Emotionen sind das, was uns menschlich macht, uns Wärme geben
und uns von den Eisdrachen und anderen Kreaturen des Winters unterscheidet.
George R.R. Martin, zu Recht als amerikanischer Tolkien
betitelt, erzählt in „The Ice Dragon“ die Geschichte des Winterkindes Adara.
Sie lebt mit ihrer Familie im Norden auf einem einfachen Bauernhof. Als sie
geboren worden war, herrschte einer der kältesten Winter seit vielen Jahren,
und ebenso kalt ist auch sie. Sie lacht nicht, sie weint nicht, und wenn der
Frost klirrt und alle sich vor den warmen Kamin drängen, fühlt sie sich in der
Kälte des Winters am wohlsten. Sie ist zudem der einzige Mensch, der jemals
einen Eisdrachen berührt oder gar geritten hat. Als feindliche Drachenreiter
das Königreich angreifen und auch ihre Familie bedrohen, ist diese Verbindung
vielleicht das einzige, was sie noch retten kann.

