Denn ich fresse nicht nur Jungfrauen!

Freitag, 31. März 2017

Lesemonat: März 2017

Wenn du das hier liest, bin ich gerade auf einem Arch Enemy Konzert. Eventuell fehlen also in diesem Post noch ein, zwei Kleinigkeiten, die ich morgen ergänzen werde. Dann wird der Post auch auf den Social Media Kanälen verlinkt ^^

Diesen Monat hab ich auf den Tauschbörsen ordentlich zugeschlagen. Da findet man echt einige Schätze. Auf Instagram habe ich bereits meine coole neue Elrond-Samlerfigur vorgestellt. Außerdem habe ich die amerikanische Erstausgabe des Silmarillion gefunden. Wie cool ist das denn?! Das ist dann meine zweite Tolkien-Erstausgabe; die erste fiel auf die deutsche Erstausgabe des Silmarillion. Natürlich sind britische Erstausgaben mehr wert, aber was man hat, das hat man, oder?

Außerdem stand die Leipziger Buchmesse an. Wenn du in das Label Buchmesse klickst, findest du einige Berichte von Veranstaltungen, die ich besucht habe. Dass Brandon Sanderson mein Highlight war, braucht dabei wohl nicht extra betont zu werden. Ich habe auf einen zusammenfassenden Post verzichtet, da er vieles von dem wiederholt hätte, was ich ohnehin schon geschrieben habe.

Was ich aber auf jeden Fall noch erwähnen möchte, ist mein Buchmesse-Abschluss am Sonntag Abend. Recht kurzfristig habe ich erfahren, dass im Theater Westflügel in Leipzig der Hobbit als Puppentheater aufgeführt wurde. Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen! Es war wirklich sehr, sehr schön. Die Darsteller waren zwei Schauspieler, ihre Puppen und eine Musikerin. Das ganze Stück war sehr spartanisch eingerichtet und auf ein Minimum an Requisiten reduziert; wahrscheinlich auch, weil das Budget nicht das größte war. Umso verblüffender und beeindruckender fand ich es, dass das Theaterstück unglaublich bildhaft war. Ich war von Anfang an voll drin; wahrscheinlich war ich fast noch begeisterter als die ganzen Kinder, die da mit drin waren. Die Puppen fand ich von der Machart her nicht so schön, aber alles andere war einfach klasse. Besonders haben mir die Orks gefallen, die wirklich sehr gruselig waren, und Gandalfs Blitz in der Höhle, als sie entführt werden, der unheimlich hell war und uns alle total erschreckt hatte. Und Smaug erst! Er war eigentlich nur eine rote Lampe, die so abgeblendet worden war, dass es aussah, als öffne und schließe sich ein riesiges Auge. Da die Vorrichtung aber hinter einer großen schwarzen Leinwand war, wirkte das ganze richtig cool! Ehrlich gesagt bedurfte es auch gar nicht des ganzen quietschbunten Firlefanzes wie in den Filmen, weil das Stück so gut inszeniert war, das man sich alles supergut vorstellen konnte. Ich fand es einfach großartig, dass das Stück sich sehr nach an das Buch hielt (wenn auch die scheußliche Übersetzung vom Scherf zugrunde lag) und sich nicht von den Filmen inspirieren ließ.

Apropos Tolkien: Ich war während der Messe recht häufig beim Stand der Deutschen Tolkien Gesellschaft zu Gast. Im Austausch gegen Lembas hatte ich recht viel looten dürfen. Und außerdem habe ich beim Gewinnspiel gewonnen! Oh My Gooood! Ich hab noch nie was gewonnen, und dann ausgerechnet das Große Hobbit-Buch, auf das ich ohnehin schon ein Auge geworfen hatte! So geil einfach! Außerdem war am 25. März, also am Messesamstag der Tolkien-Lesetag, bei dem ich auch mitgemacht habe. Ich habe Elronds Monolog beim Ringrat vorgelesen, weil ich, wie man vielleicht weiß, Elrond sehr mag und das eine etwas längere Passage mit ihm war, sie sich auch lohnte zu lesen. Dafür gab es auch eine kleine Belohnung: die Karte von Beleriand, illustriert von John Howe (auf die ich auch schon ein Auge geworfen hatte).

Wie ganz oben erwähnt, bin ich gerade im Konzert, wenn dieser Post erscheint; ich schreibe die Monatsrückblicke über den Monat verteilt immer vor. Wegen Buchmesse und Konzert mussten diesen Monat auch zwei Freitagsproben ausfallen. Wenn ich dann am Samstag meinen Rausch ausgeschlafen habe und hoffentlich meinen Kopf trotz exzessivem Headbangen noch heben kann, werde ich hier noch ein paar Zeilen zum Konzert ergänzen. Übrigens: Ich hab keine Songtexte gelernt, da es bei mir eh nur in Gebrüll endet.

Konzertnachtrag: Wie ich gestern lernte, ist das Hellraiser ein kleiner Schuppen im Leipziger Wilden Westen. Na gut, nicht ganz so wild, das wirkte eher wie eine Gegend, wo vorwiegend Rentner wohnen. Umso lustiger fand ich es im Vorfeld, dass die Sonne schien, die eine oder andere ältere Dame vorbei spazierte, die Vögel zwitscherten und manch ein Grufti-Konzertbesucher vorbeizog. Dieser Gegensatz war einfach herrlich! Am Ende war eine Gruppe von etwa 30 Mann  bedeutend eher da, was ich persönlich ganz angenehm fand, da es so kein Hauen und Stechen um die besten Plätze gab.

Ich hatte mir übrigend einen Platz in der ersten Reihe in guter Position vor der Bühne ergattern können. Solche Konzerte machen für mich anders keinen Sinn (und es ist immer noch awesome, dass mir das selbst bei Nightwish gelungen war; Beine in den Bauch stehen lohnt sich). Im Moshpit hab ich mit meinem Fliegenkampfgewicht Null Chance und weiter hinten sehe ich nichts mehr, weil jeder andere Mensch in diesem Raum größer ist als ich.

Die Vorband war The Haunted, die ich davor nicht kannte. Die Band war ganz ok, ohne Sänger hätte es glaube mehr Spaß gemacht. Das Bewegen dazu ging bei mir sogar etwas über ruhiges Nicken hinaus. Es gab jedoch einen Besucher, der sich recht schnell einen komfortablen Platz erkämpften konnte, da alle anderen Sicherheitsabstand zu ihm hielten. Dummerweise betrug sein Kampfgewicht locker das Doppelte von meinem, er stand direkt hinter mir und ich hatte regelmäßig seinen Baum im Kreuz wenn nicht gar im Nacken. Das war dann irgendwie nicht so cool, denn nach vorn ausweichen ging bei mir nicht, da war die Absperrung ...

Wenigstens ging er nach der Vorband. Es gibt echt Leute, die sich für die Vorband eine Konzertkarte kaufen? Okay?

Arch Enemy selbst waren natürlich großartig. Lieder wie »Ravenous«, »Black Flag«, »As the Pages Burn« oder »Avallanche« (mein persönlicher Liebling) machen unheimlich Stimmung. Dummerweise merkte ich schon während des Konzerts, wie mein Nacken anfing zu schmerzen; ernsthaft, wie können Leute headbangen ohne einen steifen Hals zu bekommen? Was mache ich falsch? Aber die Energie des Abends war einfach so großartig, irgendwie ging es dann doch immer weiter. Alissa verlangt einem echt alles ab 😌 Die Frau ist einfach unglaublich! Es macht so viel Spaß, mit ihr ein Konzert zu erleben!

Das war übrigens schon bei Nightwish so. Sie waren Dezember 2015 in der Arena Leipzig, ganz dekadent mit gleich zwei Vorbands. Ich hatte mir vorgenommen, meine Kräfte zu sparen, um dann bei Nightwish selbst so richtig abgehen zu können (war immerhin das erste Mal, dass ich meine Lieblingsband live sah, was schon sehr cool war, ungefähr mit Brandon Sanderson zu vergleichen). Bei Amorphis klappte das supper, gediegenes Nicken. Bei Arch Enemy, die die zweite Vorband waren und die ich da kennenlernte, keine Chance. Alissa stürmte die Bühne und es war aus und vorbei mit dem gemütlichen Schunkeln. Entsprechend hatte ich mich gefreut, nun endlich ein ganzes Konzert mit ihnen erleben zu dürfen, und es hatte sooo viel Spaß gemacht! Mir tut jetzt zwar jeder Knochen weh, nicht zuletzt auch, da ich auch die weiteren Auswirkungen des Moshpits inklusive eines Crowdsurfers in meinem Kreuz erleben durfte. Aber das war es wert.


Auf der Liste standen diesen Monat:
  • Brown, Dan: Inferno ✔️
  • Corvus, Robert: Feuer der Leere ✔️
  • Dick, Philip K.: Marsianischer Zeitsturz ✔️
  • Green, Simon R.: Das Regenbogenschwert (Der Dämonenkrieg #1) ❌
  • Green, Simon R.: Unter dem Blauen Mond (Der Dämonenkrieg #2) ❌
  • Hardebusch, Christoph: Schattenkaiser (Schattenkaiser #1) ✔️
  • Martin, George R.R.: A Clash of Kings (A Song of Ice and Fire #2) ❌
  • Miller, Karen: The Innocent Mage (Kingmaker, Kingbreaker #1) ✔️
  • Miller, Karen: The Awakened Mage (Kingmaker, Kingbreaker #2) ❌
  • Pratchett, Terry: Ab die Post (Scheibenwelt #33) ✔️
  • Tolkien, J.R.R.: Beowulf: A Translation and Commentay ❌

Gelesen habe ich:

Dick, Philip K.: Marsianischer Zeitsturz

Was habe ich hier eigentlich gerade gelesen? Am Ende war es nicht so verwirrend wie »Ubik«, aber irgendwie weitaus abgedrehter. Das fing dabei total harmlos an mit dem Leben von Kolonisten auf dem Mars, was ich sehr interessant fand. Ihre Alltagsnöte, die politische Lage, wie mit Kolonien auf dem Mars umgegangen wird und wie der Alltag der Kolonisten so aussieht. Aber ganz klammheimlich und ganz unbemerkt wurde das Buch abgedrehter und abgedrehter. Es ging um Schizophrenie und aus der Warte heraus war das wirklich sehr gut. Irgendwie auch faszinierend. Leider hatte ich dennoch irgendwo den Faden verloren.

Die Rezension kann man hier lesen.

Brown, Dan: Inferno (Robert Langdon #4)

Irgendwie sind die Langdon-Romane dann doch immer dasselbe. Langdon stolpert mitten in die Katastrophe hinein, muss irgendwelche Symbole entschlüsseln und rettet als Professor eines totalen Orchideenfachs die Welt. Und irgendwie ist es immer dennoch spannend. »Inferno« konnte mich über kurz oder lang dann doch nicht so sehr fesseln, aber das Grundthema mit der Seuche und der Überpopulation hatte in meinem Umfeld doch einige spannende Diskussionen auf Grundlage des Buches angeregt, dass dann doch wieder positiv gewesen war,

Die Rezension kann man hier lesen.

Pratchett, Terry: Ab die Post (Scheibenwelt #33)

Es gibt einfach Bücher, bei denen ich meinungslos bin. Das hier ist so eines. Ein bisschen was hätte ich schon dazu zu sagen, so ist es nicht, aber viel ist es nicht. Zuerst einmal war ich erstaunt, dass das Buch Kapitel hat, weil ich das von Scheibenwelt-Romanen nicht gewöhnt bin. Das zweite, was mich erstaunte, war der vergleichsweise ernste Ton. Sicher, irgendwie war es noch immer liebenswerd kurios mit den Junor-Postboten, die allesamt schon rüstige Herren sind, aber es war doch nicht so vollkommen schräg und absurd, wie man meinen möchte. Es ging hier um eine ernste Sache, das Aufwirtschaften des desolaten Postamtes in Konkurrenz eines anderen Nachrichtensystems, die auch in einem für die Scheibenwelt verblüffend ernsten Ton wiedergegeben wurde. Die Charaktere machen eine Entwicklung durch, Tod hat auch einen kleinen Auftritt, was mich freute, aber im Großen und Ganzen hinterließ das Buch dennoch keine allzu prägenden Erinnerungen.

Eine Rezension dazu wird es nicht geben.

Corvus, Robert: Feuer der Leere

Robert Corvus lese ich mittlerweile sehr gern, nachdem mich »Grauwacht« so sehr überzeugen konnte und ich auch die Schwertfeuer-Saga sehr mag; »Drachenmahr« ist natürlich auch schon längst ins Auge gefasst. Da ich momentan immer noch nach Science Fiction Empfehlungen suche (please, please more of it!), konnte ich an diesem Buch natürlich nicht vorbei gehen. Dann hörte ich auch noch, dass Corvus genau diesen Titel auf der Messe vorstellt, war ich natürlich sofort Feuer und Flamme. Da ich bei Leipzig lauscht dieses Jahr sozusagen ehrenamtlich und nicht als Teil meines Studiums mitmache, fiel meine Wahl auf diese Veranstaltung. Das Buch traf ein, ich krallte es mir, verschlang es und war glücklich. Bis auf ein paar Mängel bei den Charakteren und ein zwei Schwächen in der Handlung ist das Buch sehr toll und unbedingt zu empfehlen!

Die Rezension kann man hier lesen. Die Lesung kann man hier nacherleben.

Hardebusch, Christoph: Schattenkaiser (Schattenkaiser #1)

Es war mein erstes Buch, das ich von diesem Autoren gelesen habe, ist mir aufgefallen; davor kannte ich nur eine Kurzgeschichte von ihm. Ich finde es ein wenig schade, dass mir das Buch am Ende nicht in bleibender Erinnerung blieb. Es war ein Fall von »Es existiert halt«. Auf Goodreads habe ich dem Buch dennoch noch gerade so drei Sterne gegeben, jedoch mit Tendenz hin zu zwei. Man kann sagen, dass es sich wirklich flott liest, aber davon bleibt einfach nichts hängen. Das Buch rauschte an mir vorbei und wollte keinerlei Eindruck hinterlassen. Scheint wohl eine graue Maus zu sein ... Was jedoch blieb, ist das positive Empfinden, dass der Prolog des Buches wirklich spannend war und mir die Idee fiel, sich an die Kultur des byzantinischen Reiches anzulehnen. Und man merkt wahrscheinlich, wie sehr sich das hier an den Haaren herbeigezogen fühlt, um überhaupt drei Sätze zu dem Buch zu sagen.

Die Rezension kann man hier lesen. Die Lesung kann man hier nacherleben.

Miller, Karen: The Innocent Mage (Kingmaker, Kingbreaker #1)

Vor Jahren war dieses Buch, glaube ich, recht im Gespräch. Jedenfalls hatte ich es gefühlt überall in den Buchläden gesehen, und damals klang es auch noch cool. Ich war daher ganz froh, als ich es in einem Antiquariat fand, das cool genug war, nebst einem Haufen anderer cooler Bücher auch englische Bücher zu führen; da hatte ich gerade begonnen, vermehrt englisch zu lesen. Nun ja, also wanderte es in meine Tasche, staubte bis vor kurzem auf meinem StuB herum und wurde dann entstaubt. Über die ersten 350 Seiten habe ich es jedoch nicht hinaus geschafft. Die Erwartungen waren mittlerweile nicht mehr so groß, aber dennoch: Es war einfach langweilig. Das Buch konnte mich so absolut gar nicht packen, den Hauptcharakter hätte ich am liebsten geohrfeigt, und die Dialoge waren mitunter ebenfalls sehr mau. Nun ja, jedenfalls gebe ich jetzt meine Exemplare der Reihe (ich hatte mir damals gleich beide gekauft) an einen willigen Abnehmer weiter, der vielleicht daran mehr Freude hat. Schaut im Shop vorbei.

Die Rezension kann man hier lesen.

Die Statistik
  • StuB zu Beginn des Monats: 69 Bücher
  • StuB am Ende des Monats: 68 Bücher
  • Neuzuwachs: 8 Bücher
  • Gelesen: 6 Bücher
  • Gelesene Seiten: 2655 Seiten

Kommentare:

  1. Guten Morgen!

    Wow! Das war ja ein voll gepackter Monat! Und die Glücksfee hat sich auch viel Zeit für dich genommen! Als Tolkien Fan ja ein absoluter Traum ♥

    Von deinen gelesenen Büchern kenne ich Inferno, das mich leider enttäuscht hatte. Ich fand den den schwächsten Band der Reihe. Dafür ist Ab die Post eins meiner Lieblinge aus den Scheibenweltromanen - ich hab zwar viele Lieblinge aus der Reihe *lach* aber ich fand das Buch wirklich genial! Und auch der Film wurde super umgesetzt! Da dürften sie gerne noch mehr machen :D

    Ich hoffe du hattest ein tolles Konzert und ich wünsch dir ein schönes Wochenende!

    Liebste Grüße, Aleshanee
    Mein Monatsrückblick

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    1. Kam mir eigentlich gar nicht so viel vor :D War halt das eine Wochenende mit der Buchmesse, aber ansonsten ... Gestern noch das Konzert (ich bin jetzt noch gewasted), Anfang des Monats Panik, die Hausarbeit fertig zu schreiben und das wars.

      Da gibt es einen Film zu? Wusste ich gar nicht! Muss ich glatt mal suchen!

      Liebe Grüße :)

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