Denn ich fresse nicht nur Jungfrauen!

Sonntag, 12. März 2017

Game of Thrones Rewatch: S06E02: Home

Bran trainiert seine Fähigkeiten als Warg und kann nun sogar in die Vergangenheit reisen. Er sieht seinen Vater, Onkel und Tante als Kinder, wie sie im Hof von Winterfell spielen. Dabei erkennt er auch im Stalljungen Willis Hodor wieder. Hodor konnte als Kind noch sprechen und hatte einen gesunden Verstand. Bran erhält jedoch keine Antwort, was mit Hodor geschehen ist. Tyrion erkennt in den beiden verbliebenen Drachen die Möglichkeiten, die sie eröffnen, und befreit sie von ihren Ketten. Arya ist nun eine blinde Bettlerin, die sich auf der Straße durchschlägt. Sie bekommt Besuch vom Wraith, die sie verprügelt. Schließlich führ der Faceless Man wieder zurück in das House of Black and White, nachdem sie der Versuchung wiederstand und weiterhin darauf beharrte, No One zu sein. Lady Bolton gebiert einen Sohn. Daraufhin ersticht Ramsay seinen Vater und lässt seine Ziehmutter und deren Baby von seinen Hunden zerfleischen. Sansa tauscht sich mit Brienne aus. Theon verabschiedet sich von ihnen, da er in seine Heimat zurückkehren will. Dort lässt sein Vater Lord Greyjoy nicht von seinen Eroberungsplänen ab, auch wenn es für ihn schlecht läuft. In der Nacht wird er während eines Sturms von seinem heimkehrenden Bruder Euron zu Tode gestürzt. Die Free Folks können unter der Führung Thormunds Castle Black stürmen und die Verräter gefangen nehmen. Ser Davos kann Melisandre davon überzeugen, es zu versuchen, Jon wieder zurückzurufen. Auch nach mehreren Versuchen gelingt es ihr nicht. Nach und nach verlassen sie frustriert den Raum, nur Ghost bleibt treu an der Seite seines Herrn. Und tatsächlich kehrt Jon wieder zurück ins Leben.


Oh, natürlich fand ich es toll, dass Jon lebt, aber ich war bei weitem nicht so sehr aus dem Häuschen wie gefühlt der Rest des Internets. Ich habe da so eine Theorie: Wenn Jon in der Serie lebt, bleibt er im Buch auch wirklich tot. Das fußt auf zwei Gründen: Erstens hieß es, dass die Serie »Winds of Winter« nur in kleinen Details spoilern wird. Die essenzielle Frage, die das Fandom über Jahre hinweg beschäftigt hat, ob Jon lebt oder tot ist, ist nun wirklich keine Kleinigkeit, sondern eines der großen Mysterien der Geschichte. Zweitens: Jon hat das Zeug dazu, die Mauer gegen die White Walker zu halten. Wenn er lebt, ist es wesentlich wahrscheinlicher, dass die Mauer nicht fällt. Daher vertrete ich schon seit Jahren die Ansicht, dass es wesentlich sinnvoller ist, wenn er auch wirklich tot ist. Es wäre schade um diesen wirklich tollen Charakter, aber ich denke, dass er im Buch auch tot bleibt. Dieses »Ich ruf mal eben wen vom Tod zurück« wird langsam zu overpowered. Melisandre sagt, dass nur wenige diese Macht haben. Der einzige andere Red Pries, den wir kennen und der das kann, ist Thoros of Myr, und das ist ein besoffener Gesetzesloser. Wenn es plötzlich jeder Red Priest kann, wird diese Fähigkeit irgendwie witzlos. Ich wäre also sehr dafür, dass Melisandre dies im Buch nicht gelingen wird. (Schreib schneller, Martin!)

Staffel 6 ist die Staffel, in der wir viele Hintergründe erfahren, und in der sich etlicher der wichtigen Fragen der Geschichte gewidmet wird. Die Frage nach Jons Leben wurde beantwortet, und nun steuern wir mit Willis aka Hodor mehr und mehr auf die Frage zu, was mit Hodor passiert ist, dass er zu Hodor wurde.

Wun Wun hat Aua. Wun Wun wütend. Wun Wun macht Matsch. Ganz ehrlich: Ich finde Wun Wun klasse. Er zeigte ja seine Stärken schon in Hardhome, als er tapfer etliche der Zombies niederwalzte und bis zum Schluss standhielt. Ihn kriegt scheinbar nichts klein. Und so ein Pfeil in der Schulter macht ihn halt nur wütend, dass er den Typen mal eben schnappt und gegen die Wand klatscht.

Schon beeindruckend, wie die Free Folks nur die Festung stürmen und laut brüllen müssen, um sie einzunehmen. Nebst dem Typen, den Wun Wun gegen die Wand geklatscht hat, starb nur ein einziger, der dumm genug war, Alliser aufs Wort zu folgen. Alle anderen hatten zumindest genug Hirn, die Waffen fallen zu lassen. Es wäre kein Kampf gewesen.

Der High Sparrow macht stets einen auf so friedlichen alten Mann, aber dennoch versammelt er ganz bedenkenlos die Faith Militant hinter sich, eine Gruppe brutaler Schläger. Alleine seien sie nicht mächtig, sagt er. »And yet together we can overthrow an empire.« Ich verstehe das als klare Drohung, dass er durchaus gewillt ist, die Monarchie zu stürzen und einen Staatsstreich in die Wege zu leiten.

Tyrion hat in dieser Folge ein paar Sätze, die ich extrem feiere. »That’s what I do: I drink and I know thinks.« Tyrion in einem einzigen Satz. Danach geht er die Drachen befreien. »I’m here to help. Don’t eat the help.« Love it! Und am Ende, nachdem ihm erstaunlicherweise kein Haar gekrümmt wurde, zu Varys: »Next time I have an idea like that punch me in the face.«

Ich mochte diese Szenen allerdings auch deswegen sehr, weil wir enorm viel über Drachen erfahren. Tyrion hat selbst eine große Faszination für diese Wesen (und ich beneide ihn darum, dass sein Lebenstraum, einen Drachen zu haben, erfüllt wurde) und las in der Vergangenheit viel über sie. Daher weiß er auch, dass Drachen in Gefangenschaft nicht gut gedeihen und auf Dauer eingehen. Außerdem erwähnt er ihre enorm hohe Intelligenz, von der einige ausgehen, dass sie sogar höher sei als die der Menschen. Er vertraut darauf, dass Viserion und Rhaegal erkennen werden, dass er einer der Guten ist. Das tun sie in der Tat. Ihre angepriesene Intelligenz wird auch sogleich unter Beweis gestellt, als sie zeigen, dass sie sofort verstanden haben, was Tyrion will, ihm kein Haar krümmen und sich von ihm helfen lassen. Nachdem sie die Ketten los sind, kriechen sie sogar ganz friedlich zurück in die Schatten.

Ich als Drachenliebhaber durch und durch vergöttere diese Szene so sehr!

Ramsays Mord an seinem Vater und seiner Stiefmutter kam doch sehr überraschend. Anscheinend vertraut er nicht darauf, dass Roose Bolton auch sein Wort hält und Ramsay als seinen erstgeborenen Sohn weiterhin anerkennt. Selbst ist der Mann, Einzelkind ist eh schöner. »I prefer being an only child.« Dann muss man nichts teilen … Aber nein, darüber macht man keine Witze. Es ist abartig, dass er eine Mutter und ihr Neugeborenes von seinen Hunden zerfleischen lässt. Wobei es immer wieder ausgesprochen faszinierend ist, wie hervorragend sie auf sein Wort hören.

Euron taucht hier das erste Mal auf, und ich muss ganz ehrlich sagen: Der Cast passt optisch absolut gar nicht. Im Buch ist er eine weitaus beeindruckendere Gestalt, ein wahrer Seeteufel. In der Serie … Durchschnittstyp halt. Passt nicht. 

Tja, und dann wacht Jon auf. Ich erschreck mich da immer noch, weil es so plötzlich kam. Wobei ich beim ersten Mal sogar noch zweifelte, ob er wirklich am Leben bleibt … oder gar ist. Das ist die absolut letzte Einstellung der Folge, außer, dass er die Augen aufschlug und nach Luft schnappte, wissen wir im Prinzip nichts. Da wir hier von Game of Thrones reden, ist das irgendwie berechtigt, daran zu zweifeln. Wobei es in diesem Fall ja unbegründet gewesen war.

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