Denn ich fresse nicht nur Jungfrauen!

Mittwoch, 15. März 2017

Game of Thrones Rewatch: S06E09: Battle of the Bastards

Meereen befindet sich inmitten einer Belagerung von See aus. Daenerys ist zunächst auf Rache, Feuer und Blut aus, doch Tyrion erinnert sie daran, dass sie das nicht besser als ihren Vater macht. Sie willigt also ein, mit den Masters zu verhandeln. Bei den Verhandlungen sprechen sie jedoch nur Drohungen und Beleidigungen auf. Daenerys ist klar, dass sie hier nicht auf einen grünen Zweig kommen werden. Drogon erscheint und sie greift auf seinem Rücken und begleitet von Viserion und Rhaegal die Flotte an. Die Wachen der Masters veraten diese, und Grey Worm tötet zwei der drei Anführer. Damit ist die Belagerung gebrochen. Kurze Zeit später erscheinen Theon und Yara vor Daenerys und sie schließen einen Packt: Yaras Krone im Austausch für ihre Schiffe und ihre Unterstützung von Daenerys‘ Trohnansprüchen. Jon bereitet sich auf die kommende Schlacht der Bastarde vor. Ramsay begegnet ihnen im offenen Feld, da er denkt, sie schnell zu schlagen und so eine langwierige Belagerung zu umgehen. Ramsay führt vor der Schlacht Rickon vor. Er schneidet ihn los und sagt ihm, zu Jon zu rennen. Dabei schießt er auf Rickon und trifft ihn nach drei vermeindlichen Fehlschüssen. Jon reitet Rickon entgegen, doch er kann ihm nur noch beim Sterben zusehen. Wutentbrannt stürmt er allein Ramsays Armee entgegen. Sein Pferd wird niedergeschossen, und beinahe wäre er von der feindlichen Kavalerie niedergeritten worden, hätte Ser Davos nicht rechtzeitig den Befehl zum Angriff gegeben, sodass seine Reiter Jon rechtzeitig einholen konnten. Die Schlacht beginnt. Ramsay lässt rücksichtslos inmitten des Pulks von Feinden und Verbündeten schießen, sodass sich die Leichenberge immer höher und höher türmen. Als sie eine hohe Wand bilden, läutet er die letzte Phase der Schlacht ein. Ein Teil seiner Männer umstellen Jons Armee und drängen sie mit langen Lanzen und Turmschilden immer mehr an den Leichenbergen zusammen. Über diese kommt Ramsays dritter Teil der Armee und greifen Jons Armee an. Alles scheint in einem Gemetzel zu enden, als plötzlich die Lords of the Vale kommen, nach denen Sansa hat schicken lassen, und Ramsays Leute niederreiten. Ramsay sieht die Schlacht verloren und zieht sich nach Winterfell zurück. Jon nimmt sofort die Verfolgung auf. Wun Wun kann unter Einsatz seines Lebens die Tore aufbrechen und Jon den Weg öffnen. Die letzte Verteidigung der Festung ist schnell überrannt und Ramsay steht allein da. Im Kampf Mann gegen Mann schlägt Jon ihn rasch nieder. Winterfell ist wieder in der Hand der Starks. Ramsay wird in den Kerkern eingesperrt und Sansa lässt seine Hunde auf ihn los.


Definitiv meine liebste Folge der Serie bisher. Drachenaction en masse und Ramsay kriegt was auf’s Maul! Besser kann es doch einfach nicht kommen! Ich könnte diese Folge immer und immer wieder schauen. Jedenfalls bestimmte Teile davon. Das mit Rickon ist echt hart. Und da wurde er eigentlich genauso wie Osha einfach so aus dem Weg geräumt. Er hatte wahrscheinlich nur deswegen dabei einen größeren Auftritt als Osha, weil er ein Stark ist; irgendwie hatte ich jetzt mehr Bindung zu Osha, wenn ich ehrlich bin …

Wenn Ramsay eines kann, dann schießen. Er ist ein hervorragender Bogenschütze und der Bogen, den er führt, hat auch die entsprechende Spannkraft, um weit und präzise genug zu schießen. Die ersten drei Pfeile gingen mit Absicht daneben. Jon hätte Rickon fast und dann das … Es ist so grausam und genau das, was man von Ramsay zu erwarten hat.

Irgendwie scheine ich damit allein zu stehen, aber es hat mir doch einige Haare gekostet beim Haare Raufen, als Rickon schnurgerade rannte und nicht im Zick Zack. Ich bin davon überzeugt, dass ihn Hacken schlagen gerettet hätte und er einfach nur zu doof dafür war oder die Serienmacher da etwas verschnarcht haben. Andere meinen, dass man in so einer Situation doch nicht darauf kommt, Haken zu schlagen, aber ich sehe das anders.

Egal. Positiv denken … Wir haben Drachen. Ich meine: DRACHEN!!! Wie kann ich diese Folge dafür nicht lieben? Drogon wirkt immer noch wie ein Schmusedrache mit seiner zärtlichen Kopfbewegung hin zu Daenerys, aber hey. Darüber kann ich hinweg sehen (und sollte es nicht, ich weiß).

»Talking about destroying cities is not entirely different«, erinnert Tyrion Daenerys und spricht damit ein paar wahre Worte aus. Hoffentlich erinnert sich Daenerys ihrer, wenn sie ihre wahre Herrschaft beginnt. »My reign has just begun«, kündigt sie an, ehe sie auf Drogon steigt und zündeln geht. Der Flug mit Viserion und Rhaegal ist so wunderschön und eindrucksvoll! Hier sieht man auch, was auch Tyrion angesprochen hat: Die beiden Drachen sind kleiner als ihr frei lebender Bruder (oder Schwester? Wurde das Geschlecht jemals genannt?). Und man sieht außerdem, dass eine Serie es schafft, Dinge besser zu animieren als ein gewisser dritter Hobbit-Teil. Die Drachen sehen so unglaublich echt aus! Es ist fabelhaft! Wenn ich da zum Beispiel die Ringgeister aus dem dritten Hobbit-Film dagegen halte, ganz ehrlich: Selbst Witcher 3 hat ungemoddet eine bessere Grafik, und das ist ein Computerspiel.

Vor den Toren von Meereen werden die Sons of the Harpy von den Dothraki niedergeritten. Mal sehen, ob sie jetzt wirklich kein Problem mehr sind. Andererseits sind ihre Unterstützer tot, von daher sollte das der Fall sein.

Lady Mormont wird außerdem für ihren absolut giftigen Blick bei der Unterredung mit Ramsay vor der Schlacht gefeiert. Ehrlich, wenn Blicke töten könnten, wäre das mit den Hunden am Ende der Folge noch gnädig.

Jon meint, dass er schlimmeres gesehen hat als Ramsay. Zum einen: Sagt er das auch nach der Schlacht noch? Zum anderen: Gibt es wirklich schlimmeres als Ramsay? Von den Untoten zerfleischt zu werden und Fleisch in der Armee des Night King zu werden, geht wenigstens schnell. Hofft man jedenfalls. Aber Ramsay … Bevor man unter seiner Hand stirbt, hat man zu leiden, wie man es sich nicht vorstellen kann.

Ser Davos findet vor der Schlacht Shireens Scheiterhaufen, und er weiß, dass es ihrer ist, weil er den Hirsch findet, den er ihr geschnitzt hat. Da weiß er, was mit ihr passiert ist, und all das wird noch mal wieder aufgewühlt. Sehr schön auch die Kameraeinstellung, die das Morgenrot direkt über dem Scheiterhaufen einfängt, als würde er erneut glühen. Melisandre jedenfalls gibt sich auf einmal sehr bescheiden. Ihr Fehler mit Stannis hat sie wirklich sehr verändert, denn jetzt sagt sie nur noch, dass sie die Zeichen des Lords of Light interpretiert und ist nicht mehr absolut davon überzeugt, stets seinen Willen exakt auszuführen.

Während der Schlacht dauerte es das erste Mal ein wenig, bis ich verstand, was Ramsays Plan ist, aber als ich ihn verstand, war er umso perfider. Er opfert seine eigenen Leute und formt aus den Körpern Wälle, die er für sich nutzen kann. Es ist so eklig.

Bei der Battle of the Bastards kann selbst ich sagen, dass die Filmtechnik hierbei wirklich extrem gelungen ist. Es ist, als sei man mitten dabei und erlebe das alles hautnah mit! Total krass! Das trägt einen nicht geringen Teil dazu bei, dass diese Folge so gottgleich ist. Ich meine: So inszeniert man Schlachten! Zugegeben, nichs übertrifft den Angriff der Rohirrim auf dem Pelennor, die Schlachten insgesamt betrachtet übertrifft allerdings nichts die Battle of the Bastards. Mehr von so etwas bitte! Es ist eklig, es ist gnadenlos, es ist brutal, und es ist einfach phänomenal gefilmt.

Aber Wun Wun stirbt. Was dieser Riese geleistet hat, ist unglaublich und wird nicht vergessen werden, das ist sicher. Jons Blick ist ein Blick des Abschiedes und der Ehrerbietung. Und dann erschießt Ramsay ihn hinterrücks.

Immerhin bekommt er dafür jetzt ordentlich auf’s Maul! Wenn es etwas befriedigenderes als Joffreys Ende gibt, dann kann es nur diese Szene sein, wie Jon Ramsay zusammenschlägt und erneut die Stark-Banner über Winterfell wehen. Und Sansa ist bei weitem nicht mehr das zarte Mädchen von früher, als sie die Hunde auf Ramsay loslässt. Die alte Sansa hätte das nicht gemacht, doch jetzt bekommt Ramsay endlich, was er verdient. Er hat zu sehr mit den Menschen gespielt. Nun haben sie ihm gegenüber keine Hemmungen mehr und zahlen ihm alles tausendfach heim, und von ihm wird nichts übrig bleiben. 

»Your words will disappear. Your house will disappear. Your name will disappear. All memory of you will disappear.«

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