Denn ich fresse nicht nur Jungfrauen!
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Dienstag, 24. März 2026

Rezension: Das Licht ungewöhnlicher Sterne von Ryka Aoki


Wenn es ein Buch gibt, das mein Herz zum Singen bringt, dann ist es »Das Licht ungewöhnlicher Sterne« von Ryka Aoki. Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte, aber ganz gewiss nicht eine Geschichte, die mich sprichwörtlich zum Weinen bringt mit ihrer Schönheit.

»Einst war Shizuka Satomi ein Star, heute ist sie die gefragteste Geigenlehrerin der Welt. Wer bei ihr studiert, dem ist eine glänzende Karriere gewiss. Niemand ahnt, dass Shizuka einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat: Sieben Musikerseelen muss sie ihm bringen. Sechs davon hat sie bereits der Hölle übergeben. Nur mit der siebten will es nicht klappen, und langsam läuft Shizuka die Zeit davon. Als sie eines Tages das Geigenspiel der jungen Katrina hört, ist Shizuka sich sicher, die letzte Seele gefunden zu haben. Doch dann begegnet Shizuka der geheimnisvollen Lan Tran, die von geradezu außerirdischer Schönheit ist, und mit einem Mal werden all ihre Pläne über den Haufen geworfen. Es ist der Beginn eines mitreißenden Abenteuers voll Magie und Hoffnung. Eines Abenteuers, das zeigt, dass man für die Liebe manchmal ganze Sternensysteme überwinden muss ...«
(Quelle: Klappentext)

Montag, 23. Juni 2025

Rezension: Kein Entkommen (After Eden #2) von Mika D. Mon & Loki Feilon

© Heartcraft Verlag

Willkommen zurück in Staubhausen! Ich habe mich sehr gefreut, als ich Band 2 »Kein Entkommen« endlich in Händen halten durfte. Weiter geht’s mit meinen liebsten dysfunktionalen Chaoten auf ihrem Weg zur Rache an niemand geringerem als Gott und dabei auch auf wem Weg zu sich selbst.

Als Eden fiel, verließ Gott die Welt und verfluchte sie. Die rebellierenden Engel verwandelte er in Dämonen – die sieben Todsünden – und sperrte sie in Slayer. Menschen, dazu verdammt, zu töten und Leid zu bringen.

Nemesis – Nach Jahrtausenden wollte er endlich aufstehen und kämpfen. Anscheinend eine ziemlich blöde Idee. Denn sie hat nicht nur sein Leben in die Hölle verwandelt, sondern auch das tausender Unschuldiger.

Gabriel – Er kehrt aus dem Apex zurück und die Welt steht in Flammen. Dabei hat er keine Ahnung, wie er all diese Brände löschen soll. Kann man die zwei Chaoten wirklich keine fünf Minuten alleine lassen?

Isaiah – Es ist gar nicht leicht, die Welt zu retten. Oder ein guter Mensch zu sein. Wieso sieht das in Filmen immer so einfach aus? Egal. Er wird das hinkriegen und diesen grausamen Fluch brechen!

John – Alte Wunden tun immer weh. Diese eine ganz besonders und vielleicht wird sie ihn umbringen. Aber ist die Vergangenheit es wert, eine unbekannte Zukunft wegzuwerfen?

Zero – Licht und Schatten könnten unterschiedlicher nicht sein. Trotzdem brauchen sie ausgerechnet einander, um zu existieren. Aber braucht ihn noch irgendjemand? Und wieso ist es so verdammt schwierig, eigene Entscheidungen zu treffen?

(Quelle: Klappentext)

Sonntag, 25. Mai 2025

Rezension: The Inheritance Trilogy von N.K. Jemisin (#1-#3)


Nach der Broken Earth Trilogy ist N.K. Jemisin auch für ihre Inheritance Trilogie bekannt, ihre erste große Veröffentlichung, mit der sie sich als Größe in der Amerikanischen Phantastik etabliert hatte. Nachdem ich die Omnibus Ausgabe las, kann ich sagen: Sowas von zu Recht!

Die Arameri sind eine Familie mit absoluter Macht über die gesamte Welt. Nach den Götterkriegen gelang es ihnen, die Enefadeh einzufangen, eine Gruppe von Göttern und Gottlingen, die im Krieg gegen Itempas standen, den Bright Lord, der von den Arameri verehrt wird und der ihnen ihre Legitimation zum Herrschen gibt. Fortan waren die Enefadeh die Sklaven der Arameri, mit denen die Familie alle anderen Reiche unterwarf und ihnen ihren Glauben aufzwang. Für Yeine ist damit jetzt Schluss, als ihre Mutter von der Familie ermordet wird, nachdem sie aus dem inneren Kreis der Familie verbannt wurde für das Verbrechen, einen Außenstehenden zu lieben.

Freitag, 25. April 2025

Rezension: Das Erwachen (After Eden #1) von Mika D. Mon & Loki Feilon

© Heartcraft Verlag

After Eden ist die zweite Reihe des Autor*innenduos hinter Mika D. Mon sowie Loki Feilon, die auf der LBM 25 am Stand des Heartcraft Verlags recht prominent beworben wurde und die meine Aufmerksamkeit erweckte. »Das Erwachen« ist der erste Band, und was hier erwacht, hat es ganz schön in sich.

»Sieben Todsünden. Sieben grausame Schicksale. Ein Fluch, der sie eint.

Als Eden fiel, verließ Gott die Welt und verfluchte sie. Die rebellierenden Engel verwandelte er in Dämonen – die sieben Todsünden – und sperrte sie in Slayer. Menschen, dazu verdammt, zu töten und Leid zu bringen.

Nemesis – Nach sechzehntausend Jahren als Slayer hat er die Schnauze gestrichen voll. Sollen die himmlischen Speichellecker doch kommen und endlich vollbringen, woran alle vor ihnen gescheitert sind!

Zero – Verdammte Verräter! Er wird sie finden. Sie töten. Und alle, die ihm in die Quere kommen, wird er im Namen des Himmels vernichten.

Gabriel – Wieso will Gott die Todsünden plötzlich auslöschen? Sind sie nicht noch immer Brüder und Schwestern des Himmels? Sie sind nicht verloren – nur gefallen! Und er wird ihnen das Fliegen wieder beibringen.

Isaiah – Das Schicksal kann ihn mal. Ehrlich, es geht mal gar nicht klar, dass die Menschheit über Jahrtausende an einem Fluch leidet. Aber nicht mit ihm. Er wird sich höchstpersönlich darum kümmern, dass dieses Elend ein Ende findet!

John – Erst bestraft Gott die Menschen mit den Todsünden und nun will er sie loswerden? Nein danke. Es ist wohl an der Zeit, ein paar Federn zu rupfen.«

(Quelle: Klappentext)

Donnerstag, 24. April 2025

Rezension: Doomed Again (Hunting the Dark Side of God #1) von Mika D. Mon

© Heartcraft Verlag

Ein weiterer Messefund für mich war »Doomed Again«, der Auftaktband der »Hunting the Dark Side of God« Reihe von Mika D. Mon. Hinter dem Pseudonym verbirgt sich das Autorinnenduo Kim und Kad, die sich zusammenfanden und gleich mal ein Imprint gründeten, um über schnuckelige Jungs zu schreiben, die allerhand Abenteuer erleben und dabei auch gelegentlich rumknutschen. Lost Hero Publishing bewirbt ihre Bücher mit dem Slogan »Anime zum Lesen«, richtet sich also an die Zielgruppe, die auch Light Novels und Yaoi lesen.

»Kopfgeldjäger Hiro hat keine Erinnerungen, dafür eine Menge mysteriöser Albträume. Genau wie Ärger. Denn plötzlich tauchen Engel auf und machen ihn für die Apokalypse vor zehn Jahren verantwortlich. Zusammen mit seinem besten Freund Nox, dem sorglosen Hexenmeister mit mehr Geheimnissen als Moral, muss Hiro fliehen und herausfinden, welche Rolle er wirklich spielt. 

Am anderen Ende der Welt plant Seelendieb Veit einen Rachefeldzug gegen Armath, der ihm alles genommen hat. Seine Rasse und vor allem seine große Liebe. Dazu ist ihm jedes Mittel recht. Selbst wenn es bedeutet, Unschuldige zu opfern. Unschuldige wie Yokei. Ein Sklave, der nicht nur mit einem hübschen Gesicht, sondern auch einer viel zu großen Klappe gesegnet ist. Doch wie soll er einen Gott besiegen, wenn der Held aus der Prophezeiung, der es eigentlich können sollte, längst mit der alten Welt untergegangen ist?

Die Jagd beginnt. Das Kopfgeld ist ausgesetzt. Und zwar auf verdammt nochmal Gott

(Quelle: Klappentext)

Montag, 21. April 2025

Rezension: Der Spiegel des Drachen: Weltenwandel von April Wynter

©Spiegelwelt Media

„Der Spiegel des Drachen: Weltenwandel“ von April Wynter ist ein weiterer Roman, der für den besten Indie-Titel beim Seraph 2025 nominiert war und mir bei meinem Besuch der LBM 25 ins Auge gesprungen ist. Ich gestehe: Cooler Drache auf dem Cover lässt mich einen Kauf nicht ganz so lang überdenken.

Eine Assassine, die für ein Leben kämpft.

Ein Einzelgänger, der nach Freiheit strebt.

Eine Hure, die ihre Zukunft sieht.

Und ein Leibwächter, der blind vor Liebe ist.

Der ewige Winter hält das Land Aldaketa gefangen. Erdbeben, Lawinen und Sturmfluten drohen die Bevölkerung auszulöschen. Königin Estrella geht der Legende des Spiegeldrachen nach und entsendet vier Außenseiter, um ein Portal in eine andere Welt zu finden. Auf ihrer Reise ins Gebirge decken die Gefährten lang gehütete Geheimnisse auf, die die Gruppe zu entzweien drohen. Zweifel an ihrer Mission setzen sich fest. Ist ihre Welt vielleicht doch noch zu retten?

Ein episches Fantasy-Abenteuer voller Drachen, Magie und moralisch grauen Charakteren.

(Quelle: Klappentext)

Donnerstag, 10. April 2025

Rezension: Kontakt: Am Abgrund der Zeit von Joshua Tree

„Kontakt: Am Abgrund der Zeit“ von Joshua Tree ist für den Seraph 2025 nominiert. Da mir der Sinn nach Hard Science Fiction mit Erstkontakt stand und mich immer interessiert, was auf der Longlist des Seraph stand, griff ich also kurzerhand auf der LBM 25 zu und ließ den Roman ausnahmsweise auch nicht jahrelang auf meinem Stub gammeln. Es geschehen noch Zeichen und Wunder!

Im unendlichen Nichts des Weltraums erwacht eine einsame Astronautin aus der Kryostase. Etwas ist schiefgegangen. Sie weiß weder wer, noch wo sie ist. Erst nach und nach findet sie heraus, dass sie Teil einer ihr unbekannten Crew war, die mehrere Jahrhunderte lang geschlafen hat. Alle anderen sind tot, in ihren Stasistanks gestorben. Einzig ein beschädigter, aber freundlicher Roboter scheint sich mit ihr an Bord zu befinden. Das Raumschiff ist in einem schlechten Zustand und leidet unter merkwürdigen Türen, die sich öffnen und schließen, Lichter, die flackern. Und es ist in einem fremden Sonnensystem gestrandet, 25 Lichtjahre von seinem Startpunkt entfernt. Als sie mit der Reparatur beginnen will, stößt sie auf einen nicht verzeichneten Frachtraum im Heck, der einen Großteil der Energie verschlingt und sich nicht öffnen lässt. Zeitgleich empfangen die Sensoren ein merkwürdiges Lichtsignal aus den Ringen eines nahen Gasriesen. Ist sie vielleicht doch nicht so allein, wie sie angenommen hatte?

(Quelle: Klappentext)

Sonntag, 30. März 2025

Rezension: To Sleep In A Sea Of Stars (Fractalverse #1) von Christopher Paolini

Ich bin, wie wahrscheinlich sehr viele meiner Generation, mit Eragon aufgewachsen. Die Romane sind nicht so gut gealtert, das gebe ich zu (die Nostalgie bleibt), daher war ich umso gespannter, wie Paolini in all der Zeit sein Schreiben weiterentwickelt hat, als er „To Sleep In A Sea Of Stars“ herausbrachte. Und dabei hat er sowohl die Zielgruppe (der Roman richtet sich an Erwachsene) als auch das Genre (hard science fiction) gewechselt!

Neue Welten zu untersuchen ist alles, wovon die junge Forscherin Kira Navarez jemals geträumt hat. Doch ein harmloser Auftrag auf einem fernen Planeten lässt Kiras Traum zum größten Albtraum der Menschheit werden:

Bei der abschließenden Untersuchung des Planeten, der in Kürze kolonialisiert werden soll, stürzt Kira in eine Felsspalte – und entdeckt etwas, das kein menschliches Auge zuvor erblickt hat. Es wird sie vollständig und für immer verwandeln.

Kira ist allein. Wir sind es nicht. Und wir müssen einen Weg finden, um zu überleben.

(Quelle: Verlagstext)

Samstag, 8. März 2025

Rezension: Sunbearer Duologie (#1-#2) von Aiden Thomas

Aiden Thomas war mir bereits von Cemetery Boy bekannt, die Sunbearer Duologie ist eine weitere YA Fantasy Reihe inspiriert von mexikanischer Mythologie, in der erneut ein junger trans Mann die Hauptrolle spielt. Außerdem ist er der Sohn der Göttin der Vögel, und wie kann ich da noch nein sagen?!

Vor Tausenden von Jahren sind die Gottheiten auf die Erde gekommen, und noch heute leben ihre Nachfahren in Reino del Sol. Um die bösen Mächte zu vertreiben, hat sich Sol, die Sonnen-Gottheit, geopfert – und nun müssen alle zehn Jahre zehn junge Halbgötter in einem großen Wettbewerb gegeneinander antreten, um für die Ehre zu kämpfen, das Licht der Sonne zu tragen. Der siebzehnjährige Teo wird überraschend als einer von ihnen ausgewählt, obwohl er zu den Jades gehört, die auf den Wettkampf nicht vorbereitet werden. Gemeinsam mit seiner besten Freundin Niya und dem Außenseiter Xio will er beweisen, dass sie das Zeug zu Ruhm und Ehre haben. Und auch ihr Leben steht auf dem Spiel – denn wer verliert, wird der Sonne geopfert.

(Quelle: Verlagstext)

Freitag, 7. Februar 2025

Rezension: 7 Sorten Schnee von Juri Pavlovic

Als ich zuerst bei Literatopia von „7 Sorten Schnee“ von Juri Pavlovic las, wusste ich sofort, dass ich diesen Roman lesen musste. Wie praktisch, dass es kurz vor Weihnachten gewesen war und das Buch dann tatsächlich unter dem Weihnachtsbaum lag. Epische Fantasy mit Drachen ist einfach ein Muss!

Wer ein Ritter wird, entscheidet die Herkunft.

Wer ein Ritter ist, entscheidet das Herz.

Idalir, die Stadt aus Stein und Schnee, ist seit tausend Jahren in einen Krieg mit den Drachen verstrickt. Flores, der junge Adelige mit der falschen Herkunft, wünscht sich nichts mehr, als seiner Familie Ehre zu machen. Inmitten eines Drachenangriffs taucht plötzlich ein Fremder auf: Raban, ein Arzt aus dem fernen Abrantes, den die Wissenschaft ins ewige Eis gelockt hat. Kaum angekommen, findet Raban sich in der Rolle des Lichtbringers wieder, eines göttlichen Gesandten, der den Drachenkrieg beenden soll. Flores ist bereit, für den Lichtbringer zu sterben. Doch der will das um keinen Preis zulassen.

Ein queeres Fantasy-Epos vor einer Kulisse aus Eis und Schnee, Schlittenhunden und ritterlicher Ehre, voll großer Gefühle und diverser Lebensentwürfe.

(Verlagstext)

Dienstag, 4. Februar 2025

Rezension: Unbestimmt von Lisa Dröttboom

© ASP Verlag, Grit Richter
Unbestimmt von Lisa Dröttboom fiel mir sofort wegen des in den enby Farben gehaltenen Covers auf, und obwohl die Prämisse nicht die ausgefallenste ist, war die Aussicht auf einen cozy Roman mit einer nonbinären Hauptperson genau das, was ich wollte. Es war auch genau das, was ich bekommen habe.

Vor wenigen Jahrzehnten stürzte das Raumschiff der Pan auf der Erde ab, welche daraufhin mit den Menschen koexistieren mussten. Die Pan haben die besondere Eigenschaft, dass sich ihre DNS ihrer Umgebung anpasst, und die heutige Generation der Pan lässt sich nicht mehr von den Menschen unterscheiden. Ihr einziges Unterscheidungsmerkmal ist lediglich, dass alle Pan ihr Geschlecht wechseln können, wie es ihnen beliebt. Um sich in die Gesellschaft der Menschen einzugliedern, haben sie jedoch zugestimmt, dass sie sich mit dem Erreichen des Erwachsenenalters auf ein Geschlecht festlegen. Gray hat nur noch wenige Wochen bis zum Apfelblütenfest, bei dem junge Pan ihr Geschlecht verkünden, und steht vor dem „Problem“, dass ser sich nicht entscheiden kann. In den Wochen vor dem Fest switcht ser so häufig, dass sich sogar gesundheitliche Probleme ergeben und ser nur noch wenige Male switchen darf. Die Wochen vergehen und Gray findet keine Antwort auf die Frage, was ser wählen soll.

Dienstag, 28. Januar 2025

Rezension: Heavenly Tyrant (Iron Widow #2)

Wu Zetian ist wieder da! Die alte Regierung ist zerschmettert und Qin Zheng aus seinem 200 Jahre dauernden Schlaf erwacht. Gemeinsam richten sie nun ihren Blick zum Himmel und den Göttern.

Nachdem Wu Zetian die alte Regierung mit dem Yellow Dragon zerschmettert hat, dabei jedoch Li Shimin an die Götter verlor, findet sie sich nun an der Seite Qin Zhengs als seine Kaiserin wieder. Sie beide führen eine Rebellion gegen die Überbleibsel der alten Weltordnung an, um eine neue, kommunistische Staatsordnung (mit einem Kaiserpaar an der Spitze) zu etablieren. Doch sie beide wissen, dass die Menschen erst dann wirklich frei sein können, wenn sie die Götter selbst stürzen.

Mittwoch, 4. Oktober 2023

Rezension: How to Vex a Vampire (Vampire Related Crimes #1) von Alice Winters

Insgeheim ist yaoi ja schon mein guilty pleasure und neulich hatte es mich einfach gepackt, mal wieder eine mlm Story zu lesen. Mit Vampiren. Eine befreundete Person empfahl mir „How to Vex a Vampire“ von Alice Winters, und es war eine sehr gute Empfehlung!

Der Roman ist der Auftakt der VRC: der Vampire Related Crimes Serie, in der es mit wechselnder Besetzung immer irgendwie um Kriminalfälle und Vampire geht – und eben zwei sexy Männer, die sich ineinander verlieben. Manchmal muss es nicht deeper als das sein, ich gestehe. Der erste Teil handelt vom Menschen Finn und seinem vampirischen Partner in crime Marcus. Finn will unbedingt in die VRC-Abteilung der Polizei, die eigentlich zu 100% mit Vampiren besetzt ist, da diese sich mit Kriminalfällen befassen, die irgendwie Vampire involvieren. Ihm wird Marcus als Partner zugeteilt, der davon zunächst überhaupt nicht begeistert ist. Gemeinsam machen sie sich daran aufzudecken, wer Zwist zwischen Vampiren und Menschen sähen will und, wie soll es anders sein, kommen sich dabei langsam näher.

Rezension: Mitternacht von Christoph Marzi

Christoph Marzi gehörte in meinen Jugendjahren zu meinen Lieblingsautoren. In den letzten Jahren musste ich jedoch feststellen, dass seine Uralten Metropolen leider nicht gut gealtert sind. Aber wie sieht es mit seinen neueren Werken aus? Also schnappte ich mir „Mitternacht“ und begab mich erneut nach London.

Nicholas lebt ein typisches Stundentenleben: Irgendwie über die Runden kommen, mal dieser, mal jener schlecht bezahlte Stundentenjob und generell das Leben locker sehen. Umso mehr wirft es ihn aus der Bahn, als er sich plötzlich in einem alternativen London wiederfindet und dann auch noch lernen muss, dass in diesem London die Geister der Verstorbenen verweilen, bis in der Welt der Lebenden sich niemand mehr an sie erinnert und sie verblassen. Jemand im Verborgenen versucht jedoch, aus dem Reich der Toten heraus Einfluss auf die Welt der Lebenden zu nehmen und Nicholas mit seiner Fähigkeit, zwischen den Welten zu wechseln ist vielleicht der einzige, der die Geschehnisse zum Guten wenden kann.

Donnerstag, 21. September 2023

Rezension: Tress of the Emerald Sea (Secret Project #1) von Brandon Sanderson

Zeit + Brandon = Bücher ist wohl eine Gleichung, die den meisten seiner Fans mittlerweile geläufig sein dürfte. Wie wir nun wissen, lassen wir Brando Sando besser nicht allein, oder er kommt eines Tages mit etwas, dass er uns „mit Bedauern“ mitteilen muss, um dann nicht nur ein oder zwei oder gar drei, sondern gleich vier Manuskripte auf den Tisch zu packen. Zugegeben, ich habe selten so gelacht wie bei seiner Ankündigung für seine Crowdfunding Kampagne für seine vier Secret Projects. Was ein Brando Sando eben so tut, wenn er während der ganzen Lockdowns plötzlich sehr viel Zeit hat: schreiben. Das erste der Projekte, die währenddessen entstanden sind, ist „Tress Of The Emerald Sea“.

Tress lebt in der Emerald Sea auf dem Planeten Lumar, auf dem die Meere aus gefährlichen Sporen bestehen. Kommen sie mit einem Katalysator, in diesem Fall Wasser, in Verbindung, beginnen sie explosionsartig zu wachsen. Einige Sporenarten wachsen dabei zu Ranken an, andere bilden tödliche Pfähle und wiederum andere bilden sogar so etwas wie eine Proto-Intelligenz aus und können Lebewesen nachbilden. Als Tress‘ Liebhaber Charlie verschwindet, beschließt sie, ihn aus den Fängen der Zauberin zu retten, die ihn festhält. Dabei ist Tress selbst doch eigentlich nur ein Mädchen aus einfachen Verhältnissen, das die Fenster im Herrenhaus des Duke wäscht. Tress, die noch nie ihre Heimat verlassen hat, begibt sich auf eine gefährliche Reise auf Meeren, die noch nie jemand zuvor gesegelt ist, und findet dabei viele unerwartete und neue Freunde, mit dabei die sprechende Ratte Huck.

Donnerstag, 17. August 2023

Rezension: Storm of Wings (Dragonmaster #1) von Chris Bunch


Irgendwann einmal in grauer Vorzeit, ich weiß schon gar nicht mehr, wie lang es her ist, fiel mir „Storm of Wings“ von Chris Bunch in die Hände, der erste Teil der Dragonmaster Trilogie, eine Fantasy-Reihe aus den frühen 2000ern. Mit Drachen kriegt mensch mich immer, egal wie wenig reizvoll die Prämisse erst einmal klingt. Was das angeht, bin ich wohl recht vorhersehbar, ahem. Dann bleibt nur die Frage, ob das Buch auch wirklich etwas taugt.

Hal Kailas ist der Sohn von armen Bergarbeitern irgendwo im Nirgendwo. Was seine Gegend neben Erzen jedoch auch hat, sind Drachen, die Kal schon von Kindheit an faszinieren. Er weiß: Sein Schicksal liegt nicht unter der Erde, sondern hoch in den Himmeln. Als Krieg über das Land hereinbricht, wird Hal eingezogen und schafft es irgendwie, die Infanterie zu überleben. Eine neue Waffe soll die Kriegstreiberei endgültig verändern, denn erstmals werden Drachen von Menschen geritten und in die Schlacht geführt. Hal ist fest entschlossen, einer von jenen Drachenreitern zu werden.

Montag, 8. Mai 2023

Rezension: Plastikefeu hält sich gut von Tristan Lánstad

Bereits Anfang des Jahres hatte ich mit Tristan ein Interview zu seinem neuen Roman Plastikefeu hält sich gut geführt, und zugegeben, es hatte mich selbst neugierig gemacht. Außerdem passte der Roman thematisch wie die Faust aufs Auge zu meiner gegenwärtigen Recherche zur Repräsentation von trans Personen in Literatur. Win win! Und wer wäre ich, würde ich zu queeren BDSM-Szenen nein sagen *zwinki zwonki*

In der Corona-Pandemie stehen plötzlich Virolog*innen im Blickfeld der Öffentlichkeit, was auch allerlei negative Auswirkungen hat. Als der Virologe Marian fürchtet, dass es nicht mehr nur bei Drohbriefen bleibt, engagiert er den freiberuflichen Personenschützer Kay. Während die Bedrohungslage immer konreter wird, merkt Kay gleichzeitig, wie er sich mehr und mehr von Marian angezogen fühlt. Er versucht, die berufliche Distanz zu wahren, doch es wird immer schwerer.

Sonntag, 7. Mai 2023

Rezension: Not Your Type (Love is Queer #1) von Alicia Zett

Was bin ich hier lesend? Ohne Umschweife: Ist das ein Totalausfall in Form von verschwendetem Papier und Druckerschwärze? Ja. Ja, ist es. Ich habe „Not Your Type“ vor allem aus Recherchegründen gelesen, weil Romance normalerweise nicht mein Genre ist. Trotzdem war ich neugierig, immerhin geht es hier um einen transmaskulinen Protagonisten. Wir sind schon unsichtbar genug im Diskurs. Eigentlich schön, Menschen wie mich hin und wieder doch in der Literatur repräsentiert zu sehen. Umso schmerzhafter war dieser Schlag ins Gesicht in Form von 367 Seiten voller Unsensibilität.

Marie ist in ihrem Kommilitonen Fynn verliebt, kriegt es aber nicht auf die Reihe, ihn mal anzusprechen. Das muss erst ihr Kumpel Joon für sie übernehmen, der einige Wochen später Fynn anschleppt, als Maries Freundesgruppe auf einen Roadtripp nach Italien aufbrechen will. Warum Fynn so plötzlich aus seinem Schneckenhaus kommt, ist nicht ganz klar, denn eigentlich soll niemand wissen, dass er trans ist. So einer wie er kann nicht geliebt werden, denkt er. Zum Glück ist das cis Mädchen zur Stelle, um ihn vom Gegenteil zu überzeugen!

Sonntag, 15. Januar 2023

Rezension: Identitti von Mithu Sanyal

»Identität bestimmt nicht die Dinge, die wir tun, wohl aber die Dinge, die andere Menschen uns antun.« (S. 410)

Es gibt sie noch, die Romane, die das eigene Weltbild völlig auf den Kopf stellen. »Identitti« von Mithu Sanyal ist ein solcher. Gleich, nachdem ich den Roman ausgelesen hatte, was ich zum PC gehechtet, um diese Zeilen hier zu tippen, um das Gefühl, das der Roman in mir erzeugt hat, nicht zu verlieren. Er arbeitet in mir, seit Tagen schon. Die Geschichte hat ein Themenfeld für mich geöffnet, das völlig konträr zu dem steht, was ich bis dato annahm.

Skandal! Die berühmte Professorin Saraswati ist in Wahrheit weiß und hat allen ihre indische Identität nur vorgelogen. Ist es überhaupt eine Lüge? Ihre Studentin Nivedita jedenfalls ist schockiert über die Enthüllung, sie fühlt sich betrogen und hintergangen. Sofort begibt sie sich zu ihrer Professorin, um Antworten zu erlangen. Antworten auf die Frage, warum Saraswati getan hat, was sie getan hat, aber auch, um sich selbst und ihre verworrene Identität zu finden.

Mittwoch, 30. November 2022

Rezension: Iron Widow (Iron Widow #1) von Xiran Jay Zhao

Wuxia und actiongeladene Mecha Kämpfe in einem? Da bin ich dabei! Mit „Iron Widow“ legt Xiran Jay Zhao ein Debüt hin, das sich sehen lässt, eine beeindruckende Reimagination der chinesischen Zhou Dynastie.

In Hualia werden junge Mädchen auf ihre geistige Stärke hin getestet, und ist diese hoch genug, werden sie als Konkubine mit einem männlichen Piloten zusammen in einen Chrysalis genannten Mecha gesetzt, gigantische Kampfmaschinen, die das Kaiserreich von den Aliens jenseits der Großen Mauer beschützen sollen. Sie sind die einzige Waffe der Menschheit gegen die Invasoren aus dem All. In den allermeisten Fällen überleben die Mädchen diese Einsätze nicht.
Wu Zetian ist ein solches Mädchen. Ihre ältere Schwester wurde von einem der angesehensten Piloten der Gegenwart getötet, und Wu Zetian schwört nun blutige Rache. Sie schreibt sich als Konkubine ein und kann den Mörder ihrer Schwester stellen. Sie tötet in ihn seiner Chrysalis und wird so zur gefürchteten Iron Widow, eine Pilotin, die männliche Piloten tötet, um den Mecha zu steuern, statt umgekehrt. Doch damit fängt ihr Kampf erst an. Wu Zetian hat Geschmack an Macht gefunden und will sie nun nicht mehr so schnell hergeben.