Denn ich fresse nicht nur Jungfrauen!

Freitag, 13. Juli 2018

Freitagsprobe: Gork der Schreckliche von Gabe Hudson



© und Quelle: Verlag
Durch Zufall bin ich auf Vorablesen.de auf »Gork der Schreckliche« gestoßen, ein Fantasy Roman von Gabe Hudson mit einer ganzen Menge schrägen Humor. Der Klappentext klang so verrückt, dass ich sofort neugierig war. So viel kann ich vorweg nehmen: Auch die Leseprobe war so erheiternd, dass ich unbedingt mehr von diesem unterhaltsamen Quatsch lesen will!

»Mein Name ist Gork der Schreckliche, und ich bin ein Drache. Ich warne euch. Von allen Drachenliebesgeschichten ist meine die schrecklichste. Aber auch die romantischste. Denn in meiner schuppigen grünen Brust schlägt ein furchtbar großes und empfindsames Herz.«
Gork ist nicht wie die anderen Drachen an der Militärakademie WarWings. Er hat winzige Hörner und fällt gelegentlich in Ohnmacht. Sein Spitzname ist »Weichei« und sein WILLE ZUR MACHT-Ranking liegt bei »Kuschelbär« – das niedrigste in seinem Jahrgang. Aber er ist wild entschlossen, sich von nichts aufhalten zu lassen, als die wichtigste Mission seines Lebens beginnt: Am Vorabend seiner Abschlussfeier, muss er einen weiblichen Drachen fragen, ob sie seine Queen sein will. Sagt sie ja, wird er mit ihr einen fremden Planeten unterwerfen und mit seinen Nachkommen bevölkern. Sagt sie nein, – dann wird Gork leider versklavt.

(Quelle: Vorablesen.de)



Der Roman fängt schon ganz wunderbar an: Gork wird auf dem Planeten Erde geboren. Er schlüpft als (vermutlich) einziger Überlebender des Geleges aus seinem Nest, ist noch nichts weiter als ein kleiner Scheißer und stößt erst mal einen Urschrei aus, um seine drachische Überlegenheit zu demonstrieren – was dabei wirklich rauskommt, ist nichts weiter als ein klägliches Quäken. Da weiß man gleich, woran man bei diesem Roman sein wird!

Das Ganze ist eine spannende Mischung aus Fantasy und Science Fiction. Die Drachen scheinen es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, die herrschende Rasse in der Galaxis zu werden. Selbst in ihren eigenen Reihen herrschen harte Sitten und es wird nicht einmal vor Kannibalismus Halt gemacht. Gork ist Kadett an einer Flugschule, an der er gelernt hat, ein eigenes Raumschiff zu steuern.

Auf der anderen Hand gibt es gerade im Einstieg eine Menge Referenzen zu bekannten Werken der Phantastik, die sich mit Drachen beschäftigen, allen voran Beowulf und Tolkiens Hobbit. Gork echauffiert sich darüber, was für unsägliche Lügen in diesen Werken über seine Rasse verbreitet werden. Smaug sei ja rot, wer habe schon jemals einen roten Drachen gesehen, und er sei ja strunzdoof?!

Es sorgte wirklich für so einige Lacher, vor allem aber auch Gorks Großkotzigkeit, wie er gerade in seinen ersten drei Lebensjahren allein auf der Erde verbringt und denkt, er sei der größte. Ein bisschen niedlich fand ich es ja schon, wie er da aus dem Ei kroch und erst einmal dachte, dass sich alles auf der Erde an ihm ausrichtete – bis eigentlich klar wurde, dass er kaum besser als ein Tier ist und völlig unzivilisiert in einem Raumschiff, seiner »Höhle«, lebt und eigentlich keinen Plan von nichts hat.

Die Leseprobe verspricht unterhaltsame und vergnügliche Lesestunden in einem spannenden Genremix, der die gängigen Tropes nimmt und ordentlich durcheinander wirft. Hoffentlich kann das Buch halten, was die Leseprobe verspricht! Ich bin in jedem Fall neugierig geworden.


Die von mir gelesene Leseprobe findet sich auf Vorablesen.de.


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Reiheninformation
Autor: Gabe Hudson
Titel: Gork der Schreckliche
Sprache: Deutsch
Umschlagillustration: Rudi Skukalek
Reihe: Nein
Seiten: 432
Originalpreis: 20,00€
Verlag: Klett-Cotta Hobbit-Presse
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-608-96268-0
Erscheinungsjahr: 2018

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