Denn ich fresse nicht nur Jungfrauen!

Sonntag, 22. Juli 2018

Neuerscheinungen im zweiten Halbjahr 2018, auf die ich mich freue

Zu Beginn des Jahres sah es für mich noch relativ mau aus in den Jahresvorschauen der Verlage. Ein paar Bücher waren dabei (natürlich ein neuer Sanderson), die ich unbedingt lesen will, aber nichts, das seitenweise Vorschaulisten gefüllt hätte. Jetzt zur Mitte des Jahres sieht es da schon anders aus und es gibt so einige Bücher, die unbedingt ihren Weg in meine Regale finden müssen. Aufgrund der Blogpause haben sich ein paar Posts angestaut, weshalb ich diesen hier großzügig vorschreibe und ein paar Bücher werden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung auch schon erschienen sein. Alle Daten und Zitate stammen, soweit nicht anders angegeben, von Goodreads.

Freitag, 20. Juli 2018

Freitagsprobe: Die Boten (Sternenwolf #1) von Victor L. Pax

(Quelle: Amazon)

Vielleicht weiß ja der eine oder andere, dass ich bekennender Metalhead bin. Daher gefiel mir die Idee einer Kooperation zwischen der Power Metal Band MessengeR und dem Autor Victor L. Pax. Beide waren mir nicht bekannt, bevor ich die Leseprobe zu »Sternenwolf: Die Boten« fand, doch durch das Genre Science Fiction und die Idee der Kooperation war ich durchaus angefixt. Von der Leseprobe war ich jedoch enttäuscht.

»Aufgrund des allumfassenden Verbotes der Klonsklaverei und der Vernichtung jeglichen Wissens über die Gentechnik durch den Ethik-Orden, ist die Weltraumpiraterie nicht nur zu einer lukrativen Betätigung geworden, auch dient sie als letzer Zufluchtsort für alle freien Individuen innerhalb der galaktischen Förderation.

Allen voran steht der gefürchtete Sternenwolf mit seiner Truppe, die auch Die Botschafter genannt werden.

Begleiten Sie den Wolf auf seiner haarsträubenden Reise durch die Galaxis, zusammen mit dem psychopatischen Dichter Francis Blake, dem Pyromanen Pyro Jack, dem ketteschwingenen Helden Chainmaster, dem verrückten Wissenschaftler Dr. Strauss und dem Kampfkunst-Meister Merlin - auf der ständigen Flucht vor der Weltraumpolizei, der galaktischen Mafia und der Ethik-Inquisition.«
(Quelle: Amazon)

Mittwoch, 18. Juli 2018

Rezension: Warbreaker (Warbreaker #1) von Brandon Sanderson


Wir tauchen erneut in den Cosmere ab, genauer in das Nalthis System, in dem »Warbreaker« spielt, ein Standalone Fantasy Roman von Brandon Sanderson, der jedoch in unbestimmter Zukunft noch seine Fortsetzung erhalten soll.

Prinzessin Vivenna ist ihr ganzes Leben dafür ausgebildet worden, um den Gottkönig in T’Telir zu heiraten und damit den Frieden zwischen Idris und Hallandren zu sichern – selbst wenn das heißt, dass die Idrier, um ihr Fortbestehen zu sichern, einen Bund mit den Häretikern in Hallandren eingehen müssen. Ganz überraschend schickt ihr Vater jedoch nicht sie, sondern ihre jünger ungestüme Schwester Siri, die sich urplötzlich in der Höhle des Löwen wiederfindet. Vivenna, ihres Lebenssinnes beraubt, beschließt, Siri zu finden und zu retten, um ihren Platz einzunehmen. Die beiden jungen Frauen müssen sich in einer Welt behaupten, in der der Atem Magie birgt und Menschen von den Toten widerkehren und zu Göttern werden können.

Sonntag, 15. Juli 2018

Rezension: Absturz unter Drachenfeuer (Die Crew der Sirius7 #1) von Thorsten Hoß

Die Mischung macht’s. Mit seinem Erstlingswerk »Absturz unter Drachenfeuer« und gleichzeitig dem Reihenauftakt zur Crew der Sirius7 zaubert Autor Thorsten Hoß dem Leser einen unterhaltsamen und kurzweiligen Science Fantasy Roman.

Die Crew der Sirius7 hat einen Geheimauftrag: einen neuen Antrieb zu testen, der die Menschheit weiter als jemals zuvor in die Tiefen des Weltalls führen soll. Doch etwas geht schief. Sie landen in einem völlig unbekannten Teil des Universums – und überhaupt scheinen hier andere physikalische Gesetze zu herrschen. Da ihr Schiff schwer beschädigt ist, entscheiden sie sich zur Notlandung auf dem fremden Planeten, der sich da vor ihnen auftut. Doch während sie eine holprige Bruchlandung hinlegen, werden sie von seltsamen, großen Flugechsen angegriffen. Waschechte Drachen! Und überhaupt scheint das Ökosystem dieses Planeten einmal in einen Eimer voller Fantasy getunkt worden zu sein. Die Crew macht sich auf die Suche nach einer Möglichkeit, ihr Schiff wieder flugfähig zu machen, und erlebt dabei allerhand Abenteuer mit den fremdartigen Bewohnern des Planeten.

Freitag, 13. Juli 2018

Freitagsprobe: Gork der Schreckliche von Gabe Hudson



© und Quelle: Verlag
Durch Zufall bin ich auf Vorablesen.de auf »Gork der Schreckliche« gestoßen, ein Fantasy Roman von Gabe Hudson mit einer ganzen Menge schrägen Humor. Der Klappentext klang so verrückt, dass ich sofort neugierig war. So viel kann ich vorweg nehmen: Auch die Leseprobe war so erheiternd, dass ich unbedingt mehr von diesem unterhaltsamen Quatsch lesen will!

»Mein Name ist Gork der Schreckliche, und ich bin ein Drache. Ich warne euch. Von allen Drachenliebesgeschichten ist meine die schrecklichste. Aber auch die romantischste. Denn in meiner schuppigen grünen Brust schlägt ein furchtbar großes und empfindsames Herz.«
Gork ist nicht wie die anderen Drachen an der Militärakademie WarWings. Er hat winzige Hörner und fällt gelegentlich in Ohnmacht. Sein Spitzname ist »Weichei« und sein WILLE ZUR MACHT-Ranking liegt bei »Kuschelbär« – das niedrigste in seinem Jahrgang. Aber er ist wild entschlossen, sich von nichts aufhalten zu lassen, als die wichtigste Mission seines Lebens beginnt: Am Vorabend seiner Abschlussfeier, muss er einen weiblichen Drachen fragen, ob sie seine Queen sein will. Sagt sie ja, wird er mit ihr einen fremden Planeten unterwerfen und mit seinen Nachkommen bevölkern. Sagt sie nein, – dann wird Gork leider versklavt.

(Quelle: Vorablesen.de)

Mittwoch, 11. Juli 2018

Rezension: Der Sommerdrache (The Evertide #1) von Todd Lockwood

Manchmal passt die Chemie zwischen dem Buch und mir einfach. Schon länger hatte ich ein Auge auf den Sommerdrachen von Todd Lockwood geworfen. Als dann aber der Fischer Tor Verlag ein Gewinnspiel veranstaltete, ergriff ich die Chance, nahm teil und gewann. Und bereute es definitiv nicht! »Der Sommerdrache« ist ein rundum gelungener Reihenauftakt zur Evertide-Reihe.

Maia ist von klein auf vertraut mit Drachen, schließlich wächst sie als Tochter des Brutmeisters in einem wolkenverhangenen Drachenhorst auf. Sie fiebert dem Tag entgegen, an dem sie ihren eigenen Drachen bekommen soll, doch kurz bevor es so weit ist, beansprucht das Militär sämtliche Jungtiere, weil an den Grenzen des Reiches ein Krieg droht. Maia weiß sich zu helfen: Als sie in den Wäldern einen von Wilderern getöteten weiblichen Drachen findet, vermutet sie, dass dort draußen ein Junges auf seine Mutter wartet. Kurzerhand macht sie sich auf die gefahrvolle Suche danach – und stößt auf ein Geheimnis, das das Schicksal des ganzen Reiches verändern könnte.
(Quelle: Klappentext)

Sonntag, 8. Juli 2018

Rezension: Der Schatten in mir von Christian Milkus

Als ich nach Romanen vor allem in der Fantasy fragte, die psychische Krankheiten behandeln und nicht nur ein wenig nebenher anklingen lassen, wurde mir unter anderem »Der Schatten in mir« von Christian Milkus empfohlen. Dabei handelt es sich um einen selbstverlegten Dark Fantasy Roman mit einer an Borderline erkrankten jungen Protagonistin.

»Ich heiße Salya, und ein Schatten liegt auf meiner Seele. Ich verletze mich selbst, um diese Welt ertragen zu können.«
Eines Tages wird Schwarzbach, ein kleines Dorf mitten im Wald, von einem Diener der Finsternis heimgesucht. Bald darauf geschehen schreckliche Dinge: Wölfe werden zu Bestien, Menschen sterben. Hilflos muss Oberhaupt Kolen mit ansehen, wie seine Nachbarn den verfluchten Ort zu verlassen drohen. Die junge Salya vernimmt den Ruf der Götter. Zum ersten Mal in ihrem Leben verlässt sie ihre Heimat, um jenem Ruf zu folgen. Doch kann ausgerechnet sie ihrem Dorf helfen? Zantul, der Gott der Finsternis, hat sie längst als Bedrohung erkannt, und nicht einmal die Bewohner ihres eigenen Dorfes trauen ihr.
»Seht euch ihre Wunden an! Sie ist von einem Dämon besessen, der sich an ihrem Blut labt!«
(Quelle: Amazon)

Freitag, 6. Juli 2018

Freitagsprobe: Das gefallene Mädchen: Wasser von Viola Waldner

Quelle: Amazon
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wo ich bei dieser Leseprobe anfangen soll. Es ist einfach ALLES falsch hieran! Ich fuchtle verzweifelt mit den Armen vor dem Bildschirm und versuche noch irgendwie, meine entsetzten Gedanken in Worte zu fassen. Ich gehe einfach mal in der Reihenfolge meiner Notizen durch – die für eine Leseprobe erschreckend viel geworden sind.

Der renommierte Psychiater Doktor Hahn heilt Seelen nicht nur – er zerstört sie auch.
In seiner BDSM-Sekte gilt Gerhard als besonders erfahren und konsequent. Dieser bekommt einen reizvollen Deal in Aussicht gestellt: Vollbringt er eine schier unlösbare Aufgabe, wird er zum mächtigsten Mann der Gruppe befördert. Der Job? Er soll die radikale Feministin Vanessa unterwerfen.
Besessen davon, Hahn alle Macht abzuringen, nimmt er die Herausforderung an – und gerät in einen Sog menschlicher Abgründe ...
Ein tiefgehender Roman über Lust, Gewalt und zartes Vertrauen – mit psychologischen und sozialkritischen Elementen.
(Quelle: Amazon)

Mittwoch, 4. Juli 2018

Rezension: Feind (Die Schattenherren #1, erweiterte Edition) von Robert Corvus

»Die Schattenherren« von Robert Corvus, eine Dark Fantasy Trilogie, erschienen bereits 2013 bei Piper. Nun, nachdem der Vertrag mit dem Verlag ausgelaufen ist, hat der Autor die Reihe noch einmal neu aufgezogen und als Ebook veröffentlicht. »Feind«, der erste Teil der Reihe, der die Vorgeschichte der Welt Eloy schildert und wie es dazu kam, dass die Schattenherren sich alles untertan machen konnten, ist ein in jedem Fall sehr gelungener Auftakt in ein Abenteuer voller Finsternis!

Dies ist die Geschichte von Modranel, dem kein Preis zu hoch war, um zu werden, was er ist: der mächtigste Magier der Menschheit.
Dies ist auch die Geschichte von Lióla und Ajina, den ungleichen Schwestern, der Dunkelruferin, die der Macht der Schatten verfallen ist, und der Adepta, die im Dienst der Mondmutter Kranke heilt.
Es ist eine Geschichte aus dem Silberkrieg, in dem sich die freien Reiche gegen die Schatten stellen, die sich über die Welt legen.
Vor allem aber ist es die Geschichte von Helion, dem Paladin der Mondschwerter, der dem letzten Wunsch seines verstorbenen Meisters folgt. Er, der einfache Silberträger, ist der entschlossenste Feind der unsterblichen Schattenherren. Kann er gegen Lisanne bestehen, die Schattenherzogin, in der Schönheit und Grausamkeit ihre Vollendung finden?
(Quelle: Amazon)

Buchblog und psychisch krank, geht das? Aber sicher!

CN: Ableismus, Depression, Angststörungen, Suizidgedanken, Sebstverletzendes Verhalten. Die nachfolgenden Aussagen sind daher in keinem Fall objektiv und nur in ihrem jeweiligen Kontext zu werten.

Neulich wurde ich zum zweiten Mal in diesem Jahr mit Kriminellen auf eine Stufe gestellt. Wie es dazu kam? Ich bin psychisch krank. Mir wurde eine Depression, eine Soziophobie und eine Agoraphobie diagnostiziert. Das heißt auf gut Deutsch: Menschen sind bäh und ich kann nicht mit Leuten umgehen, weil die mir Angst machen. Selbstbewusstsein? Auch nicht vorhanden. Alles scheiße.

Laut Ekelbolzen Söder von der CSU macht mich das kriminell und zu einem Gefährder. Depressive sind wirklich sehr gefährlich. Sie sind so antriebslos, dass sie den ganzen Tag im Bett liegen. Deswegen sollen sie laut Gesetzsentwurf in Bayern künftig polizeilich gemeldet und in einer psychiatrischen Klinik zwangsuntergebracht werden können. Verhältnisse wie in einer Strafvollzugsanstalt. Klingt nach Dystopie? Leider nein.*

Und das zweite mal, als ich kriminalisiert wurde, war, als Sebastian Fitzek groß seinen neuen Roman »Der Insasse« ankündigte und sein Verlag es für eine hervorragende Idee hielt, einen Klapsenaufenthalt als Hauptgewinn zu preisen, um den Roman schon zwei Monate vor Veröffentlichung lesen zu können. Klingt abstrus? Seht selbst:


Insasse ist man übrigens in einer Justitzvollzugsanstalt, Patient hingegen in einer Klinik. Der feine Unterschied. Und komisch, dass ich in meinem Leben noch keine Gummizelle von innen sah. Und warum habe ich keine dieser coolen Zwangsjacken bekommen, die es in der Klapse gibt? Ich dachte, das bekommt man da gratis obendrauf! Ich will mein Geld zurück, ich durfte nicht das volle Spaßprogramm mitnehmen!

So, und jetzt legen wir mal alle Ironie ab, fügen an, dass der Verlag wenigstens eingesehen hat, dass er da ableistische, widerwärtige Scheiße abgezogen hat, und reden Tacheless. Denn ja, ich habe in der Tat bereits eine psychiatrische Klinik von innen gesehen und möchte euch an dieser Stelle einen Bericht und damit einen Einblick in das Leben als Buchbloggerin geben, die schwer psychisch erkrankt ist. Ich möchte damit Aufmerksamkeit auf das Thema psychischer Krankheiten richten und ein paar Vorurteile aus der Welt schaffen, um mit dem Stigma aufzuräumen, mit dem psychisch kranke Menschen auch heute noch behaftet sind. Auf dass nie wieder ein Verlag auf die Idee kommen möge, es sei ganz töfte, mal aus Spaß in die Klapse zu gehen, weil da doch nichts dabei sei, sodass die Psychiatrie zu einem Spielplatz des Marketings verkommen möge. Anja von Mein Bücherregal und ich hat übrigens jüngst einen ähnliches Bericht verfasst, den ich euch sehr ans Herz legen möchte. Jede Krankheit ist anders und individuell und damit verläuft auch jeder Klinikaufenthalt anders.

An dieser Stelle an alle, die den mutigen Schritt zu einem stationären Aufenthalt gewagt haben: Ihr seid großartige, mutige, tapfere und starke Menschen! Weiter so! Ihr rockt das!