne Alliteration leider in beiden deutschen Übersetzungen verloren ging, ist auch so ein leider von vielen unterschätzter Charakter. Er wirkt auf den ersten Blick eher possierlich und wenig beeindruckend. Nicht wie Frodo mit seinem elbenhaften Etwas oder Streichers dunkle, beängstigende, aber auch irgendwo würdevolle und hoheitsvolle Art. Er ist versträut und vergisst dann auch noch so etwas unheimlich Wichtiges wie den Brief, den er Frodo schon im Sommer hätte schicken sollen, von dem Frodo aber erst im Herbst erfährt, als er im Tänzelnden Pony ankommt. Nichts, wofür man üblicherweise Sympathiepunkte erntet, da es deswegen immerhin sehr brenzlig wird. Denn die Nazgûl sind bereits in Bree und beinahe hätten sie Frodo und seine Begleiter erwischt. Und nun kommt das große Aber, für das man Butterblüm auf gar keinen Fall unterschätzen sollte. Er verfällt zwar in Angst und Schrecken, wenn er daran denkt, Bree zu verlassen, aber auf seine bäuerliche Art hat auch er Mut und Tapferkeit. Nicht zuletzt ihm ist es zu verdanken, dass das Gasthaus gegen die Nazgûl gehalten werden konnte und der Schaden sich in Grenzen hielt. Seine geliebte Heimat zu verlassen und sich in so große, undenkbare und teils noch nie gehörte Gefahr zu begeben, ist eine Sache, die Frodo von allen Lesern wesentlich mehr entfernt als Butterblüm. Butterblüm ist in dieser einen Hinsicht uns viel näher, da er uns viel ähnlicher ist als die Hauptprotagonisten des Herrn der Ringe. Gerade deswegen bewundere ich seine Taten so sehr, weil das etwas ist, das nicht viele von uns machen würden. Er ist ein herzensguter, offener und hilfsbereiter Mensch. (Und nein, ich interpretiere hier jetzt keine Offenheit gegenüber Fremden und damit eine Aussage gegen Fremdenhass hinein, obwohl es möglich wäre.) Nur wenige wären wie er bereit, ihre Kompfortzone zu verlassen, um einem so schrecklichen Feind wie den Nazgûl zu begegnen. Und dafür verdient er den höchsten Respekt der Leser.

In Bre treffen unsere tapferen Hobbits auf Streicher, der sich später noch als niemand geringeres als Aragorn, Arathorns Sohn und Isildurs Erbe, herausstellen wird. Gemeinsam mit ihm brechen sie nach Buchtal auf. In den Mückenwassersümpfen mchen sie Rast und Aragorn singt ihnen das Lied von Beren und Lúthien.

Again she fled, but swift he came.
Tinúviel! Tinúviel!
He called her by her Elvish name;
And there she halted listening, and a spell
His voice laid on her: Beren came,
And doom fell on Tinúviel
That in his arms lay glistening.

Ich bin kein Fan von Beren und Lúthien als Charaktere eines literarischen Textes, denn sie sind Mary Sue und Gary Stu in persona, daran lässt sich nicht rütteln. Aber zum einen liebe ich die hier verlinkte Interpretation des Tolkienensembles des Lays, und zum anderen ist die zentrale Rolle, die das Leithian-Lied im Legendarium einnimmt, einfach zum Niederknien. Außerdem ist die wahre Begebenheit, die hinter Beren und Lúthien steckt, so unglaublich bezaubernd. Denn auf Ronalds und Ediths Grabstein steht folgendes:

Edith Mary Tolkien
Lúthien
1889-1971
John Ronald Reuel Tolkien
Beren
1892-1973

Edith war seine Lúthien. Als die beiden noch jung und frisch verliebt waren, tanzte sie für ihn in den Wäldern und sang dazu. Für Tolkien waren das stets ganz besonders wertvolle Erinnerungen an diese glückliche und schöne Zeit zusammen mit Edith. Mir geht das Herz auf bei dem Gedanken, dass er seine Liebe zu ihr in dieser ergreifenden und kolossalen Geschiche verewigte. Aragorn erzählt es genial, so, dass man wirklich merkt, dass ihm diese Geschichte sehr am Herzen liegt, schließlich betrifft sie ihn auch persönlich. Und kein Wunder: Arwen, Elronds Tochter, welcher selbst ein Nachfahre Lúthiens ist (und damit auch einen geringen Anteil Maia in sich hat, was ich einfach mal megacool finde, wie ich absolut alles krass finde, was Elrond betrifft, einfach weil Elrond - Elrond-Fangirl, you know) wird nachgesagt, dass sie die zurückgekehrte Lúthien ist. Sie wird ebenso wie Lúthien als unsterblich schön bezeichnet, gleichzeitig aber auch der Abendstern ihres Volkes, denn wenn Lúthien zur Zeit des Frühlings und des Sommers der Elben lebte, so markiert Arwen den Herbst der Eldar. Sie verbindet so viel mit Lúthien, sie teilen nicht zuletzt das Schicksal, sich in einen großen unter den Edain zu verlieben und schließlich einen sterblichen Tod zu finden. Und was das für Elrond bedeutet, diskutiere ich am Ende des dritten Teils, wo das eigentlich hingehört, und verschiebe die tausend Fangirltode auf einen späteren Zeitpunkt.

Kommen wir noch einmal auf Arwen, den Abendstern ihres Volkes, zu sprechen, dieses Mal aber auch auf die Filme. Das mit dem Abend/dem Herbst der Elben in Mittelerde ist da nämlich sehr schön an Imladris und Arwen selbst illustriert durch die Farbgebung. Arwens Kleider und Bruchtal selbst ist fast ausschließlich in herbstliche, warme Farben getaucht und überall sieht man fallendes Herbstlaub. Das ist nicht nur schön anzusehen, sondern hat auch diesen tieferen Sinn. Mir gefällt dieses Detail ehrlich gesagt sehr.


Die Nazgûl greifen auf der Wetterspitze an und verwunden Frodo. Da sie noch nicht in voller Sträke aufgetreten sind, kann Aragorn sie vertreiben, und sie fliehen. In der Wildnis werden sie von Glorfindel gefunden, welcher Frodo sein Pferd Asfaloth gibt. Bei de Überquerung der Bruinen erleben wir das erste Mal die Macht eines der Drei, genauer gesagt Vilyas, des mächstigsten der Drei.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich es ein wenig unbefriedigend finde, wie viel oder eher wenig man über die Ringe der Macht weiß. Ausgehend vom Einen und seiner durchaus detailliert beschriebenen Wirkung auf Frodo und Sam kann man einige Rückschlüsse auf die anderen 19 und all die geringeren Ringe schließen. Bei einigen anderen kennt man konkrete Auswirkungen oder kann sie dahinter vermuten. Hier zum Beispiel:

Who made the flood?“, asked Frodo.
Elrond commanded it“, answered Gandalf. „The river of this valley is under his power, and it will rise in anger when he has great need to bar the Ford. [...] If I may say so, I added a few touches of my own: you may not have noticed, but some of the waves took the form of great white horses with shining white riders [...].“

Classic Gandalf. Ich vermute hier die Macht Vilyas dahinter, des Mächtigsten der Drei, getragen von Elrond (und ein klein wenig Narya durch Gandalf). Ich bin mir nicht sicher, aber wurde überhaupt explizit gesagt, dass Vilya über Wasser und Luft (weil Ring der Luft) gebieten kann? Ich interpretiere es jedenfalls so. Aber ... Mehr bitte, Details, Konkreta! Ganz typisch Tolkien übrigens, dass viel Interpretationsspielraum bleibt, ein Aspekt, den ich so sehr an ihm liebe.

Frodo hat es nun also nach Bruchtal geschafft, wo er durch die Hände Elronds Heilung findet. Im weiteren Verlauf gibt es viel Musik und Gesang, ehe Elrond zum Rat läd.

Schon ein starkes Stück, dass Bilbo es wagt, IN Elronds Haus und VOR Elrond himself ein Lied über Earendil vorzutragen ... Aber ich denke, das ist ein guter Punkt, um ein wenig über Elrond zu erzählen, meinen absoluten und ungeschlagenen und absolut tollsten und genialsten Lieblingscharakter EVER.

Elrod wurde im Ersten Zeitalter in Arvernien als Sohn von Earendil und Elwing geboren, was eine sehr interessante und auf jeden Fall einmalige Familiengeschichte bedeutet. Hey, seine Ururgroßmutter ist eine Maia! Er und sein Zwillingsbruder Elros sind damit wie ihre Eltern Halbelben, was ebenfalls noch einmal höchst bemerkenswert da einmalig ist. Denn den Halbelben ist die Wahl gegeben, welches Schicksal sie für sich erwählen. Das hätten die späteren Númenorer sicher auch gern, aber sie sind ja deswegen nicht ohne Grund unter Ar-Pharazôn in ihr Verderben gegangen. Aber lassen wir das. Nur so viel: Elros nannte sich später Tar-Minyatur, was König Erstherrscher bedeutet, denn er war genau das: der erste König Númenors und damit ein direkter Vorfahr Aragorns. Aragorn referiert auch auf diesen Umstand, indem er sagt, dass er und Arwen von derselben Sippe sind, und er Elrond als den ältesten und mächtigsten seiner Sippe bezeichnet.

Nun begab es sich, dass Elwing dank der Taten ihrer Großeltern Lúthien und Beren im Besitz des silmaril war, was der Anlass für den dritten und grausamsten der Sippenmorde der Feanorer war. Maedhros beschloss, Arvernien zu überfallen und den silmaril zu rauben. Bei diesem Angriff wurden Amrod und Amras getötet, sodass nur noch Maedhros und Maglor als letzte der sieben Söhne Feanors am Leben waren, und Earendil und Elwing wurden nach Aman getrieben. Maglor fand Elwings Söhne im Wald bei einem kleinen Wasserfall, und auch das ist ein höchst spannender Aspekt. Es ist von Tolkien belegt, dass Elrond und Elros die Namen ihrer Mutter waren. Nach elbischem Brauch wurden die Mutternamen in dem Alter, in dem die beiden da waren (sie waren fünf), schon längst vergeben. Elwing hatte also wahrscheinlich einen Hauch von Voraussicht, was in dieser Familie ja auf jeden Fall belegt ist. Denn die Namen referieren ganz eindeutig auf die Fundstelle, wo Maglor sie fand: Elrond, das Sternendach, in der Höhle und Elros, der Sternenschaum, im Teich vor dem Wasserfall planschend.

Und nun kommt meine absolute Lieblingsstelle im gesamten Legendarium: Denn Maglor adoptiert die Söhne seiner erklärten Erzfeinde.

For Maglor took pity upon Elros and Elrond, and he cherished them, and love grew after between them, as little might be thought.“

Für mich ist dieser Satz essenziell für die Charakterisierung, womit wir auch wieder zu Bilbos Earendil-Dichtung kommen. Meiner Meinung nach, und die Filmadaptionen unterstützen mich da*, kann man es nämlich so interpretieren, dass Elrond wenig bis keine Verbindung zu seinem biologischen Erzeuger hat, sondern viel mehr zu Maglor. Folgende Dinge sprechen dafür:

  • Beim Aufbruch der Gefährten warnt Elrond Gimli, dass dieser keine voreiligen Eide leisten soll, die er später bereut. Die Feanorer haben nämlich genau das getan, als sie schworen, jeden zum Feind zu haben, der ihnen die silmarilli, ihr rechtmäßiger und so unendlich wertvoller Besitz, vorenthält. Und am Ende hat ihnen genau das nur Leid und Ruin gebracht, das Haus Feanors, des größten unter allen Kindern Erus, verschwand im Schatten der Zeit. Es sprechen hier sehr deutlich die Erfahrungen heraus, die Maglor und Maedhros am Ende ihres Lebens machen mussten.
  • Elrond ist Gil-galads Hofharfenist. Das hat es leider nie in die Endversion des Herrn der Ringe geschafft, was ich sehr bedauere, weil das ein sehr schönes Detail war, findet sich aber noch in der History of Middle-earth, Band 6, wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Maglor, sein Ziehvater, war nun niemand geringeres als der Dichter der Noldolante und damit der mächtigste Sänger unter den Elben von einst, lediglich erreicht (und mitunter übertroffen, kommt drauf an, wen man fragt) von Daeros von Doriath. Die Harfe war sein Instrument.


Dagegen spricht:
  • Galadriel hätte ihre kostbare Tochter Celebrían wahrscheinlich niemals an einen Feanorer verheiratet. Immerhin hat sie den zweiten Sippenmord in Doriath selbst miterlebt.


Gegen diese Vermutung spricht wiederum, dass nie eindeutig und klar wird, ob und wenn ja, wie sehr sich Elrond wirklich zu den Feanorern bekennt. Das ist dann schlicht eigene Interpretation. (In meiner Interpretation hat er eine offene Abneigung gegenüber seinen leiblichen Eltern und bekennt sich zu Maglor und Maedhros als seinen eigentlichen Eltern.)

*Wenn man genau hinsieht, sieht man überall in Bruchtal achtzackige Sterne, das Wappen Feanors und seiner sieben Söhne.

Kleine lustige Anekdote aus meinen Anfangsjahren als Tolkienist. Legolas taucht das erstem Mal im Herrn der Ringe beim Rat mit folgenden Worten auf:

There was also a strange Elf glad in green and brown, Legolas, a messenger from his father, Thranduil, the King of the Elves of Northern Mirkwood.“

Ich musste den Herrn der Ringe dreimal lesen (ich weiß nicht, wie oft ich ihn seitdem bereits gelesen habe. SEHR oft jedenfalls.), um einmal zu kapieren, dass „Thranduil“ synonym zu „Der Elbenkönig“ aus dem Hobbit ist. Damals fand ich das voll cool, jetzt ist es genauso alltäglich wie alles andere auch.

Das Wort „messenger“ ist in diesem Zusammenhang übrigens recht interessant. Man kennt vielleicht die miserablen Hobbit-Filme, die ich irgendwann mal noch auf meinem Blog auseinandernehmen will, um dem „Filmreview“-Tag mal etwas mehr Sinn zu geben. Da hat Legolas ja keinen Bock mehr auf seinen OoC-Vater, weil Jackson diesen als viel zu großes Arschloch gezeichnet hat. (Ja, gut, Thranduil ist ein Arschloch, vor allem ein Rassist, aber das war viel zu viel.) Also haut Legolas ab und macht ... was auch immer. Aragorn suchen jedenfalls nicht, wie Thranduil ja behauptet, der war da nämlich fünf Jahre alt, lebte als Estel in Bruchtal und wusste nichts von seiner Herkunft (absolut peinlicher Filmfehler, by the way). Hier geht jedoch eindeutig hervor, dass er als Bote von Thranduil geschickt wurde, um von Gollum zu berichten. Warum er seinen Sohn (und vermutlich Thronerben, da andere mögliche Erben nicht bekannt sind) schickt und warum dieser sich der Ringgemeinschaft anschließt, bleibt nun jedem selbst überlassen, es zu interpretieren, aber das, was im Film gesagt wird, passt da einfach nicht rein.

Ich mag übrigens die Film-Arwen, Liv Tyler hat das einfach großartig gespielt! Und ich finde es krass, wie viel Maske und Kostüm ausmachen, Tyler und Weaving sehen sich nämlich, wie im Buch beschrieben, verdammt ähnlich. Was man zu Arwens Rolle im Film allerdings sagen muss: Es ist ja schön und nett, dass sie Tolkiens seiner Zeit und Religion geschuldeten latenten Sexismus und Rassismus etwas überspielen wollten, aber es ist unnötig, da es einfach das Weltbild zerstört. Kämpfende Elbinnen ... Ich verstehe, dass sie nicht noch einen Charakter einführen wollten, der danach nie wieder auftaucht (funfact: tut er doch, nämlich bei der Verlobung Arwens und Aragorns, da steht ein blonder Elb hinter Elrond, dessen Statistendekorolle Glorfindel heißt), denn im Buch ist es Glorfindel, der die Nazgûl in die Bruinen treibt, und nicht Arwen. Ich bin ja echt schon froh, dass sie Arwen nicht noch nach Helms Klamm verfrachtet hatten, obwohl sie die Szenen schon gedreht hatten. Und dennoch, obwohl es einen guten Grund hat, warum sie auf Asfaloth reitet und nicht Glorfindel, dem das Pferd eigentlich gehört, hat das doch einen leicht schalen Beigeschmack.

Apropos Glorfindel. Im Herrn der Ringe denkt man sich vielleicht erst einmal nicht viel dabei. Wenn man dann aber das Silmarillion liest und nach Gondolin kommt, wird man stutzig. Denn da ist die Rede von einem der großen Fürsten und Prinzen Gondolins, welcher in tapferer Verteidigung der Flüchtenden sein Leben im heroischen Kampf gegen einen Balrog ließ. Moment, war Glorfindel nicht der, der Frodo vor den Nazgûl rettete? Der ist doch tot! Richtig! Und dann wurde er wiedergeboren. Ein und dieselbe Person. Das Tolkien gateway hat da einen schönen Absatz in seinem Artikel dazu verfasst:

[B]ecause of Glorfindel’s noble actions in life, his reluctance at the Exile, and his furthering of the purposes of the Valar by saving Tuor and Idril, he was re-embodied after only a short time. He had redeemed himself, and was purged of any guilt. Not only did his sacrifice get him an early pardon, it earned him great powers, so that he was almost an equal to the Maiar.“ J.R.R. Tolkien, Christopher Tolkien (ed.), The Peoples of Middle-earth, „Last Writings“, „Glorfindel I & II“

Schon krass, wenn man so darüber nachdenkt, welche Mächte immer noch in Mittelerde verweilen, obwohl die Zeit der Elben vorübergeht. Das mit dem wiedergeboren werden ist auch so eine Wissenschaft für sich, bei der ich selbst noch nicht so ganz durchgestiegen bin, einfach weil ich die History of Middle-earth noch nicht so weit gelesen habe.


Hugo Weaving gehört zweifelsohne zu einem meiner Lieblingsschauspieler, auch wenn natürlich absolut niemand an Sir Christopher Lee herankommt. Auch wenn er rein optisch meiner Meinung nach nicht auf Elronds Rolle passt, hat er abgesehen von seinem nicht wirklich vorhandenen Schauwert Elrond doch sehr gut verkörpert. Und für seine teilweise grenzdebilen Texte kann er nun wirklich nichts, er hat das beste daraus gemacht.

Da sagt Elrond in einer Szene im ersten HdR-Film, dass Menschen schwach seien, wo ich schon ein nervöses Zugen im Augenlid verspüre. Im Zusammenhang des Filmes ist das sogar nachvollziehbar. Dort führt er Isildur in die Sammath Naur und sagt ihm, dass er den Ring zerstören soll. Daraufhin hat Harry Sinclair (ich musste ihn gerade googeln, ich gestehe) den epischsten Text von allen: »No.« Und dampft ab. Wobei man sich jetzt fragen könnte, ob das wirklich dazu führen kann, dass man gleich den Glauben in die gesamte Menschheit verliert, wie es hier der Fall sein soll.

Eines ist Fakt: Sein eigener Zwillingsbruder war ein Mensch ... Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass er die ganze Menschheit als schwach verdammt.

Eine zweite Szene war im ersten Hobbit-Film. Dass sie den Weisen Rat mit hinein genommen hatten, fand ich übrigens sehr lobenswert. Dort sagt Elrond aber, dass seit 500 Jahren alles Friede Freude Eierkuchen sei. Rechnet man das zurück, kommt man in etwa auf das Jahr, in dem Celebrían, seine Gemahlin, von Orks gefangen genommen und geschändet wurde, woraufhin sie einen solch großen seelischen Schaden erlitt, den nicht einmal er, der größte Heiler Mittelerdes, beheben konnte, woraufhin sie in den Westen segelte, um dort hoffentlich Heilung zu finden. Jo, ist alles toll seitdem.


Die Gemeinschaft des Ringes wird nun gebildet, nachdem sich Elrond und vor allem Gandalf viel zu gern selbst reden hören, und die Gefährten brechen am 25. Dezember 3018 DZ auf. Sie versuchen über den Caradhras zu gelangen, scheitern jedoch, woraufhin sie den Weg durch Moria wählen. Dort verlieren sie Gandalf im Kampf gegen den Balrog und kommen schließlich nach Lórien.

Die Gefährten sind nun in Lórien, und da muss ich immer an die eine Sache denken: Dinge wie Haarfarbe und Größe geben bei Tolkien immer Auskunft über die wesentlichen Wesenszügen eines Charakters. In den Alten Tagen waren die Elben, insbesondere die Eldar wesentlich größer, da ihre Macht ebenfalls noch im Zenit stand. Anders hätten die Feanorer es auch gar nicht wagen können, Morgoth den Krieg zu erklären (war dennoch aussichtslos, sie haben aber doch beachtlich lange ausgehalten). Da wirft man nun also einen Blick ins Tolkien gateway und liest da bei Galadriel, dass sie 6 feet, 4 inches groß war, was 1,93m macht; sie ist etwa gleichgroß wie Celeborn, wie im Herrn der Ringe steht. Das ist keinesfalls klein. Bedenkt man aber die Zeit, in der sie geboren worden war, und ihren Stand und ihre Macht, ist das allenfalls noch normal. Immerhin wurde sie als Tochter Finarfins (und damit Enkelin Finwes) geboren und stand als einzige Frau gleichrangig unter den streitenden Noldor, und auch sie begehrte ein Reich in Endor, den Hinnenlanden, als die Noldor gegen die Valar rebellierten. Später war sie eine Schülerin Melians, von welcher sie mächtige Magie lernte. Und dann guckt man sich Leute wie Elendil an mit seinen 2,41m. Well …

In Lórien werden die Gefährt geheilt und kommen zu Rast und Ruh'. Galadriel beschenkt sie reich, und sie brechen gestärtk auf, um den Anduin hinab zu paddeln. Am Amon Hen kommt das Verderben über die Gemeinschaft. Orks aus Isengard greifen an und zersprengen die Gemeinschaft. Merry und Pippin werden gefangen genommen, und Frodo bricht mit Sam allein auf. Boromir wird getötet.

Mir tut das mit Boromir ehrlich gesagt leid, weil er von vielen Fans missverstanden wird als das Arsch, das Frodo den Ring wegnehmen will. Ja, den Ring will er wegnehmen, aber er ist kein Arsch. Der Herr der Ringe und generell das ganze Legendarim ist ein Werk, das tief im christlichen Glauben verwurzelt ist, und als solches muss es auch verstanden werden. Der Ring ist ganz klar die Versuchung des Bösen. Alle Gefährten außer Boromir widerstehen dieser Versuchung. Da er schwach wurde und symbolisch vom Glauben abfiel, wurde er bestraft, in seinem Fall endete das im Tod. Dass er Schwäche zeigte, macht ihn per se aber nicht zu einem schlechteren Menschen. Tolkiens Aussage geht eher in die Richtung, dass es nicht die Schwäche an sich war, die die Bestrafung verdient, sondern viel mehr, dass Boromir der Versuchung nachging, der jeder der Gefährten ausgesetzt war. Alle außer ihm konnten widerstehen. Bedenkt man aber die Umstände, ist auch das nichts, wofür man ihn gleich verurteilen sollte. Er hatte mich Mächten zu tun, die weit über sein Kräfte hinaus gingen. Außerdem war es sein größter Wunsch, Gondor zur Größe zu führen und sein Volk zu schützen. Dennoch können aus guten Absichten böse Taten entspringen.


Und nun noch einige Zitate:

When Mr. Bilbo Baggins of Bag End announced that he would shortly be celebrating his eleventy-first birthday with a party of special magnificence, there was much talk and excitement in Hobbiton.

Old Gaffer Gamgee stopped even pretending to work in his garden.

... and Proudfoots.“ „PROUDFEET!“, schouted an elderly hobbit from the back of the pavillon.

I don't know half of you half as well as I should like; and I like less than half of you half as well as you deserve.“

Why, I feel all thin, sort of stretched, if you know what I mean: like butter that has veen scraped over too much bread.“

The Road goes ever on and on
Down from the door where it began.
Now far ahead the Road has gone,
And I must follow, if I can,
Pursuing it with eager feet,
Until it joins some larger way
Where many paths and errants meet.
And wither then? I cannot say.

But keep it secret, and keep it safe!“

One Ring, to rule them all, One Ring to find them, One Ring to bring them all and in the darkness bind them.“

All we have to decide is what to do with the time that is given us.“

Pity? It was pity that stayed his hand. Pity, and Mercy: not to strike without need.“

Many that live deserve death. And some that die deserve life. Can you give it to them?Then do not be too eager to deal out death in judgement.“

Home is behind, the world ahead, And there are many paths to tread Through shadows to the edge of night, Until the stars are all alight.

The wide world is all about you: you can fence yourself in, but you cannot for ever fence it out.“

Go not to the Elves for counsel, for they will say both no and yes.“

Advice is a dangerous gift, even from the wise to the wise, and all courses may run ill.“

All that is gold does not glitter,

Not all those who wander are lost;

The old that is strong does not wither,

Deep roots are not reached by the frost.

From the ashes a fire shall be woken,

A light from the shadows shall spring;

Renewed shall be blade that was broken,

The crownless again shall be king.


Gil-galad was an Elven-king.
Of him the harpers sadly sing:
the last whose realm was fair and free
between the mountains and the Sea.

Ai na vedui Dúnadan! Mae govannen!“

Elen sila lúmenn' omentielvo.“


But my time is coming. The Morgul-lord and his Black Riders have come forth. War is preparing!“

And Elves, sir! Elves here, and Elves there!“ (Sam cutenes over 5000)

Elrond, as was his custom, sat in a great chair at the end of the long table upon the dais.

The Face of Elrond was ageless, neither old nor young, though in it was writen the memories of many things both glad an sorrowful. His hair was dark as the shdows of twilight, and upon it was set a criclet of silver; his eyes were gray as a clea evening, and in them ws a light like th light of stars. Vnerable he seemed as a king crowned with many winters, and yet hale as a tried warrior in the fullnes of his strength. He was the Lord of Rivendell and mighty among both Men and Elves.

So it was that Frodo saw her whom few mortals had yet seen; Arwen, daughter of Elrond, in whom it was said that the likeness of Lúthien had come on earth again; and she was called Undómiel, for she was the Evenstar of her people.

Bombur was now so fat that he could not move himself from his couch to his chair at table, and it took six young dwarves to lift him.

Don't adventueres ever have and end? I suppose not. Someone else always has to carry on the story.“

A Elbereth Gilthoniel
silivren penna míriel
o menel aglar elenath!
Na-chaered palan-díriel
o galadhremmin ennorath,
Fanuilos, le linnathon
nef aear, sí nef aearon!

A Elbereth Gilthoniel
o menel palan-diriel,
le nallon sí di'nguruthos!
A tiro nin, Fanuilos!

Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.

For I am Saruman the Wise, Saruman Ring-maker, Saruman of Many Colours!“

The time of the Elves is over, but our time is at hand: the world of Men, which we must rule.“

There lies our hope, if hope it be. To walk into peril - to Mordor. We must send the Ring to the Fire.“

For nothing is evil in the beginning. Even Sauron was not so.“

I will take the ring“, he said, „though I do not know the way.“

This is the hour of the Shire-folk, when they arise from their quiet fields to shake the towers and councels of the Great.“

But it is a heavy burden. So heavy that nopne xould lay it on another. I do not lay it on you. But if you take it freely, I will say that your choice is right; and though all the mighty Elf-friends of old, Hador, and Húrin, and Túrin, and Beren himself were assembled together, our seat should be among them.“

Thereupon Elrond paused a while and sighed. „I remember well the splendour of their banners“, he said. „It recalled to me the glory of the Elder Days and the hosts of Beleriand, so many great princes and captains were assembled. And yet not so many, nor so fair, as when Thangorodrim was broken, and the Elves deemed that evil was ended for ever, and it was not so.“
You remember?“, said Frodo, speaking his thought aloud in his astonishment. „But I thouht“, he stammered as Elrond turned towards him, „I thought that the fall of Gil-galad was a long age ago.“
So it was indeed“, answered Elrond grievly. „But my memory reaches back even to the Elder Days. Eärendil was my sire, who was born in Gondolin before its fall; and my mother was Elwing, daughter of Dior, son of Lúthien of Doriath. I have seen three ages in the West of the world, and many defeats, and many fruitless victories.
I was the herald of Gil-galad and marched with his host. I was at the Battle of Dagorlad before the Black Gate of Mordor, where we had the mastery: for the Spear of Gil-galad and the sword of Elendil, Aiglos and Narsil, none could withstand. I beheld the last combat at the slopes of Orodruin, where Gil-galad died, and Elendil fell, and Narsil broke beneath him; but Sauron himself was overthrown, and Isildur cut the Ring from his hand with the hilt-shard of his father's sword, and took it for his own.“

Aragorn sat with his head bowed to his knees; only Elrond knew fully what this hour ment to him.

Maybe“, said Elrond, „but let him not vow to walk in the dark, who has not seen the nightfall.“
But sworn word may strengthen quaking heart“, said Gimli.
Or break it“, said Elrond.

He is surer of finding the way home in a blind night than the cats of Queen Berúthiel.“

We cannot get out. We cannot get out. They have taken the Bridge and second hall. The end comes, drums,drums in the deep. They are coming.“

I am a servant of the Secret Fire, wielder of the flame of Anor. You cannot pass. The dark fire will not avail you, flame of Udûn. Go back to the Shadow! You cannot pass.“

He staggered and fell, grasped vainly at the stone, and slit into the abyss. „Fly, you fools!“, he cried, and was gone.

Yes, they are elves“, said Legolas; „and they say that you breathe so loud that they could shoot you in the dark.“
Sam hastily put his hand over his mouth.

Gimli drew his axe from his belt. Haldir and his companion bent their bows. „A plague ond Dwarves and their stiff necks!“, said Legolas.

Behold! You are come to Cerin Amroth“, said Haldir. „For this is the heart of the ancient realm as it was long ago.“

Arwen vanimelda, namárië!

Here is the heart of Elvendom on earth“, he said, „and here my heart dwells ever, unless there be a light beyond the dark roads, that we still must treat, you and I. Come with me!“ And taking Frodo's hand in his, he left the hil of Cerin Amroth and came there never again as living man.

He stood upon the Bridge alone
and Fire and Shadow both defied;
his staff was broken on the stone,
in Khazad-dûm his wisdom died.

In place of the Dark Lord you will set up a Queen. And I shall not be dark, but beautiful and terrible as the Morning and the Night! Fair as the Sea and the Sun and the Snow upon the Mountain! Dreadfull as the Storm and the Lightning! Stronger than the foundaitions of the earth. All shall love me and despair!“

I pass the test“, she said. „I will diminish, and go into the West, and remain Galadriel.“

Ai! laurië lantar lassi súrinen,
yéni únótimë ve rámar aldaron!
Yéni ve lintë yuldar avánier
mi oromardi lisse-miruvóreva
Andúnë pella, Vardo tellumar
nu luini yassen tintilar i eleni
ómaryo airetári-lírinen.

Sí man i yulma nin enquantuva?

An sí Tintallë Varda Oiolossëo
ve fanyar máryat Elentári ortanë,
ar ilyë tier undulávë lumbulë;
ar sindanóriello caita mornië
i falmalinnar imbë met, ar hísië
untúpa Calaciryo míri oialë.
Sí vanwa ná, Rómello vanwa, Valimar!

Namárië! Nai hiruvalyë Valimar.
Nai elyë hiruva. Namárië!

It is enough for me to have seen the Lady of the Galadhrim, anhd to have heard her gentle words.“

Memory is not what the heart desires.“

Black, immesurably strong, mountain of iron, gate of steel, tower of adamant, he saw it: Barad-dûr, Fortess of Sauron. 

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