Denn ich fresse nicht nur Jungfrauen!

Freitag, 20. Juli 2018

Freitagsprobe: Die Boten (Sternenwolf #1) von Victor L. Pax

(Quelle: Amazon)

Vielleicht weiß ja der eine oder andere, dass ich bekennender Metalhead bin. Daher gefiel mir die Idee einer Kooperation zwischen der Power Metal Band MessengeR und dem Autor Victor L. Pax. Beide waren mir nicht bekannt, bevor ich die Leseprobe zu »Sternenwolf: Die Boten« fand, doch durch das Genre Science Fiction und die Idee der Kooperation war ich durchaus angefixt. Von der Leseprobe war ich jedoch enttäuscht.

»Aufgrund des allumfassenden Verbotes der Klonsklaverei und der Vernichtung jeglichen Wissens über die Gentechnik durch den Ethik-Orden, ist die Weltraumpiraterie nicht nur zu einer lukrativen Betätigung geworden, auch dient sie als letzer Zufluchtsort für alle freien Individuen innerhalb der galaktischen Förderation.

Allen voran steht der gefürchtete Sternenwolf mit seiner Truppe, die auch Die Botschafter genannt werden.

Begleiten Sie den Wolf auf seiner haarsträubenden Reise durch die Galaxis, zusammen mit dem psychopatischen Dichter Francis Blake, dem Pyromanen Pyro Jack, dem ketteschwingenen Helden Chainmaster, dem verrückten Wissenschaftler Dr. Strauss und dem Kampfkunst-Meister Merlin - auf der ständigen Flucht vor der Weltraumpolizei, der galaktischen Mafia und der Ethik-Inquisition.«
(Quelle: Amazon)

Mittwoch, 18. Juli 2018

Rezension: Warbreaker (Warbreaker #1) von Brandon Sanderson


Wir tauchen erneut in den Cosmere ab, genauer in das Nalthis System, in dem »Warbreaker« spielt, ein Standalone Fantasy Roman von Brandon Sanderson, der jedoch in unbestimmter Zukunft noch seine Fortsetzung erhalten soll.

Prinzessin Vivenna ist ihr ganzes Leben dafür ausgebildet worden, um den Gottkönig in T’Telir zu heiraten und damit den Frieden zwischen Idris und Hallandren zu sichern – selbst wenn das heißt, dass die Idrier, um ihr Fortbestehen zu sichern, einen Bund mit den Häretikern in Hallandren eingehen müssen. Ganz überraschend schickt ihr Vater jedoch nicht sie, sondern ihre jünger ungestüme Schwester Siri, die sich urplötzlich in der Höhle des Löwen wiederfindet. Vivenna, ihres Lebenssinnes beraubt, beschließt, Siri zu finden und zu retten, um ihren Platz einzunehmen. Die beiden jungen Frauen müssen sich in einer Welt behaupten, in der der Atem Magie birgt und Menschen von den Toten widerkehren und zu Göttern werden können.

Sonntag, 15. Juli 2018

Rezension: Absturz unter Drachenfeuer (Die Crew der Sirius7 #1) von Thorsten Hoß

Die Mischung macht’s. Mit seinem Erstlingswerk »Absturz unter Drachenfeuer« und gleichzeitig dem Reihenauftakt zur Crew der Sirius7 zaubert Autor Thorsten Hoß dem Leser einen unterhaltsamen und kurzweiligen Science Fantasy Roman.

Die Crew der Sirius7 hat einen Geheimauftrag: einen neuen Antrieb zu testen, der die Menschheit weiter als jemals zuvor in die Tiefen des Weltalls führen soll. Doch etwas geht schief. Sie landen in einem völlig unbekannten Teil des Universums – und überhaupt scheinen hier andere physikalische Gesetze zu herrschen. Da ihr Schiff schwer beschädigt ist, entscheiden sie sich zur Notlandung auf dem fremden Planeten, der sich da vor ihnen auftut. Doch während sie eine holprige Bruchlandung hinlegen, werden sie von seltsamen, großen Flugechsen angegriffen. Waschechte Drachen! Und überhaupt scheint das Ökosystem dieses Planeten einmal in einen Eimer voller Fantasy getunkt worden zu sein. Die Crew macht sich auf die Suche nach einer Möglichkeit, ihr Schiff wieder flugfähig zu machen, und erlebt dabei allerhand Abenteuer mit den fremdartigen Bewohnern des Planeten.

Freitag, 13. Juli 2018

Freitagsprobe: Gork der Schreckliche von Gabe Hudson



© und Quelle: Verlag
Durch Zufall bin ich auf Vorablesen.de auf »Gork der Schreckliche« gestoßen, ein Fantasy Roman von Gabe Hudson mit einer ganzen Menge schrägen Humor. Der Klappentext klang so verrückt, dass ich sofort neugierig war. So viel kann ich vorweg nehmen: Auch die Leseprobe war so erheiternd, dass ich unbedingt mehr von diesem unterhaltsamen Quatsch lesen will!

»Mein Name ist Gork der Schreckliche, und ich bin ein Drache. Ich warne euch. Von allen Drachenliebesgeschichten ist meine die schrecklichste. Aber auch die romantischste. Denn in meiner schuppigen grünen Brust schlägt ein furchtbar großes und empfindsames Herz.«
Gork ist nicht wie die anderen Drachen an der Militärakademie WarWings. Er hat winzige Hörner und fällt gelegentlich in Ohnmacht. Sein Spitzname ist »Weichei« und sein WILLE ZUR MACHT-Ranking liegt bei »Kuschelbär« – das niedrigste in seinem Jahrgang. Aber er ist wild entschlossen, sich von nichts aufhalten zu lassen, als die wichtigste Mission seines Lebens beginnt: Am Vorabend seiner Abschlussfeier, muss er einen weiblichen Drachen fragen, ob sie seine Queen sein will. Sagt sie ja, wird er mit ihr einen fremden Planeten unterwerfen und mit seinen Nachkommen bevölkern. Sagt sie nein, – dann wird Gork leider versklavt.

(Quelle: Vorablesen.de)

Mittwoch, 11. Juli 2018

Rezension: Der Sommerdrache (The Evertide #1) von Todd Lockwood

Manchmal passt die Chemie zwischen dem Buch und mir einfach. Schon länger hatte ich ein Auge auf den Sommerdrachen von Todd Lockwood geworfen. Als dann aber der Fischer Tor Verlag ein Gewinnspiel veranstaltete, ergriff ich die Chance, nahm teil und gewann. Und bereute es definitiv nicht! »Der Sommerdrache« ist ein rundum gelungener Reihenauftakt zur Evertide-Reihe.

Maia ist von klein auf vertraut mit Drachen, schließlich wächst sie als Tochter des Brutmeisters in einem wolkenverhangenen Drachenhorst auf. Sie fiebert dem Tag entgegen, an dem sie ihren eigenen Drachen bekommen soll, doch kurz bevor es so weit ist, beansprucht das Militär sämtliche Jungtiere, weil an den Grenzen des Reiches ein Krieg droht. Maia weiß sich zu helfen: Als sie in den Wäldern einen von Wilderern getöteten weiblichen Drachen findet, vermutet sie, dass dort draußen ein Junges auf seine Mutter wartet. Kurzerhand macht sie sich auf die gefahrvolle Suche danach – und stößt auf ein Geheimnis, das das Schicksal des ganzen Reiches verändern könnte.
(Quelle: Klappentext)

Sonntag, 8. Juli 2018

Rezension: Der Schatten in mir von Christian Milkus

Als ich nach Romanen vor allem in der Fantasy fragte, die psychische Krankheiten behandeln und nicht nur ein wenig nebenher anklingen lassen, wurde mir unter anderem »Der Schatten in mir« von Christian Milkus empfohlen. Dabei handelt es sich um einen selbstverlegten Dark Fantasy Roman mit einer an Borderline erkrankten jungen Protagonistin.

»Ich heiße Salya, und ein Schatten liegt auf meiner Seele. Ich verletze mich selbst, um diese Welt ertragen zu können.«
Eines Tages wird Schwarzbach, ein kleines Dorf mitten im Wald, von einem Diener der Finsternis heimgesucht. Bald darauf geschehen schreckliche Dinge: Wölfe werden zu Bestien, Menschen sterben. Hilflos muss Oberhaupt Kolen mit ansehen, wie seine Nachbarn den verfluchten Ort zu verlassen drohen. Die junge Salya vernimmt den Ruf der Götter. Zum ersten Mal in ihrem Leben verlässt sie ihre Heimat, um jenem Ruf zu folgen. Doch kann ausgerechnet sie ihrem Dorf helfen? Zantul, der Gott der Finsternis, hat sie längst als Bedrohung erkannt, und nicht einmal die Bewohner ihres eigenen Dorfes trauen ihr.
»Seht euch ihre Wunden an! Sie ist von einem Dämon besessen, der sich an ihrem Blut labt!«
(Quelle: Amazon)

Freitag, 6. Juli 2018

Freitagsprobe: Das gefallene Mädchen: Wasser von Viola Waldner

Quelle: Amazon
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wo ich bei dieser Leseprobe anfangen soll. Es ist einfach ALLES falsch hieran! Ich fuchtle verzweifelt mit den Armen vor dem Bildschirm und versuche noch irgendwie, meine entsetzten Gedanken in Worte zu fassen. Ich gehe einfach mal in der Reihenfolge meiner Notizen durch – die für eine Leseprobe erschreckend viel geworden sind.

Der renommierte Psychiater Doktor Hahn heilt Seelen nicht nur – er zerstört sie auch.
In seiner BDSM-Sekte gilt Gerhard als besonders erfahren und konsequent. Dieser bekommt einen reizvollen Deal in Aussicht gestellt: Vollbringt er eine schier unlösbare Aufgabe, wird er zum mächtigsten Mann der Gruppe befördert. Der Job? Er soll die radikale Feministin Vanessa unterwerfen.
Besessen davon, Hahn alle Macht abzuringen, nimmt er die Herausforderung an – und gerät in einen Sog menschlicher Abgründe ...
Ein tiefgehender Roman über Lust, Gewalt und zartes Vertrauen – mit psychologischen und sozialkritischen Elementen.
(Quelle: Amazon)

Mittwoch, 4. Juli 2018

Rezension: Feind (Die Schattenherren #1, erweiterte Edition) von Robert Corvus

»Die Schattenherren« von Robert Corvus, eine Dark Fantasy Trilogie, erschienen bereits 2013 bei Piper. Nun, nachdem der Vertrag mit dem Verlag ausgelaufen ist, hat der Autor die Reihe noch einmal neu aufgezogen und als Ebook veröffentlicht. »Feind«, der erste Teil der Reihe, der die Vorgeschichte der Welt Eloy schildert und wie es dazu kam, dass die Schattenherren sich alles untertan machen konnten, ist ein in jedem Fall sehr gelungener Auftakt in ein Abenteuer voller Finsternis!

Dies ist die Geschichte von Modranel, dem kein Preis zu hoch war, um zu werden, was er ist: der mächtigste Magier der Menschheit.
Dies ist auch die Geschichte von Lióla und Ajina, den ungleichen Schwestern, der Dunkelruferin, die der Macht der Schatten verfallen ist, und der Adepta, die im Dienst der Mondmutter Kranke heilt.
Es ist eine Geschichte aus dem Silberkrieg, in dem sich die freien Reiche gegen die Schatten stellen, die sich über die Welt legen.
Vor allem aber ist es die Geschichte von Helion, dem Paladin der Mondschwerter, der dem letzten Wunsch seines verstorbenen Meisters folgt. Er, der einfache Silberträger, ist der entschlossenste Feind der unsterblichen Schattenherren. Kann er gegen Lisanne bestehen, die Schattenherzogin, in der Schönheit und Grausamkeit ihre Vollendung finden?
(Quelle: Amazon)

Buchblog und psychisch krank, geht das? Aber sicher!

CN: Ableismus, Depression, Angststörungen, Suizidgedanken, Sebstverletzendes Verhalten. Die nachfolgenden Aussagen sind daher in keinem Fall objektiv und nur in ihrem jeweiligen Kontext zu werten.

Neulich wurde ich zum zweiten Mal in diesem Jahr mit Kriminellen auf eine Stufe gestellt. Wie es dazu kam? Ich bin psychisch krank. Mir wurde eine Depression, eine Soziophobie und eine Agoraphobie diagnostiziert. Das heißt auf gut Deutsch: Menschen sind bäh und ich kann nicht mit Leuten umgehen, weil die mir Angst machen. Selbstbewusstsein? Auch nicht vorhanden. Alles scheiße.

Laut Ekelbolzen Söder von der CSU macht mich das kriminell und zu einem Gefährder. Depressive sind wirklich sehr gefährlich. Sie sind so antriebslos, dass sie den ganzen Tag im Bett liegen. Deswegen sollen sie laut Gesetzsentwurf in Bayern künftig polizeilich gemeldet und in einer psychiatrischen Klinik zwangsuntergebracht werden können. Verhältnisse wie in einer Strafvollzugsanstalt. Klingt nach Dystopie? Leider nein.*

Und das zweite mal, als ich kriminalisiert wurde, war, als Sebastian Fitzek groß seinen neuen Roman »Der Insasse« ankündigte und sein Verlag es für eine hervorragende Idee hielt, einen Klapsenaufenthalt als Hauptgewinn zu preisen, um den Roman schon zwei Monate vor Veröffentlichung lesen zu können. Klingt abstrus? Seht selbst:


Insasse ist man übrigens in einer Justitzvollzugsanstalt, Patient hingegen in einer Klinik. Der feine Unterschied. Und komisch, dass ich in meinem Leben noch keine Gummizelle von innen sah. Und warum habe ich keine dieser coolen Zwangsjacken bekommen, die es in der Klapse gibt? Ich dachte, das bekommt man da gratis obendrauf! Ich will mein Geld zurück, ich durfte nicht das volle Spaßprogramm mitnehmen!

So, und jetzt legen wir mal alle Ironie ab, fügen an, dass der Verlag wenigstens eingesehen hat, dass er da ableistische, widerwärtige Scheiße abgezogen hat, und reden Tacheless. Denn ja, ich habe in der Tat bereits eine psychiatrische Klinik von innen gesehen und möchte euch an dieser Stelle einen Bericht und damit einen Einblick in das Leben als Buchbloggerin geben, die schwer psychisch erkrankt ist. Ich möchte damit Aufmerksamkeit auf das Thema psychischer Krankheiten richten und ein paar Vorurteile aus der Welt schaffen, um mit dem Stigma aufzuräumen, mit dem psychisch kranke Menschen auch heute noch behaftet sind. Auf dass nie wieder ein Verlag auf die Idee kommen möge, es sei ganz töfte, mal aus Spaß in die Klapse zu gehen, weil da doch nichts dabei sei, sodass die Psychiatrie zu einem Spielplatz des Marketings verkommen möge. Anja von Mein Bücherregal und ich hat übrigens jüngst einen ähnliches Bericht verfasst, den ich euch sehr ans Herz legen möchte. Jede Krankheit ist anders und individuell und damit verläuft auch jeder Klinikaufenthalt anders.

An dieser Stelle an alle, die den mutigen Schritt zu einem stationären Aufenthalt gewagt haben: Ihr seid großartige, mutige, tapfere und starke Menschen! Weiter so! Ihr rockt das!

Sonntag, 1. Juli 2018

Tolkien Time: Charakterstudie Elrond

Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich mit meinem Lieblingscharakter Elrond unter den Mittelerde-Fans etwas alleine stehe. Nicht so sehr wie jene, die zum Beispiel an dieser Stelle Celeborn nennen würden, aber immerhin. Die meisten nennen da doch eher Legolas oder Aragorn oder Frodo. Und außerdem muss ich doch meinem legendären Ruf als wandelndes Tolkien-Lexikon gerecht werden! *lach* Daher lade ich euch heute ein, eine kleine Charakterstudie mit Meister Elrond zu veranstalten. Tolkiens Mittelerde ist riesig und seit vielen Jahren Gegenstand lebendiger und detailreicher Diskussionen. Auch ich entdecke immer und immer wieder neue Details. Auch wenn Elrond immer wieder eine recht prominente Rolle im Hobbit und Herrn der Ringe spielt, wissen viele nichts darüber hinaus. Oder wusstest du, dass er der Hofharfenist des Hohen Königs Gil-galad war? Wenn nicht, dann interessiert dich dieser Artikel hoffentlich.

Ich trage im Folgenden alle Fakten zusammen, die mir zu Elrond bekannt sind und führe auch einige eigene Ideen, Interpreationen und Headcanons mit an. Ich hoffe, der Post kann ein wenig zur Erhellung beitragen.

Freitag, 29. Juni 2018

Freitagsprobe: How to be happy: Die Welt, wie ich sie kannte von Kim Leopold

Quelle: buecher.de
Aus diversen Gründen hatte ich in letzter Zeit keine Gelegenheit, wöchentlich eine Freitagsprobe zu schreiben. In letzter Zeit kam mir aber wieder ein bisschen was zwischen die Finger, dass sich für eine Freitagsprobe eignet. Beginnen möchte ich mit »How to be happy: Die Welt, wie ich sie kannte« von Kim Leopold, das ich bei einer Aktion vom Amrûn Verlag kostenlos abstaubte.

Das kleine Guckloch an meiner Seite friert zu, je weiter wir nach Osten kommen. Es beschlägt und bricht die Sonne durch tausende kleine Eiskristalle. Nur verschwommen erkenne ich die Skyline, die mir von so vielen Bildern vertraut ist, aber doch so fremd.
Der kleine Junge neben mir beginnt ein aufgeregtes Gespräch mit seiner Mutter. Genervt ziehe ich mir die Kopfhörer über die Ohren und schalte meine Musik ein, um die letzten Minuten unseres Fluges ohne Kindergebrabbel zu verbringen.
Ich wollte nicht in diese Stadt. Nicht an diese Universität, nicht in diese WG, um mit fremden Menschen zusammenzuleben, die eine andere Aussprache und andere Gewohnheiten haben als ich.
Wir hatten einen Plan: Studieren in L.A., zusammenziehen und nach drei Jahren heiraten. Einen kleinen Jungen bekommen und kurz darauf eine süße Schwester für ihn. Ein Mädchen mit ihren Haaren und dem Lächeln, das mich die Welt vergessen lässt. Es sollte eine Prinzessin sein, eine Tochter von der Art, die man als Vater um alles in der Welt beschützen will.
Und dann zerstört Samantha alles, in dem sie ihr Auto vor einen Baum setzt.

Ein E-Short zur "How to be happy"Reihe von Kim Leopold. Mit einer XXL-Leseprobe zum ersten Band "Liliennächte".
(Quelle: Amazon)

Mittwoch, 27. Juni 2018

Rezension: Caraval (Caraval #1) von Stephanie Garber


Hypebücher und ich werden wohl nie Freunde. Ich lerne es aber auch nie! Jüngst merkte ich das an Caraval von Stephanie Garber, von dem ich viel Gutes hörte – aber auch so einige kritische Stimmen. Für mich haben letztere überwogen.

Caraval ist so etwas wie die letzte Bastion der Magie in Scarletts Welt, ein Zirkus der magischen und wundersamen Dinge. Ihr Leben lang träumt sie davon, eines Tages daran teilhaben zu können, um ihrem gewalttätigen Vater zu entkommen, doch all ihre Briefe an den Meister von Caraval werden nicht erhört. Als für sie schon alles zu spät zu sein scheint und sie an einen fremden Mann verheiratet werden soll, erreicht sie doch die lang ersehnte Antwort, dass sie am Spiel in Caraval teilnehmen kann. Dann jedoch wird ihre Schwester entführt, die zu schützen Scarletts oberste Priorität ist. Sie muss sich daran erinnern, dass alles in Caraval nur ein Spiel ist. Doch ist es das wirklich?

Dienstag, 19. Juni 2018

Weshalb Triggerwarnungen alles andere als nerviges SJW-Blabla sind


Neulich wurde ich beim Lesen mal wieder unerwartet und ziemlich heftig getriggert. Und ich war wütend. So richtig. Denn es ließe sich so einfach vermeiden! Ich verstehe wirklich nicht, warum sich Leute mit Händen und Füßen gegen eine Triggerwarnung oder sagen wir ganz neutral gegen einen Inhaltshinweis sperren. Solche Hinweise können andere Menschen vor Schäden bewahren, psychischen wie physischen, und denen, die solcher Hinweise nicht benötigen, schaden drei Zeilen im Impressum eines Buches nun wirklich nicht. Aus dem Bauch heraus und ziemlich frei will ich hier meine Gedanken und ein wenig auch meinen Frust zu diesem Thema aufschreiben.

Rezension: Palace of Silk - Die Verräterin (Palace-Saga #1) von C.E. Bernard


Der Weiße König von England mag besiegt sein, Rea nach Frankreich geflohen, und dennoch kann sie ihrer Vergangenheit und dem, was sie ist, nicht entkommen – eine Magdalena. Nicht einmal Robin, den Kronprinzen von England, kann sie vergessen, auch wenn es für sie alle besser wäre. Und dann heißt es auch noch, dass er zwecks einer Brautwerbung nach Frankreich kommt, und die Umworbene ist niemand anderes als Ninon, Reas Freundin und die Schwester des französischen Königs. Mit einem Male geht alles drunter und drüber und die geheimnisvolle Mätresse des Roi Madame Hiver macht es mit ihrem Interesse an Reas und Robins Beziehung auch nicht besser.

Der Vorteil, wenn alle Teile zum Erscheinen des ersten Bandes bereits geschrieben sind, ist, dass man schnell erfährt, wie es weitergeht. Ich habe mich sehr auf »Palace of Silk – Die Verräterin«, die Fortsetzung von C.E. Bernards Erstlingswerk, gefreut, zumal ich dieses als einen YA Roman lobte, der mich durchaus begeistern konnte. Jetzt sitze ich hier vor dieser Rezension und weiß echt nicht, was ich vom zweiten Band der Palace-Reihe halten soll. So wirklich zu 100% konnte er nicht mit Band 1 mithalten. Vielleicht der berüchtigte Fluch des Mittelbandes einer Trilogie?

Samstag, 5. Mai 2018

Blogpause: Wie es hier und auf den Social Media Kanälen demnächst weitergeht

Nach über zwei Jahren des Bloggens steht nun wohl meine erste Blogpause an. Sie wird so lang dauern, wie es eben nötig ist aka ich kann keinen genauen Zeitpunkt nennen, wann es hier wieder weitergeht. Der Grund dafür ist, dass es mir momentan gesundheitlich richtig beschissen geht, ehrlich gesagt sogar schon seit Monaten. Es fällt mir etwas schwer, das hier zu schreiben, aber ich denke, ein offener Umgang mit meiner Erkrankung kann helfen, dass ich selbst akzeptiere, dass ich krank bin. Meine momentane Diagnose lautet Soziophobie mit ausgeprägter Persönlicheitsakzentuierung, was einfach schöner klingt als Persönlichkeitsstörung, aber im Prinzip dasselbe ist, und zusätzlich gibt es noch eine starke depressive Symptomatik. Yay ... Bevor Panik ausbricht: Ich bin in Behandlung und auch wenn ich eigentlich nicht will, steht demnächst auch ein Krankenhausaufenthalt an. Ich weiß also nicht, ob ich in der Zeit auch auf den Social Media Kanälen sein werde.

Der Blog ist mir momentan eher ein Klotz am Bein, so sehr es mir auch Spaß macht, mich über das Lesen mit anderen auszutauschen. Zusätzlich sitzt mir diese blöde DSGVO Sache im Nacken, wo ich schon neulich auf Twitter ziemlich rantete. Ich habe momentan schlicht nicht die Kapazitäten, mich da einzuarbeiten und meinen Blog dementsprechend anzupassen. Bitte sagt jetzt nicht, dass das doch nicht so schwer sei, denn lasst euch gesagt sein: Wenn ihr einen Krieg gegen euch selbst führt in eurem Kopf, dann ist an manchen Tagen sogar das Aufstehen eine unüberwindliche Hürde.

Um der DSGVO zumindest vorerst zu entgehen, werde ich zu gegebener Zeit meinen Blog auf privat stellen. Ich trage euch aber sehr gerne als Leser ein, sodass ihr immer noch hier herumstöbern könnt, wenn ihr das wollt. Dazu schickt mir auf einem meiner Social Media Kanäle (am liebsten Twitter, da sehe ich es als erstes) oder an die Mailadresse in meinem Impressum eine Nachricht mit eurer Mailadresse, am besten Google. Blogspot gehört zu Google, daher macht es sich damit am einfachsten.

Im dem Sinne: Man schreibt und hört sich!

P.S.: Es sollte natürlich auf der Hand liegen, aber ich sage es lieber noch einmal extra. In dieser Zeit werden keine Anfragen von Autoren oder Verlagen beantwortet. Ich bitte darum, dies zu respektieren und mir in dieser Zeit diesbezüglich keine Nachrichten zu schicken.

Freitag, 4. Mai 2018

Rezension: Ready Player One von Ernest Cline


Die 80er Jahre sind eine legendäre Epoche der Popkultur. Comics, Filme, Bücher und Musik sprossen wie wild – und auch die Videospiele nahmen so richtig Fahrt auf. In seinem Science Fiction Roman »Ready Player One« widmet sich Ernest Cline genau dieser Zeit.

In der nahen Zukunft sieht die Realität auf der Erde nicht rosig aus. Energieknappheit und Nahrungsmangel haben die Zivilisation zugrunde gerichtet und jetzt geht es eigentlich nur doch darum, irgendwie zu überleben. Wie verlockend es da scheint, in die virtuelle Realität der OASIS abtauchen zu können, ein MMO, das von James Halliday entwickelt wurde. Kurz vor seinem Tod baute er jedoch ein Easter Egg in das Spiel ein und vermachte der Welt als Todesbotschaft, dass derjenige, der sein Easter Egg finden würde, sein gesamtes beachtliches Vermögen und die OASIS erben würde. Wadde Watts mit seinem Avatar Pazival ist einer der zahlreichen Jäger, die verbissen nach dem Easter Egg suchen und dabei gegen die korrupte Firma IOI antreten.

Dienstag, 1. Mai 2018

Rezension: Die Optimierer von Theresa Hannig


Eine Gesellschaft, in der jeder Sozialpunkte sammelt und anhand dieser seinen unverrückbaren Platz in der Gesellschaft zugewiesen bekommt? Klingt wie Zukunftsmusik, gibt es in China aber tatsächlich. Theresa Hannig stellt in ihrem dystopischen Roman »Die Optimierer« die Frage, ob solch eine Gesellschaft das Paradies oder ein Alptraum wäre.

Samson Freitag ist Lebensberater. Anhand einer umfassenden Datenbank über jeden Bürger stellt er ein Profil seines Kunden zusammen, mit dessen Hilfe er den optimalen Platz für den Bürger in der Gesellschaft bestimmen kann. Einmal festgelegt kann ein Bürger seinen ihn zugewiesenen Platz nicht mehr verlassen, es sei denn, er sammelt massiv Sozialpunkte an. Samson ist glühender Verfechter des Systems, doch als er irrtümlicherweise beschuldigt wird, eine falsche Beratung gegeben zu haben, geht es auf einmal steil bergab mit ihm. Das System will ihn um jeden Preis optimieren, ob er nun will oder nicht.

Montag, 30. April 2018

Lesemonat April 2018

Ich bin ehrlich gesagt am Überlegen, diesen Teil des Monatsrückblicks vorerst auf Eis zu legen, weil ich kaum noch etwas zu berichten habe hier. Momentan das einzige (was immerhin mehr als letzten Monat ist) ist, dass ich nun doch ein Bullet Journal begonnen habe, vorerst mehr ein Tagebuch als ein Planer. Und wie soll es anders sein? Natürlich ist es dragon themed! 

Ich habe mich für ein Leuchtturm 1917 Din A5 gepunktet entschieden, weil das bis auf den Stiftehalter alles hat, was ich so von einem BuJo erwarte, und den kann man nachträglich dranbasteln. Dann fing ich an zu basteln. mEigentlich wollte ich ein BuJo mit coolem Cover, aber ich fand einfach nichts, das cool aussah und all die anderen Dinge mitbrachte, die ich so haben wollte (mindestens kariertes oder gepunktetes Papier! Allein das war eine Herausforderung). Aber es sollte nicht am Cover scheitern, das hab ich kurzerhand selbst gemacht.

Dafür nahm ich ein Din A3 Blatt Papier, knüllte es, glättete es wieder und brühte mir dann Schwarzen Tee auf, und zwar möglichst stark. Das ganze kann man auch mit Kaffee machen. Den Tee tupfte ich dann mit dem Teebeutel auf das Papier und ließ es so »altern«. Das ganze über Nacht trocknen lassen und am nächsten Tag mit dem Gestalten beginnen. Die Front habe ich mit Pastellkreiden gestaltet, die Rückseite mit ordinären Filzstiften. Ich hatte noch etwas Geschenkpapier mit dem Motiv der Himmelsscheibe von Nebra (ja, das gibt es hier im Museum zu kaufen!) übrig, das diente mir als Einlage, um die weniger schön aussehenden nach innen umgeklappten Ecken des Covers zu überdecken. Alles wurde mit durchsichtigem Klebeband laminiert, damit es geschützt ist und ich auf das Geschenkpapier später kleine Notizzettel kleben kann, ohne es zu beschädigen. Die Frontpage des eigentlichen BuJo habe ich mit einem kleinen Toothless gestaltet, weil Gründe (er ist so süß!), und als ich in Mamas alten Magazinen ein schönes Fliederbild fand, war auch die Frontpage für Mai fertig.




Ende dieser Woche gibt es übrigens ein Lesewochenende. Wollt ihr mitmachen?

Sonntag, 29. April 2018

Rezension: Zähmung (Das Vermächtnis der Wölfe #1) von Farina de Waard


Mit »Zähmung«, dem ersten Band ihrer »Das Vermächtnis der Wölfe«-Reihe, schaffte Farina de Waard als Selfpublisherin ihren Durchbruch. Der Roman ist mit dem Indie-Autor-Preis gekrönt und konnte sich mittlerweile eine durchaus sehenswerte Fanbase aufbauen.

Sina wird völlig unerwartet von fremdartigen Wesen aus einer anderen Dimension entführt, gefangen gehalten und sogar gefoltert. Unerwartet erhält sie jedoch bei der Flucht Hilfe und kommt in einem kleinen abgelegenen Dorf unter, wo sie sich vor den Schergen der bösen Königin Zayda verstecken kann. Dort erfährt sie, dass sie eigentlich gar nicht aus Deutschland stammt, sondern aus Tyarul – und dass in ihr besondere Kräfte schlummern, die ihr im Kampf gegen Zayda helfen können.

Dienstag, 24. April 2018

Rezension: Psychopathinnen - Die Psychologie des weiblichen Bösen von Lydia Benecke


Das Böse übt eine große Faszination auf uns aus, besonders dann, wenn es in Gestalt des weiblichen kommt. Weibliche Psychopathie ist ein Feld, das noch immer nicht umfassend erforscht wurde. Lydia Benecke widmet sich in ihrem Buch »Psychopathinnen – Die Psychologie des weiblichen Bösen« genau diesen Straftäterinnen.

Rezension: Zwei Bücher zum Thema Bulletjournal und Handlettering


Auch wenn ich mich anfangs etwas gesträubt hatte, mein eigenes Bulletjournal zu beginnen, habe ich das nun doch in Angriff genommen. Unter Bulletjournal oder kurz BuJo verbirgt sich eine Methode, einen eigenen Planer zu erstellen, den man sich ganz nach Belieben und den eigenen Bedürfnissen entsprechend anpassen kann. In Vorbereitung darauf habe ich zwei Bücher gelesen, die mir von den jeweiligen Verlagen zur Verfügung gestellt wurden und die ich euch hier vorstellen möchte. Daher an dieser Stelle vielen Dank an die Verlage für die Bereitstellung der Rezensionsexemplare!

Montag, 23. April 2018

Lesewochenende #DrachenLN


Hallo, ihr mutigen Drachenforscher,

wie ihr vielleicht wisst, organisieren Nenatie und ich eine Lesechallenge, bei der es ganz um Drachen gehen sollt. Wenn ihr noch teilnehmen wollt, könnt ihr euch gern jederzeit hier anmelden. Wir hatten bereits zu Beginn der Challenge einen Leseabend veranstaltet, und da in letzter Zeit ein paar sich wieder einmal eine solche Aktion wünschten, gibt es jetzt wieder einen Leseabend. Oder sagen wir: ein ganzes Lesewochenende Anfang Mai! Also: safe the day und zückt die Bücher, um eure kleinen Drachen mit Wissen zu versorgen.

Wann?
4.-6.5.18 jeweils ganztägig

Wo?
Auf Twitter unter dem Hashtag #DrachenLN

Wer kann teilnehmen?
Jeder, der Zugang zu Internet hat und damit das hier lesen kann. Eine Teilnahme an unserer Challenge ist keine Pflicht, ebenso nicht der Besitz eines Blogs und/oder Twitteraccounts.

Wie kann ich teilnehmen?
Ganz einfach: Indem du einfach deine Beiträge mit dem Hashtag teilst. Falls du das willst, kannst du natürlich auch einen kleinen Blogpost schreiben, wir verlinken ihn dann bei uns. Solltest du kein Twitter haben, kannst du natürlich trotzdem dort mitlesen und einen Blogpost schreiben, in dem du uns deine Eindrücke mitteilst.

Was wird gelesen?
Was du willst! Da wir das Lesewochenende im Rahmen unserer Challenge veranstalten, würden wir uns aber natürlich freuen, wenn du ein Buch für unsere Challenge liest.


Sonntag, 22. April 2018

Rezension: Unter einem Banner von Elea Brandt


© Verlag, Quelle: Amazon
Ich durfte »Unter einem Banner«, den neuen Fantasy Roman von Elea Brandt, im Zuge einer Leserunde lesen und habe mich sehr darüber gefreut. Daher an dieser Stelle noch einmal Danke dafür! Nachdem mir schon »Opfermond« so ausnehmend gut gefallen hatte, hatte ich ohnehin schon seit längerem ein Auge auf diesen Roman geworfen. Da war natürlich die Freude umso größer, als ich die Gewinnbenachrichtigung erhielt. Die Freude wurde definitiv nicht enttäuscht!

Nachdem Hauptmann Reykan in einem sinnlosen und obendrein verlorenen Kriegszug seines Königs nicht nur zahlreiche seiner unter seinem Kommando stehenden Männer, sondern auch seinen Geliebten Kadur verloren hat, will er sich aus dem aktiven Kriegsdienst zurückziehen. Doch der König, dem er trotz allem treu ergeben ist, verweigert ihm diesen Wunsch und will ihn sogar zum Kommandanten seiner Leibwache ernennen. Als selbiger König jedoch kurz darauf bei einem Attentat getötet wird, sieht sich Reykan gegen seinen Willen erneut zum Dienst an seinem Königreich verpflichtet, als er mit dem Thronerben Benrik flieht und diesem dazu verhelfen will, seinen geraubten Thron wiederzuerlangen. Benrik aber ist ein verwöhnter Schönling, von dem niemand denkt, dass er jemals das Zeug zum König haben wird. Beide werden auf dieser Reise aneinander wachsen müssen, um ihre Ziele zu erreichen und alte Wunden heilen zu lassen.

Dienstag, 17. April 2018

Rezension: Schnee wie Asche (Snow like Ashes #1) von Sara Raasch


Manche Menschen spüren, dass sie von Kindesbeinen an zum Autor geboren sind. So erging es auch der jungen Sara Raasch, die mit »Schnee wie Asche«, dem Auftakt ihrer Trilogie, diesen Traum verwirklichen konnte. Allerdings sind Leidenschaft und Herzblut, so gut sie auch sein mögen, nun mal kein Garant dafür, dass der nächste Weltbestseller entsteht.

Meira ist eine der letzten Überlebenden des Königreichs Winter, das vor sechzehn Jahren vom verfeindeten Königreich Frühling angegriffen wurde. Die Bewohner Winters sind versklavt und die Magie des Reiches in Form eines Magsignie genannten Amuletts wurde vernichtet. Zusammen mit den wenigen Überlebenden formt Meira eine verzweifelte Widerstandszelle. Doch zehn ausgehungerte Rebellen gegen ein ganzes Königreich? Dennoch wagt es Meira, gegen Frühling vorzugehen, als ihr zu Ohren kommt, dass die verschollenen Amuletthälften wieder aufgetaucht sind. Die letzte Hoffnung ihres Volkes liegt auf ihren Schultern.

Mittwoch, 11. April 2018

Rezension: Palace of Glass - Die Wächterin (Palace-Saga #1) von C.E. Bernard

© und Quelle: Verlag
Manchmal nehmen Bücher einen ungewöhnlichen Weg bis zur Veröffentlichung. Mit dem ersten Roman von C.E Bernard, dem Pseudonym von Christine Lehnen, wollte es nicht klappen. Dabei war das der perfekte Roman, jedes Wort musste sitzen. Nachdem der aber nicht seinen Weg zu einem Verlag schaffte, beschloss sie, einfach drauf los zu schreiben, irgendwas, worauf sie gerade Lust hatte. Und weil sie es nun mal kann, schrieb sie den Roman eben auf Englisch und schickte ihn dann an eine Londoner Agentur. Die vermitteln nämlich weltweit. Es war die Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet ein deutscher Verlag zuschlug. Und so kommt es, dass wir nun »Palace of Glass – Die Wächterin«, Teil 1 der Palace-Saga, in Händen halten dürfen.

Rea ist eine Magdalena, das heißt, sie kann bei Berührung die Gedanken anderer Menschen sehen und in einem gewissen Maße beeinflussen. Das jedoch ist im Vereinten Königreich von England der nahen Zukunft verboten und ihresgleichen wird auf Befehl des Königs hin gejagt und verurteilt, weshalb sie sich verstecken muss. Nur in verbotenen Straßenkämpfen erlaubt sie sich Hautkontakt. Bis sie eines Tages vor den König zitiert wird, der ihr eröffnet, dass sie als getarnte Leibwächterin für seinen Sohn, den Kronprinzen, arbeiten soll. Ihr bleibt nichts anderes übrig als zuzusagen, auch wenn sie sich damit in die Höhle des Löwen begibt.

Montag, 9. April 2018

#notjustsad: Minusgefühle von Jana Seelig

© und Quelle: Verlag

Warnung! Im Folgenden wird die psychische Erkrankung Depression behandelt, damit verbunden auch u.a. Suizidalität und SVV.

»Die Depression aber ist ein mieses Arschloch, das auch vor den größten Verantwortungen im Leben nicht halt macht.« (S. 109)

2015 schrie Jana Seelig in die Welt hinaus, was es heißt, an einer Depression erkrankt zu sein, einer Krankheit, die als Volkskrankheit Nr. 1 gilt und über die noch immer so viel Unwissen und Falschwissen kursiert, dass auch heute noch ein großer Nachholbedarf besteht. Ihr Buch »Minusgefühle – Mein Leben zwischen Hell und Dunkel« trägt seinen Teil zu dieser Aufklärung bei.

Samstag, 7. April 2018

Regalputz #4: Soooo viel Platz auf einmal!


Weiter geht es mit dem Regalputz von Nenatie und mir, und ich bin mittlerweile bei meinem dritten von vier Bücherregalen angelangt (abzüglich diverser Sonderlagerstätten für die besonderen Exemplare). Dieses Mal wurden so einige Bücher aussortiert und mein Regal sieht so allmählich sehr leer aus. Das heißt Platz für all die neuen Bücher, juchu!

Samstag, 31. März 2018

Lesemonat März 2018

Nichts los diesen Monat. Und ich meine wirklich nichts. Jedenfalls nichts, dass für diesen Blog relevant wäre. Ich hab Shape of Water geguckt und fand den Film sehr schön. Und joar, damit endet es auch schon. Gelesen habe ich allerdings durchaus einiges.

Rezension: The Memoirs of Lady Trent Band 1-5 von Marie Brennan


Auch wenn ich schon meine drei Cent zu »A Natural History of Dragons« verloren habe, dem Auftakt der Lady Trent Reihe von Marie Brennan, möchte ich hier noch einmal ein paar Worte zur gesamten Reihe verlieren, denn auch wenn ich es für mich als nicht notwendig erachte, jeden Band einzeln zu rezensieren, da sich sehr vieles wiederholen würde, lohnt es sich, einen Blick auf alle fünf Bände zu werfen. Ich werde versuchen, es möglichst spoilerfrei zu halten.

Donnerstag, 29. März 2018

Regalputz #3: Eine spontane dritte Runde


Recht spontan bin ich mein zweites Regal und damit die dritte Runde des Regalputzes angegangen. Ein bisschen vom SuB, ein bisschen aus den Regalen.

Rezension: Flammenwüste (Flammenwüste #1) von Akram El-Bahay

2015 gewann Akram El-Bahay mit seinem Roman »Flammenwüste«, den Auftakt einer Trilogie, den Seraph für Bestes Debüt. Darin entführt er seine Leser in eine ganz und gar nicht leblose Wüste, in welcher sich allerhand magische Kreaturen aus Sagen und Märchen unter dem Sand verbergen. Mich jedenfalls hat daran jedoch gar nichts entführt, denn ich brach den Roman nach den ersten 214 Seiten ab. Es folgt eine ziemlich frustrierte Begründung, wie es dazu kam.

Anûr ist der Enkel eines berühmten Geschichtenerzählers. Als aus der Wüste ein Drache auftaucht, eine lange verloren geglaubte Legende, und niemand gegen ihn bestehen kann, werden er und sein Großvater an den Hof des Sultans berufen, um vielleicht mit ihren Geschichten einen Schlüssel zu finden, um den Drachen zu besiegen. Gemeinsam mit den Elitekriegern des Sultan zieht Anûr hinaus in die Wüste, um den Kampf gegen den zerstörerischen Drachen anzutreten, und muss dabei ganz anderen Gegnern entgegen treten, als er zunächst vermutet hat.

Montag, 19. März 2018

Lesung: Elea Brandt liest im Krimikeller aus ihrem Roman »Opfermond«



Eine Fantasy-Lesung im Krimikeller Leipzig? Einige der älteren Zuschauer, die vielleicht kamen und sich überraschen lassen wollten, was so kommt, waren wahrscheinlich wirklich überrascht. Doch Elea Brandt macht sehr schnell klar, dass sie mit »Opfermond« eigentlich einen Krimi in einem Fantasy Setting schrieb.

Rezension: Opfermond von Elea Brandt


2017 veröffentlichte Elea Brandt ihren Debütroman »Opfermond«, ein Fantasy-Thriller, der in der rauen Wüstenstadt Ghor-El-Chras spielt und mittlerweile auch für den zweiten Deutschen Phantastik Preis in der Kategorie Bestes Debüt nominiert ist. Verdient!

In den finsteren Gassen von Ghor-El-Chras finden sich täglich zahllose Mordopfer, meist nur arme Schlucker, die niemand vermisst. Doch dieses Mal ist der Sohn eines einflussreichen Stadtherren darunter. Der Assassine Varek wird damit beauftragt, den Täter zu stellen. Auch die Hure Idra ist daran interessiert, den Mord aufzuklären, denn die Täter scheinen auch mit dem Tod ihrer Freunde in Verbindung zu stehen. Zusammen entdecken die beiden dabei jedoch eine viel größere Gefahr, als sie zunächst geahnt hatten.

Freitag, 16. März 2018

Lesung: »Dass ich ein Depp bin, hat nichts damit zu tun, dass ich Fantasy lese.« - Die Seraph Lesung auf der LBM 2018

v.l.n.r.: Oliver Graute, Michael Marrak, Natalja Schmidt, Berhard Hennen, Kai Meyer, Markus Heitz, Theresa Hannig, Janna Ruth, Christian von Aster

Alle Jahre wieder wird der Seraph auf der Leipziger Buchmesse verliehen, der Phantastik-Preis der Phantastischen Akademie e.V., und im Anschluss dürfen die Gewinner zusammen mit den Großen der deutschen Phantasik ihre Lesungen vortragen. Dieses Jahr gab es endlich mehr als genug Platz für alle, denn es hieß: raus aus der arg kuscheligen Schille und hinein ins Werk 2! Das Werk 2 bot mehr als genug Platz für die zahlreichen Zuschauer, sodass niemand hinter der Bühne stehen (ich erinnere mich an mein Erlebnis von vor zwei Jahren, war nicht schön) oder gar weggeschickt werden musste. Natalja Schmidt und Oliver Graute führten die Zuschauer und Autoren durch einen wunderbaren Abend.

Mittwoch, 14. März 2018

Regalputz #2: Frühjahrsputz


Nun endlich geht es im Regalputz auch wirklich an meine Regale. Wer nicht weiß, was es mit dem Regalputz auf sich hat, kann gern hier vorbeischauen. Meine Regale sind alphabetisch nach Vorname des Autoren sortiert. Dementsprechend folgen auch die Bücher in den kommenden Beiträgen (ein kleiner Blick in den Teil meines Regals, den ich nicht rezensiert hab 😉)

Samstag, 10. März 2018

Das Fantasy-Programm der Leipziger Buchmesse 2018 #lbm18

Bald öffnet die Leipziger Buchmesse wieder ihre Pforten und bietet ein rappelvolles Programm. Ich bin die Fantasy-Sparte für euch durchgegangen und habe einige interessant klingende Angebote herausgepickt. Ich werde dieses Jahr nicht auf der Messe selbst sein (ja, leider keine Lesungsrezension zu Ardeen, ein bisschen schade ist das schon *hust*), jedoch wahrscheinlich in der Stadt herumschwirren. Zu den rot markierten Veranstaltungen gehe ich mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit. Werde ihr dieses Jahr da sein und wie sieht euer Programm aus?

Sonntag, 4. März 2018

Lesemonat Februar 2018

Dieser Post erscheint ein paar Tage später als gewohnt, da ich über dem Monatswechsel hinweg nicht anwesend war. (Nicht mal in Deutschland, munkelt man.)

Anfang des Monats hatte ich eine Laune, mal Wordpress auszutesten, weshalb ich mir dort spontan einen kleinen Blog anlegte. Auf Carniquesse gibt es vor allem Rezensionen zu Fanfictions sowie weiteres Gequassel rund um das Thema Fanfiction. Ich werd dort nicht wirklich häufig was posten, aber würde mich dennoch freuen, wenn ihr dem Blog folgt und/oder vielleicht sogar das eine oder andere dazu beizutragen habt. Ich fand die Idee von einer Community ähnlich wie verreis_mich schon immer cool, nur eben mit Rezensionen, statt mit dieser Art von Verrissen, die die Leute dort machen.

Dank des Sargnagels der Spieleindustrie Gronkh bin ich auf ein neues (altes) Spiel gestoßen, das ich bisher so gar nicht auf dem Schirm hatte: Shadow of the Colossus, ursprünglich für die PS2 erschienen, dann für die PS3 und jetzt jüngst noch einmal für die PS4 neu aufgelegt. Und da erinnerte ich mich, dass ich ja eine PS2 besitze. Also das Teil entmottet, an meinen Bildschirm angestöpselt, das Spiel aufgetrieben und schon ging es los. Was alles einfacher klingt, als es war, weil ich eine ziemlich abenteuerliche Adapterkonstruktion brauchte, um Bild- und Tonsignal meiner PS2 an meinen PC-Bildschirm und die Boxen zu übermitteln. Aber hey, es läuft! Grafik ist für'n Arsch, aber das ist mir sowas von egal. Das Spiel ist großartig! Wenn Leute es als Kunst bezeichnen, verstehe ich das voll und ganz. Wenn man da allein mit seinem Pferd Agro (dieser Name, ey ...) durch die weite, unendlich leere Landschaft reitet und plötzlich so ein Koloss auftaucht, huiuiuiuiui. Krass.

Diesen Monat ging der erste Gastbeitrag auf meinem Blog online, worüber ich mich sehr gefreut habe. Dabei handelt es sich um eine Rezension zu Weltenspalter von Steven Harper.

Diesen Monat habe ich The Sixth Sense gesehen, ein Film über einen psychisch schwer kranken Jungen und seinen Therapeuten. Klingt banal, ist aber ein absolut hervorragender Film, der mich absolut begeistert hat. Also sehr zu empfehlen! Vor allem, wenn man den Twist am Ende noch nicht kennt.

Freitag, 23. Februar 2018

Rezension: A Natural History of Dragons (The Memoirs of Lady Trent #1) von Marie Brennan

Wer träumt nicht davon, einen leibhaftigen Drachen erforschen zu dürfen? Marie Brennan nimmt ihre Leser zusammen mit Lady Trent in »A Natural History of Dragons« auf eine abenteuerliche Reise hinaus aus dem viktorianischen Heim einer jungen Dame und mitten hinein in ein wildes Abenteuer voller Drachen.

Isabella ist ein aufgewecktes Mädchen – für ein Mädchen ihres Standes etwas zu aufgeweckt. Eine tote Taube auszuweiden, um zu sehen, was in ihr drin ist, gehört sich einfach nicht, erst recht nicht für eine Tochter eines feinen Hauses. Isabella hat eine Leidenschaft für Flügel, besonders für Drachenflügel und überhaupt für Drachen an sich, doch sich mit Naturkunde zu befassen, wird als nicht angemessen für eine junge Dame angesehen. Isabella hat jedoch Glück, dass ihr Vater sie an einen nachsichtigen Ehemann, Jacob Camherst, verheiratet. Sie ist umso glücklicher, als Jacob ihr erlaubt, ihn mit auf eine Expedition in Drachengebiet zu begleiten. Sie erwartet ein großes Abenteuer, ahnt jedoch nicht, wie groß dieses Abenteuer wirklich wird und welche Bedeutung ihre Entdeckungen haben werden.

Sonntag, 18. Februar 2018

[Gastbeitrag] Rezension: Weltenspalter von Steven Harper

© Katharina
Liebe Leute, der nachfolgende Beitrag ist der erste Gastbeitrag auf meinem Blog, worüber ich mich sehr gefreut habe! Er stammt von Katharina (magicblue). Wenn ihr mehr zum Thema Gastbeiträge auf meinem Blog erfahren wollt, dann schaut einmal hier vorbei.

Als ich das Buch in der Buchhandlung meines Vertrauens sah, machte mich der Titel sogar neugierig genug um mir den Klappentext durchzulesen. Allerdings muss ich sagen, dass ich es dennoch nicht gekauft hätte oder überlegt hätte es zu lesen, wenn nicht die Challenge von Wortmagie gewesen wäre und ich deshalb ein Buch gebracht hätte, in dem eine legendäre Waffe vorkommt. Aber so habe ich mich einmal darauf eingelassen, auch wenn mich die Kurzbeschreibung nicht gerade ungeheuer neugierig machte.

Danr wird von den Menschen nur "Trolljunge" genannt, da sein Vater den Stanen angehörte, dem dunklen Volk, das unter den Eisenbergen herrscht. Als von dort unheimliche Wesen in das Reich der Menschen eindringen, bekommt Danr einen Auftrag: Er soll die Unterirdischen aufhalten, doch dazu muss er die legendäre Axt finden - Weltenspalter. Doch diese Axt ist keine gewöhnliche Waffe, und Danr Auftraggeber ist alles andere als menschlich. Es ist der Tod persönlich…

Rezension: Die Drei Sonnen (Remembrance of Earth's Past #1) von Cixin Liu

© und Quelle: Verlag
Die Vorstellung einer Alieninvasion beschäftigt die Menschheitsgeschichte seit vielen Jahren, seit »Krieg der Welten« wurden unzählige Szenarien durchgespielt. Manche sind weniger sinnvoll (ich sag nur »Independence Day«) andere mehr (»Arrival«!). Nun reiht sich auch der chinesische Autor Cixin Liu mit »Die Drei Sonnen«, Auftakt seiner »Remembrance of Earth’s Past«-Trilogie dort ein. Erzählt wird eine ganz klassische Erstkontakt-Geschichte. Aber eine, die es in sich hat!

Die Wissenschaftlerin Ye Wenjie wird in den Wogen der chinesischen Kulturrevolution auf die entlegene Astrostation Roter Horizont gespült. Dort soll sie zunächst nur einfache technische Aufgaben übernehmen, doch bald wird sie unersetzlich und lebt sich gut in ihrem politisch auferlegten Exil ein. Tag für Tag lauscht sie in die unendlichen Weiten des Alls. Bis sie eines Tages eine Botschaft empfängt und eine verhängnisvolle Antwort schickt. Fünfzig Jahre später gerät der Nanowissenschaftler Wang Miao unversehens in eine Terrorgruppe, die die Menschheit von einer fremden Zivilisation ausgelöscht sehen will.

Samstag, 17. Februar 2018

Rezension: American Gods von Neil Gaiman

Die Götter der alten Welt sind tot und nun nehmen neue ihren Platz in unserer Welt ein und ringen um die Anbetung durch die Menschen. Neil Gaiman widmet sich in seinem Roman »American Gods« einem ausgesprochen aktuellen Thema, das bei weitem nicht nur Amerika betrifft.

Shadow hat nichts mehr. Als er aus dem Gefängnis entlassen wird, erfährt er, dass wenige Tage zuvor seine Frau bei einem Autounfall ums Leben kam. Seinen alten Job kann er ebenso wenig zurück haben und in seiner Heimat ist er auch nicht mehr wirklich willkommen. Da begegnet ihm der schlitzäugige Mr Wednesday und bietet ihm an, für sich zu arbeiten. Hauptsächlich als Fahrer, vielleicht auch dem einen oder anderen Typen eins überziehen. Da Shadow ohnehin keine Alternativen mehr im Leben hat, nimmt er nach einigem Zögern an. Und ahnt nicht, dass er in einen Krieg der Götter hineingeraten ist.

Dienstag, 13. Februar 2018

Regalputz #1: Ran an den SuB!


Ziemlich spontan in einer wortwörtlich Nacht und Nebel Aktion habe ich die erste Runde meines Regalputzes begonnen und mir dafür nicht die Regale meiner gelesenen Bücher, sondern meinen SuB vorgenommen. Wenn ihr nicht wisst, was das für eine Aktion ist, könnt ihr hier vorbeischauen. Obwohl das mit dem Regalputz eine Mitidee von mir war (immerhin zog ich das Projekt zusammen mit Nenatie auf), fiel mir auf, dass ich mich etwas schwer tat, die Bücher auch wirklich auszusortieren. Vielleicht kommt das noch, wenn ich das noch ein bisschen länger verfolge, dass es mir nicht mehr so schwer fällt.

Übrigens könnt ihr die aussortierten Bücher erstehen, wenn ihr wollt. Schaut dafür einfach hier vorbei.

Donnerstag, 1. Februar 2018

Buchgeplauder: Was ist Brandon Sandersons Cosmere?

[1]

Brandon Sandersons Cosmere ist auf meinem Blog immer wieder ein Thema. Aber was ist der Cosmere überhaupt? Ganz kurz gesagt: ein richtig, richtig geiles Konstrukt. Und da ich so unglaublich begeistert von der Idee bin, die hinter dem Cosmere steckt, möchte ich ihn euch in diesem Post näher vorstellen und am Ende auch ein paar Tipps geben, wo ihr am besten anfangt, wenn ihr euch tiefer in die Weiten des Cosmere voran wagen wollt.

Außerdem möchte ich euch gleich noch einen Podcast empfehlen, den ich neulich entdeckte: Cosmere Conversations besprechen den Cosmere und all die verschiedenen Theorien, die es dazu gibt. Wenn ihr des Englischen mächtig seid und euch für den Cosmere interessiert, dann ist dieser Podcast auf jeden Fall eine Empfehlung.

Ein kleiner Hinweis: Da ich Brandons Bücher seit einigen Jahren nur noch auf Englisch lese, werde ich im Folgenden auch stets die englischen Begriffen wie eben zum Beispiel Shards oder Investiture verwenden.

Mittwoch, 31. Januar 2018

Lesemonat Januar 2018

Und da war schon wieder ein Jahr vorbei. Die Zeit zwischen den Feiertagen hatte ich ein wenig dazu genutzt, um über mein Leseverhalten zu reflektieren. Zum Einen stand zum Jahresbeginn natürlich wieder die Reading Challenge bei Goodreads an. Goodreads will mich mal wieder dazu motivieren, mehr zu lesen als im Vorjahr, aber da kam mir in den Sinn, dass Lesen ja kein Leistungswettbewerb sein soll, kein Massenkonsum von möglichst vielen Büchern, von denen effektiv am Ende eh kaum was hängen bleibt. Deshalb habe ich beschlossen, dieses Jahr nicht an der Challenge teilzunehmen. Da ich aber nun mal mag, wenn ich bunte Bildchen auf meinem Profil habe, habe ich dennoch eine symbolische Challenge von ganzen 12 Büchern eingerichtet. Das habe ich spätestens im Februar erledigt, aber wie gesagt will es mir ja nicht darum gehen, immer mehr und mehr zu lesen.

Des weiteren mein SuB. Die einen werden jetzt mitfühlend nicken, die anderen genervt aufstöhnen, wenn wieder dieses Thema aufkommt. Irgendwie wurde das mit meinem SuB (jetzt sag ich doch SuB und nicht mehr StuB) im letzten Jahr ein wenig überhand. Im dreistelligen Bereich, das finde ich doch etwas heftig. Da kam mir Steam in den Sinn. Was hat Steam mit dem SuB zu tun? Aber passt auf: Steam haut regelmäßig satte Sales raus, bei denen ich zwar gern einmal zuschlage, in der Regel aber sehr gut abwarten kann, bis ich mal wieder ein paar Spiele beendet habe und/oder das gewünschte Spiel bei dem Preis angelangt ist, wo ich mir sagte, dass ich zuschlagen will. Bei ESO sind das zum Beispiel 20€, momentan landet das Spiel bei Sales regelmäßig bei 25€. Außerdem macht es bei einigen Spielen für mich keinen großen Sinn, Teil 5 zu kaufen, wenn ich grad bei Teil 3 hänge, weshalb ich sehr gut darauf verzichten kann, bei den regelmäßigen Sales für die Assassin's Creed Reihe mir die Spiele zu kaufen, da der nächste 80% Sale garantiert kommt.

So, und warum kann ich das nicht bei Bücher? Genau das will ich ändern, allein schon des Platzes wegen, der hier arg eng wurde in den letzten Monaten. Ich hatte schon überlegt, meinen SuB auszusortieren, aber dazu konnte ich mich noch nicht durchringen. Vielleicht irgendwann? Ich will das alles ehrlich gesagt nicht Vorsatz für's neue Jahr nennen, denn: Warum so etwas an einen bestimmten Moment koppeln und nicht einfach machen? Also mache ich einfach. Oder versuche.

Ich hab mir spaßeshalber einen Account bei letterboxd angelegt, falls euch interessiert, was ich so schaue (erschreckend viel Scheiß, an dem ich auch noch Spaß habe). Ein paar kleine Meinungen gibt es schon, zum Beispiel, warum ich Riddick einen und nicht nur einen halben Stern gab und warum der neue Jumanji Film überraschend gut war.

Wie das zu Jahresbeginn so ist, erscheinen ein Haufen Listen mit heiß ersehnten Neuerscheinungen des Jahres. Das wird es bei mir wieder nicht geben, nicht mal eine Wunschliste, weil ich einfach die vom letzten Jahr weiter fortsetze. Und zu den Neuerscheinungen: Es gibt nur vier für mich dieses Jahr, die ich heiß ersehne. Nein, mit Decades, dem neuen Album von Nightwish, eigentlich fünf. An erster Stelle steht ganz klar und unangefochten Ori ans the Will of the Wisps. Ori 2 wurde 2017 auf der E3 angekündigt und es war einfach Liebe! Wieder mal. Mir ist noch kein genaues Release Datum bekannt, kommt hoffentlich noch dieses Jahr. Danach Skyward von Brandon Sanderson, außerdem sein dritter Legion Band in einem Sammelband sowie Das Imago-Projekt von Robert Corvus.

Apropos Listen. Vielleicht ist es dem einen oder anderen schon aufgefallen, dass die Zahlen in meiner Monatstatistik nicht immer ganz hinhauen. In diesem Monat zum Beispiel habe ich drei Neuzugänge, vier gelesene Bücher und trotzdem am Ende des Monats mehr Bücher auf dem SuB als zu Beginn. Bisher hatte ich das einfach so stehen lassen, habe aber irgendwie das Gefühl, doch mal ein Wort dazu zu sagen. Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass ich selbst meinen SuB nie gezählt habe. Ich hab einfach alle Bücher, die da sind, bei Goodreads in das entsprechende Shelf getan, und einige Bücher waren eben zu dem Zeitpunkt, wo ich das Shelf anlegte oder ich die Bücher bekam, noch nicht bei Goodreads erschienen (und ich zu faul, sie einzutragen), weshalb sie dann irgendwann anders dazu stießen. Die Zahl meiner Bücher auf dem SuB ist also nicht zu 100% genau. Wenn er irgendwann mal überschaubar wird, ändert sich das vielleicht.

Und noch ne Liste. Ich hatte spontan Lust, für dieses Jahr ein Spreadsheet anzulegen, ihr wisst, diese umfassenden Lesestatistiken mit coolen Excelgrafiken, die irgendwelche Nerds bei Excel eintippen, die mehr Ahnung von Tabellenkalkulation haben als ich. Und daher suchte ich mir für dieses Jahr dieses hier heraus:

Dienstag, 30. Januar 2018

Rezension: Plasmaherz von J.H. Artschwager

»Angst ist hier draußen das einzig richtige Gefühl.« So lautet der Leitspruch von Jens Artschwagers zweitem Roman »Plasmaherz«, ein Science Fiction Horrortrip in die Tiefen des Weltalls.

Desmon K’larian ist Schatzjäger. Er fliegt quer durch das Weltall auf der Suche nach kostbaren Artefakten, die er verkaufen kann. Eine dieser Reisen führt ihn weiter als jemals zuvor in kaum erforschte Gebiete. Dort, so sagte ihm seine Quelle, solle das Plasmaherz verborgen sein, ein Artefakt von unschätzbarem Wert. Gemeinsam mit seiner Jugendliebe Anbel macht er sich auf die Reise ins Unbekannte und ahnt nicht, was ihn dort tatsächlich erwarten wird.

Samstag, 20. Januar 2018

Tolkien Collection: Folio Society Edition

Endlich, endlich ist es so weit! Meine Tolkien Folio Society Sammlung ist vollständig! Jedenfalls mit den neueren Ausgaben, an die alten Bücher denke ich erst, wenn ich drei Nullen mehr auf dem Konto habe. Ich hatte den Hobbit und das Silmarillion schon im August bekommen, den Herrn der Ringe sparte ich mir für Weihnachten auf, was dann doch aus verschiedenen Gründen erst jetzt im Januar wurde.

Die Bücher sind eine wahre Augenweide im Regal. Ich liebe die Musterung auf den Büchern, die auch über die Rücken hinweg ineinander übergehen! Zusammen mit den weinroten Schubern sowie der Goldprägung auf dem Schuber des Herrn der Ringe sieht das einfach klasse aus. Ich war schon schwer verliebt, als ich Bilder davon sah. Aber als ich die Bücher dann zusammen in meinem Regal erblickte, da war vorbei!

Mittwoch, 17. Januar 2018

Bücher abzugeben! Aber wohin? (Oder auch: How to Bücher dealen)

Jetzt, da der Regalputz angelaufen ist (wer nicht weiß, was das ist, kann es hier nachlesen), stellt sich sicher bei einigen die Frage: »Wohin mit den ausgemisteten Büchern?«

Bücher wegzugeben, die ich nicht mehr lesen möchte, war für mich anfangs schwer, aber notwendig. Zum Glück gibt es einige Möglichkeiten dafür, die auch noch Spaß machen und die ich euch hier vorstellen möchte.

Aktion: Regalputz

Kennst du das? Du stehst vor deinem Buchregal und denkst dir: »Ich besitze dieses Buch? Warum weiß ich nichts davon?« Und vielleicht ist genau das der Moment, in dem es Zeit wird, dass einmal ordentlich ausgemistet wird, um Platz zu schaffen für neue Bücher, Sammlerstücke oder auch etwas völlig Anderes.

So erging es mir neulich. Aber knapp 300 Bücher noch einmal lesen, um zu sehen, ob sie noch dem eigenen Geschmack entsprechen, während auf dem SuB noch mal 100 ungelesene warten? Puh! So viel Arbeit! Wie das mit Twitter so ist, kam spontan zusammen mit Nenatie die Idee auf, daraus doch eine Aktion zu machen und gemeinsam den Wust im Regal anzugehen.

Sonntag, 14. Januar 2018

Rezension: Der Falle Jane Eyre (Thursday Next #1) von Jasper Fforde

Ein Literatur-Spaß-Thriller? Thriller? Ich? Na ja … Ich wagte mich dennoch an »Der Fall Jane Eyre« von Jasper Fforde, Thursday Nexts erster Fall. Als ich das Buch in die Hand gedrückt bekam, wurde mir auf einmal bewusst, wie viele Leute, die ich kenne, diesen Autor mochten, weshalb ich beschloss, dem Buch eine Chance zu geben. So wirklich aus den Socken hat’s mich nicht gehauen.

Thursday Next ist Literatur-Agentin, das heißt, dass sie bösen Schurken auf die Finger haut, die Manuskripte rauben, Raubkopien von Erstausgaben anfertigen oder sogar Romanfiguren aus ihren Romanen entführen. Deren schlimmster ist Archeron Hades, der sich den berühmten Roman »Jane Eyre« vorknüpft, um damit ein enormes Lösegeld zu erpressen. Seite an Seite mit Dodos und über Literatur philosophierenden Bücherwürmern heftest sich Thursday an seine Fersen, um ihn dingfest zu machen.

Samstag, 6. Januar 2018

Challenge: SuBventur-Challenge #DasSuBabc


Im vergangenen Jahr ist das mit meinem SuB etwas ausgeartet. Nachdem ich mir sagte, dass ich ja bei Spielen so eisern sein kann (»Da ist grad ESO im Sale.« »Ja, ich weiß. Aber ich warte, bis es noch 5€ billiger ist und außerdem hab ich mir gerade erst AC 3 gekauft.«), schaffe ich das auch für Bücher. Ich will es zumindest versuchen. Und genau da kamen Kerstin und Janna von KeJas Blogbuch mit ihrer SuBventur-Challenge. Da gibt es zwar auch ein Gewinnspiel, aber ich mache ganz unverbindlich ohne Teilnahme an dem Gewinnspiel mit. Die weiteren Regeln entnehmt bitte dem Originalpost. Der Einfachheit halber werde ich hier meist auf Goodreads verlinken, da ich wahrscheinlich nicht zu allen gelesenen Büchern eine Rezension schreiben werde. Einen Überblick über meinen SuB findet ihr hier bei meinem SuBventur Post.

Spaßeshalber:
  • SuB zu Beginn der Challenge: 110
  • SuB: zum Ende der Challenge: