Denn ich fresse nicht nur Jungfrauen!

Podcast

Ich bin zusammen mit einer Freundin unter die Podcaster gegangen. Wir quatschen rund um SFF und unsere wolligen Projekte. Zum Podcast geht es hier entlang!

Dienstag, 10. November 2020

Gute und schlechte Könige und was Moash wirklich falsch gemacht hat

Der folgende Text enthält Spoiler für The Way of Kings, Words of Radiance und Oathbringer, bezieht aber keine Inhalte aus Rythm of War mit ein.


"Moash did nothing wrong!" So geht ein geflügeltes Wort im Stormlight-Fandom. Moash ist ein sehr zwiespaltiger Charakter: Entweder man hasst ihn oder ist eben der Meinung, dass er ja nichts falsch gemacht habe, als er Elhokar tötete. Wie so oft im Leben ist die Antwort darauf, ob das, was Moash tat, richtig oder falsch war, jedoch nicht so einfach. Moash hat nämlich genau eine Sache sehr wohl falsch gemacht.

Bemerkenswert finde ich an der Diskussion, dass in diesem Zusammenhang wenig über Adolin gesprochen wird. Auch Adolin beging in brutaler Selbstjustiz einen Mord, als er Sadeas erstach. Warum aber applaudieren wir Adolin und hassen Moash? Die Antwort liegt im Charakter der Männer, die sie töteten, und in Kaladins dritten Ideal: "I will protect even those I hate, so long as it is right."

Daraus ergibt sich natürlich die Frage, was denn nun richtig ist und was nicht. Syl macht sehr deutlich, dass es falsch ist Elhokar nach dem Leben zu trachten. Kaladin erkennt dies schließlich auch. Er sei kein Skybreaker, wie Syl wiederholt sagt. Seine Aufgabe als Windrunner ist es nicht zu urteilen und das Urteil auszuführen, sondern zu beschützen. Ich bin mir sicher, dass Syl es ebenfalls nicht begrüßt hätte, wenn Kaladin auch Sadeas nach dem Leben getrachtet hätte, bevor er sein drittes Ideal geschworen hat (danach sowieso nicht mehr). Dazu kam es nie, weil Kaladins primäres Ziel, sobald er nicht mehr in den Brückenmannschaften um das nackte Überleben kämpfen musste, zunächst Amaram gewesen war und Moash danach seinen Fokus auf Elhokar lenkte. 

Doch darum soll es hier nicht gehen. Werfen wir einen Blick auf die beiden getöteten Männer.

Sowohl Elhokar als auch Sadeas haben gemeinsam, dass sie unschuldige Leben auf dem Gewissen haben. Sadeas mit seinem Verrat an Dalinar am Tower, und Elhokar, als er Moashs Großeltern ins Gefängnis warf, wo sie schließlich starben, aber auch, als er Roshone nach Hearthstone verbannte. Sowohl Kaladin als auch Moash haben einen nicht ganz ungerechtfertigten Hass auf alle lighteyes und die Art und Weise, wie leichtfertig diese mit den Leben der darkeyes spielen. Sie haben keinen Sinn dafür, was ihre Aktionen für Auswirkungen auf die kleinen Leute haben. Elhokar hatte ganz gewiss nicht bedacht, welchen Schaden Roshone in Hearthstone anrichten kann, obwohl er ihn ja eigentlich dorthin verbannte, um ihn "unschädlich" zu machen. Shallan illustriert diese Ahnungslosigkeit der lighteyes sehr schön auf ihrem Weg zu den Shattered Plains: "Slavery was a mercy for the lower classes." (Words of Radiance, Kapitel 11) Kaladin hat dazu ganz sicher eine andere Meinung.

Der wichtige Unterschied liegt in der Art und Weise, wie Sadeas und Elhokar zu ihren Taten stehen. Sadeas (wie auch Aramram im Übrigen) ist der festen Überzeugung, das Richtige zu tun. Er glaubt wirklich daran, Dalinar beseitigen zu müssen, um Gavilars Erbe, das Königreich Alethkar, zu erhalten. Im Kern verfolgt Sadeas damit kein schlechtes Ziel, seine Mittel, dieses Ziel auch zu erreichen, sind jedoch definitiv falsch. Brandon macht deutlich, dass der Zweck hier nicht die Mittel heiligt. Sowohl Dalinar als auch Sadeas arbeiten darauf hin, das Reich zu erhalten und stark zu machen. Anders als Sadeas erkennt Dalinar jedoch, dass sie ihren Konflikt auf dem Rücken Unschuldiger austragen. Dalinar geht sogar so weit, sich zu einem Diktator aufzuschwingen und die Macht an sich zu reißen. Er sieht schließlich, was er da tut und dass er damit Elhokar, dem wahren Erbe Gavilars, wortwörtlich den Boden unter den Füßen wegzieht. Er beginnt stattdessen, Elhokar unterstützend unter die Arme zu greifen und ihm den Weg zu Gavilars Erbe zu ebnen. 

Sadeas wählt den Weg über tausende Leichen hinweg. Er weiß ganz genau, welche Folgen sein Verrat haben wird, und kann die Konsequenzen hervorragend abschätzen. Er weiß, wie die Politik der Alethi funktioniert und dass seine Leute es als "Gnade" ansehen würden, dem Blackthorn einen Tod im Kampf zu ermöglichen, statt ihn heimlich zu meucheln. Sadeas nutzt dieses Wissen gezielt, um seine Intrigen zu spinnen und auf sein Ziel hinzuarbeiten. Dass sein Name dem Wort Sadist so sehr ähnelt, ist nicht ganz zufällig und definitiv berechtigt. Er hat in jedem Fall eine Strafe verdient und zugegebener Maßen war es durchaus ein befriedigender Moment, als Adolin ihn ermordet.

Dennoch: Diese Tat ist und bleibt Selbstjustiz. Adolin untergräbt damit die Codes, für die sein Vater so strikt einsteht, und damit auch Dalinars Autorität. Welche Werte haben Dalinars Codes denn noch, wenn sein eigener Sohn und Erbe nicht ebenfalls für diese einsteht? Dies lässt ihn als Scheinheiligen dastehen. Würde jeder die Gerechtigkeit einfordern, von der er glaubt, dass sie ihm zusteht, würde alles in Chaos versinken. Sicher würde es Ialai ebenfalls als gerecht ansehen, wenn Adolin für seine Tat bestraft wird, und so würde sich der Kreis immer weiter fortsetzen. Eben dafür gibt es ja Gesetze, logisch.

Und was Elhokar betrifft: Er ist unbestreitbar ein schlechter König. Es ist bemerkenswert an Brandons Schreiben, dass Elhokar zu Beginn der Reihe kaum auftritt. Er steht wortwörtlich im Schatten seines Onkels. Elhokar ist ein schwacher König, der kaum selbst in Aktion tritt. Elhokar fordert Gehorsam ein aus dem einfachen Grund, weil er sich König nennt. Aber er ist kein König.

Das ändert sich, als er zu begreifen beginnt, dass er ein schlechter König ist. Ab dem Zeitpunkt tritt er auch mehr in Erscheinung. Wiederholt fragt sich Elhokar, was es ist, das Kaladin zum Helden macht, und will, dass er es ihm beibringt. "How do people know what to do? Why don't I know what to do? I was born to this office, given the throne by the Almighty himself! Why would he give me the title, but not the capacity? It defies reason. And yet, everyone seems to know things that I do not. My father could rule even the likes of Sadeas - men loved Gavilar, feared him, and served him all at once. I can't even get a darkeyes to obes a command to come visit the palace! Why doesn't this work? What do I have to do?" (Words of Radiance, Kapitel 80)

Elhokar sieht es als gottgegeben an, dass er herrscht, und ist immer wieder verwundert, dass Leute schlicht nicht tun, was er ihnen befielt. Er zwingt seinen Untertanen seinen Willen auf aus dem einfachen Grund, weil er eine Krone trägt. Und oh Wunder. Das funktioniert natürlich nicht.

Eigentlich verwundert es auch nicht, dass Elhokar ist, wie er ist. Er ist ein schlechter König aus dem einfachen Grund heraus, dass niemand ihn gelehrt hat, ein guter König zu sein. Sein Vater war ein Tyrann und sein Onkel ein brutaler Kriegsherr. Kaum Personen, die man als Vorbild haben sollte. Gavilar hat in diesem Punkt einige Parallelen mit Daenerys Targaryen und ihrer Dracarys-Attitüde. Wie sie lässt er seinen zukünftigen Untertanen genau eine Wahl: In ihrer alten Welt zu sterben oder in seiner neuen zu leben. Er kann die anderen Highprinces nur in wenigen Fälligen auf politischem Wege dazu bringen, ihm zu folgen. In den meisten Fällen nutzt er die brutale Stärke seines Bruders Dalinar. Er nimmt sich, was er will, mit, wie es Dany sagen würde, Feuer und Blut.

Elhokar hat weder die entfesselte Urgewalt des Blackthorn noch den eisernen Willen seines Vaters hinter sich. Stattdessen ist er ein Kind, das nach etwas schreit, einfach weil es das haben will. Er ist eine schwache Führungsfigur, die wenig Autorität besitzt. Sein Reich ist jung und die anderen Highprinces erinnern sich noch zu gut der Zeit, als Alethkar kein vereinigtes Königreich war. Elhokar ist von Beginn an in eine schwierige Situation hineingeboren worden. Sein Vater formte das Reich, doch es ist noch nicht gefestigt. Es wäre Elhokars Aufgabe gewesen, Alethkar zu härten und zu einem Reich zu formen, das die Zeiten übersteht. Statt jedoch zu regieren, zieht er in den Krieg und lässt sein eigenes Reich in den Händen anderer. 

Nach und nach erkennt Elhokar, dass dies ein Fehler war, und hätte er jemals sein zweites Ideal als Lightweaver sprechen können, dann wäre es die Wahrheit gewesen, dass er ein schlechter König ist. Deswegen besteht er darauf, Kholinar selbst zu befreien und den Angriff auf seinen eigenen Palast zu führen. Jetzt ist er auf dem Weg, ein besserer König zu werden.

Wie auch Sadeas muss er für die Fehler, die er begangen hat, einstehen. Anders als Sadeas sieht er nun jedoch, dass er Fehler begangen hat, und will sie wieder gut machen. Er will endlich lernen, die Führungsfigur zu sein, die Alethkar braucht, um zu dem Reich zu wachsen, von den Gavilar geträumt hat.

Moash hat genau eine Sache falsch gemacht: Er hat Elkohar dieser Chance beraubt. Deswegen ist es richtig und gut von Kaladin, sich gegen seinen Freund Moash zu stellen und Elhokar zu schützen, obwohl er für all das steht, was er an den lighteyes hasst. Sowohl Moashs Hass auf Elhokar als auch Adolins Hass auf Sadeas sind absolut berechtigt. Sadeas hatte jedoch seine Chance gehabt und sie willentlich weggeworfen. Elhokar erkennt seine, ergreift sie ... und wird dann der Möglichkeit beraubt, sie auch auszuführen. Moash tötet ihn in dem Moment, in dem Elhokar der König zu sein versucht, der er sein will - und den sich Moash vielleicht auch erhofft hätte.

TL:DR Sowohl Adolins als auch Moashs Taten sind nachvollziehbar und nicht völlig ungerechtfertigt. Sadeas und Elhokar haben Fehler begangen und dafür mussten unschuldige Menschen leiden, gar sterben. Anders als Sadeas erkennt Elhokar jedoch seine Fehler und will sie wieder gut machen. Moash beraubt ihn seiner Chance, ein besserer Herrscher zu werden.

Und jetzt verziehe ich mich wieder in eine Ecke und weine um Elhokar, weil das einfach so eine furchtbare Sache war und ich so sehr auf seinen POV gehofft hatte T.T

Freitag, 9. Oktober 2020

[DIY] Bite me! Set (Beanie, Arm- & Beinstulpen)

Short English instruction at the end.

Oktober ist die spooky Zeit, wo all die gruseligen Dinge ausgepackt werden. Gleichzeitig wird es draußen immer dunkler und kälter. Der perfekte Moment, um endlich wieder die gestrickten Wollsachen zu entmotten, damit sie den Kürbissen und Fledermäusen Konkurrenz machen.

Ich habe für euch eine einfache Anleitung für ein Set bestehend aus Handstulpen, Beinstulpen und einer Beaniemütze, die fix gestrickt sind. Das einfache Lace-Muster erinnert an kleine Vampirbisse und ihre Reißzähne. Aber zum Glück haben sie nicht allzu sehr zugebissen, sodass die Sachen nicht völlig durchlöchert sind.


Benötigt werden:

  • Nadelspiel 2,5

  • Nadelspiel 3,5

  • Wollnadel + Schere

  • 200g 100% Merino Wool Gems von Louet (Sport Weight) in der Farbe Candy Apple Red


Was du können musst:

  • Rechte Maschen (re)

  • Linke Maschen (li)

  • Rechts verschränkte Maschen (rev)

  • in Runden stricken

  • rechts geneigte Abnahme (Zus)

  • links geneigte Abnahme (liA)

  • Zunahme aus dem Queerfaden + Daumenkeil

  • abketten


Die Wolle hat mir übrigens Lanaphilia (https://www.lanaphilia.de/) geschenkt, vielen Dank! Du hattest doch gefragt, was ich daraus machen werde: das hier :)



Das Grundmuster

Es besteht aus einem Rapport über 11 Maschen und 10 Runden.

1.-2.Rd: alle M re

3.Rd: 3re, U, reA, 1re, liA, U, 3re

4.Rd: 2re, U, reA, 3re, liA, U, 2re

5.-10.Rd: alle M re


Für die Armstulpen

Gestrickt wird mit einem Nadelspiel 2,5

Maschenprobe: 26M & 40Reihen/Runden = 10cm

Anm.: Ich habe eher zierliche Arme. Bei Bedarf können auch stärkere Nadeln genommen oder 11 M mehr angeschlagen werden. Durchmesser meiner Stulpen: 8,5cm, Länge 18,5cm


  • 44 Maschen anschlagen

  • 10Rd Bündchenmuster (2re, 2li)

  • Rapport 2x über alle 44M wdh.

  • Der Daumenkeil beginnt ab dem 3. Rapport in Rd. 3 und wird zwischen 1. und 2. Masche eingefügt. Den Daumenkeil glatt rechts stricken, den Rest der Runden im Rapport weiterstricken

  • Insg. Rapport 5x wdh.

  • 5Rd. Bündchen (1rev, 1li)

  • Abketten


Für die Beinstulpen

Gestrickt wird mit einem Nadelspiel 3,5

Maschenprobe: 22M & 36Reihen/Runden = 10cm

Maße meiner Stulpen: 14,5cm Durchmesser, 19,5cm Länge


  • 66M anschlagen

  • 10Rd Bündchen (1rev, 1li)

  • Rapport 4x über alle 66 Maschen wdh.

  • Erneut 10Rd Bündchen (1rev, 1li)

  • Abketten



Für eine Beanie

Gestrickt wird mit einem Nadelspiel 3,5

Maschenprobe: 22M & 36Reihen/Runden = 10cm

Maße meiner Beanie: 21,5cm Durchmesser, 22cm Länge


  • 99M anschlagen

  • 10Rd Bündchen (1rev, 1li)

  • Rapport 4x über alle 99 Maschen wdh.

  • Maschenmarker nach jeder 11. Masche setzen

  • Abnahmen wie folgt arbeiten:

    • 60.Rd: (9M re, 2re Zus)x9

    • 61.Rd: alle re

    • 62.Rd: (8re, 2reZus)x9

    • alle re

    • so verfahren, bis nur noch 9M auf den Nadeln sind, Garn lang genug abschneiden, durch die Maschen führen und festziehen, vernähen


Für Socken

Hierfür empfehle ich 4-fädiges Sockengarn und eine Nadelstärke von 2 bis maximal 2,25 sowie die Socke toe up zu stricken.


Nun kann der Winter kommen. Hier geht es zum Ravelry Projekt.


Viel Spaß beim Nachstricken! Die Anleitung darf ohne meine Erlaubnis weder zu kommerziellen Zwecken vervielfältigt oder verkauft werden. Es ist erlaubt, Produkte, die hieraus entstehen, unter Nennung der Quelle zu verkaufen. Danke!


The short English version

The base pattern for all goes over 11 stitches and 10 rounds:

1.-2.Rd: knit all

3.Rd: k3, YO, k2tog, k1, ssk, YO, k3

4.Rd: k2, YO, k2tog, k3, ssk, YO, k2

5.-10.Rd: knit all


For gloves you cast on 44 stichtes and knit with 2,5 DPN

For leg warmers you cast on 66 stitchtes and knit with 3,5 DPN

For the beanie you cast on 99 stitchtes and knit with 3,5 DPN

For socks I recomend 4ply light fingering yarn and a toe up technique with 2 to 2,25 DPN

Freitag, 25. September 2020

Rezension: Road to Ombos: Seth ist gefallen von Melanie Vogltanz

Seth ist gefallen. Und ich bin ihm verfallen. Wenn ich eines an Melanie Vogltanz‘ neuer Novelle »Road to Ombos« zu bemängeln habe, dann ist es der Umstand, dass die Geschichte viel zu schnell schon wieder vorbei war. Ich war definitiv noch nicht bereit, Seth und seine neuen Freunde schon wieder zu verlassen!

Seth, der ägyptische Wüstengott, ist gefallen und findet sich mit einem Mal mitten im modernen Las Vegas wieder. Eine kleine Gruppe Obdachloser rettet ihn aus dem Fluss und nimmt ihn freundlicherweise auf. Seth muss mit Schrecken feststellen, dass ihn seine göttlichen Kräfte verlassen haben. So ist er nun gezwungen, ein sterbliches Leben unter Sterblichen zu führen, schließt jedoch die kleine Gruppe, die ihn gerettet hat, schnell ins Herz. Dann jedoch verschwinden immer mehr Menschen von den Straßen und als es schließlich einen der ihren erwischt, drängt die Zeit, dass Seth all dem auf den Grund geht.

Freitag, 18. September 2020

Rezension: Blut der Unterwelt von Anna Kleve

Hin und wieder darf es eine leichtherzige Romanze sein, in der nicht alles schrecklich und düster ist. Vielleicht ist dann »Blut der Unterwelt« von Anna Kleve genau das richtige. Es ist jedoch eine Freude mit Abstrichen.

»Als Hexenmeister Zephyr von einer Kräftepaktzeremonie flieht, landet er mitten in einem Angriff auf den Vampir Balor. Entgegen seiner sonstigen Gewohnheiten hilft Zephyr dem Vampir.

Erst durch diese Tat wird Balor ernsthaft auf den Mitschüler aus der Parallelklasse aufmerksam.

Bald darauf wird auch Zephyr von krötenartigen Kreaturen angegriffen und bekommt dieses Mal Hilfe von Balor, wird jedoch trotzdem schwer verletzt.

Nachdem er die Attacke überstanden hat, schließen die beiden Übernatürlichen ein Abkommen, um gemeinsam herauszufinden, wer dahintersteckt und diejenigen aufzuhalten.

Dass mehr zu alle dem gehört, als sie je erwartet hätten und sich auch mehr zwischen ihnen entwickelt, können beide nicht erahnen.«

(Quelle: Amazon)

Montag, 14. September 2020

Rezension: Zwillingsblut #1-3 von Hendrik Lambertus

Quelle: Verlag

»Zwillingsblut« ist eine High Fantasy Trilogie von Hendrik Lambertus ganz in der Tradition J.R.R. Tolkiens. Eine Gruppe von Helden zieht aus, um die Welt gegen einen dunkle Herrscher zu verteidigen und erlebt dabei zahlreiche Abenteuer in fremden Ländern. Das Konzept mag etwas altbacken sein, aber Lambertus schafft es, das Ganze mit einigen schönen Worldbuilding-Elementen zu würzen.

Die Zwergenzwillinge Gorin und Galdra wurden von einer Prophezeiung der Winterseherin dazu auserkoren, gegen den Kettenfürsten in den Kampf zu ziehen, der die Macht der Unterwelt an sich riss und nun die gesamte freie Welt bedroht. Ihr ganzes Leben lang wurden sie dazu ausgebildet. Als schließlich die Erfüllung der Prophezeiung immer näher rückt, müsste sie jedoch feststellen, dass sie nicht die einzigen Zwillingsselen sind. Auch auf die beiden Elben Elyami und Elyamur scheint die Prophezeiung zuzutreffen. Aber wer sind nun die wahren Zwillingsselen? Und dann müssen sie auch noch feststellen, dass ein weiteres Zwillingspaar der Orks, auf das die Prophezeiung ebenfalls zutreffen kann, bereit dem Kettenfürsten dient. Ist also schon alles verloren, bevor es begonnen hat?

Donnerstag, 28. Mai 2020

Rezension: Die Schamanin (Im Zeichen der Mohnblume #1) von R.F. Kuang


Manche Autor*innen schüchtern ein. Rebecca F. Kuang gehört dazu. Gleich der Erstlingsroman der jungen Frau wurde zu einem internationalen Erfolg. Mit »Die Schamanin« hat es »The Poppy War« nun auch in die deutschen Regale geschafft.

Rin ist ein junges Mädchen aus einem provinzialen Dorf. Als Kriegswaise hat sie keine allzu rosigen Zukunftsaussichten: Ihre Pflegeeltern benutzen sie als billige Arbeitskraft und wollen sie als Braut an einen wohlhabenden Händler verkaufen. Rins einzige Chance auf ein Entkommen ist die renommierte Militärakademie von Sinegard. Um dort aufgenommen zu werden, muss sie jedoch zu den Besten der Besten gehören und konkurriert mit den Söhnen und Töchtern der Feudalherren, die ihr Leben lang dafür gelernt haben. Rin schafft es tatsächlich, doch damit fängt ihre Reise erst an. Mit einem Male stehen ihr alle Türen offen und Rin hat ihre Zukunft selbst in der Hand. Als die benachbarte Nation, die Föderation von Mugen, in das Nikarische Reich einfällt und Rin mit einem Mal ein Schwert in die Hand gedrückt bekommt, scheint ihr Pfad klar zu sein: Sie lebt, um ihre Kaiserin zu verteidigen. Doch jene birgt ein düsteres Geheimnis.

Mittwoch, 27. Mai 2020

Rezension: Kurtai der Amazonen (Die Crew der Sirius7 #4) von Thorsten Hoß

Die Crew der Sirius 7 bestreitet in »Kurtai der Amazonen« mittlerweile ihr viertes Abenteuer. Erneut schickt Autor Thorsten Hoß seine Protagonist*innen auf zahlreiche Abenteuer, in denen der Clan der Astronauten versucht, seinen Platz in der Welt Lunaria zu finden.

»Der Clan der Astronauten steckt fest. Krieg liegt in der Luft. Alle Anzeichen deuten auf Sturm. An einer Steilküste inmitten der Amazonenterritorien versucht der ehemalige Kommandant der abgestürzten Sirius7, Boris Koschkin, den zusammengewürfelten Haufen aus Menschen, Goblins und Orks zusammenzuhalten, während seine restliche Crew unterwegs oder gar verschollen ist. Die Situation scheint aussichtslos, als auch noch Ashley Bender von einem Drachen zur großen Versammlung der Amazonenclans eingeladen wird. Und dann sind da ja auch noch die zahlreichen anderen Probleme, mit denen die Astronauten fertig werden müssen, derweil ihr Clan unaufhörlich weiter wächst…«
(Quelle: Autor)

Sonntag, 12. April 2020

DIY: Wolle färben Teil 1: Ostereierfarbe

Erste eigene Färbungen (und Coburger Fuchssaf in seiner natürlichen Farbe)


Frohe Ostern! Auch wenn dieses Jahr alles etwas anders ist. Zum Beispiel habe ich Wolle gefärbt statt Eiern. Da ich die Fragezeichen bis hierher hören kann: Ja, das geht! Und in diesem Post erkläre ich euch wie. Denn ich erwähnte bereits in meinem Post zum Umweltaspekt von Wolle, dass die Färbung von Garnen mit einer Menge Chemikalien verbunden ist. Dabei können wir das auch alles selbst ganz einfach mit Mitteln, die die meisten gerade zur Osterzeit sowieso daheim haben.

Ein kleiner Hinweis: Ich färbe nicht professionell und habe noch lange nicht alle Kniffe drauf. Da gibt es im Internet noch zahlreiche Handfärber*innen, die das noch viel besser können als ich. Die Grundlagen kann ich jedoch vermitteln. Also aufgepasst und Wolle und Farbe gezückt!

Prinzipiell ist zu beachten, dass Wolle, wenn sie starken und plötzlichen Temperaturschwankungen ausgesetzt ist, filzt. Vorsicht ist also geboten!

Samstag, 11. April 2020

Rezension: Kampf der Magier (Battle Mage #1) von Peter A Flannery

Drachen gehen immer. Das dachte sich vielleicht auch Peter A. Flannery mit seinem Roman »Kampf der Magier«, dem Auftakt der »Battle Mage«-Dilogie (wenn auch nur auf Deutsch, da der englische Band zweigeteilt wurde). Es hat dann leider doch nicht ganz zu einem erinnerungswürdigen Roman gereicht.

Falco ist der Sohn eines Kampfmagiers, ein Magier mit besonders starken Kräften, die Seite an Seite mit ihren Drachengefährten kämpfen. Doch seit vielen Jahren wird die Menschheit von den Besessenen, einem Dämonenheer, bedroht und nun sind auch Drachen von der Besessenheit betroffen. Der Drache von Falcos Vater fiel der Besessenheit zum Opfer und griff die Menschen an, die er zu beschützen geschworen hatte. Sein Reiter stellte sich auf die Seite des Drachen, statt ihn zu töten, wie es seine Pflicht gewesen wäre. Für den Verrat seines Vaters wird Falco sein Leben lang bestraft. Doch dann stellt sich heraus, dass er anscheinend auch die Kräfte eines Kampfmagiers besitzt und in Zeiten der Not wird jeder Kampfmagier dringend benötigt. Falco wagt es, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, Verräter oder nicht.

Freitag, 10. April 2020

#Bücherhamstern in Zeiten von #SocialDistancing und Covid-19



Late to the party, aber besser spät als nie.

Leider fiel die Leipziger Buchmesse aufgrund des neuartigen Coronavirus aus. Gerade für kleine Verlage und Selfpublisher kam das einem Genickbruch sehr nahe. Noch schlimmer wurde es für viele und nun auch für unabhängige Buchhandlungen, als die Ausgangsbeschränkungen in Kraft traten und noch mehr Einkünfte wegfielen. Daher hat Grit vom Artskript Phantastik Verlag das #bücherhamstern ins Leben gerufen. Weil Bücher hamstern schon immer cooler war als Klopapier! Mit diesem Post möchte ich meine Empfehlungen an Geheimtipps für das Bücherhamstern geben mit einer Menge Indie, Frauen der deutschen Phantastik und so einigen anderen Perlen.

Die Reihenfolge ist beliebig und stellt keine Rangliste dar. Kauft einfach alles in beliebiger Reihenfolge. Grüßt euren Geldbeutel bitte von mir *unschuldig pfeifend ab*