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Sonntag, 9. September 2018

Blogtour: My all time favourite author Brandon Sanderson

In Julias (TheBookDynasty) Blogtour geht es um die All Time Favourite Authors. Wer diesen Blog schon etwas länger verfolgt, dürfte es nicht schwer haben zu erraten, welche Autoren das bei mir sind. Da ich schon vor einer kleinen Weile berichtete, wie ich zu Tolkien kam, möchte ich mich in diesem Beitrag Brandon Sanderson widmen.

Sanderson wurde 1975 in Lincoln, Nebraska, geboren und lebt heute in Salt Lake City. Seine erste Veröffentlichung war »Elantris«, auch wenn das bei weitem nicht sein erster Roman gewesen war. »Elantris« gingen ganze 16 weitere Romane voran, die mittlerweile nach und nach aus der Schublade geholt werden. Einer davon ist »White Sand«, welcher derzeit als Graphic Novel adaptiert wird; Band 1 und 2 sind bereits erschienen. Sanderson gilt heute als einer der einflussreichsten Autoren der Fantasy der Gegenwart.

Ich kam zu Sanderson wie viele andere auch durch die »Mistborn«-Reihe (dt. Nebelgeborene), welche seinen internationalen Durchbruch markierte. Schnell war mir klar, dass ich Sandersons Werke ebenso feiere wie Tolkiens Mittelerde. Beide sind absolut umwerfend, jedes auf seine Art. Und damit ihr alle auch mehr Sanderson lest, möchte ich euch hier fünf Gründe nennen, warum ihr das unbedingt tun solltet.


1. Ein unglaublich komplexes Worldbuildung
Wer eines von Brandons Werken liest, wird sehr wahrscheinlich das komplexe Worldbuilding positiv bemerken. Er steckt viel Energie und unglaublich viel Kreativität in seine Welten hinein. Wer weiterliest, wird auch bemerken, dass die Magiesysteme in den Welten stets eine große Rolle spielen und sich vor allem von den klassischen Magiesystemen der Fantasy abheben. Hier gibt es keine gemurmelten Worte oder geschwungenen Zauberstäbe. In »Elantris« zum Beispiel wird die Magie durch sogenannte Aons gewirkt, besondere Zeichen, die die magischen Energien bündeln. Es ist der zentrale Plotpunkt, dass dies jedoch aus irgendeinem Grund nicht mehr funktioniert. In den »Mistborn«-Büchern können einige Menschen Metalle »verbrennen«, sprich durch das Schlucken kleiner Phiolen Metallpartikel aufnehmen und dadurch deren besondere Kräfte nutzen.

Den meisten Lesern wird das wahrscheinlich schon sehr beeindruckend erscheinen. Die wenigsten werden aber schon beim ersten Lesen bemerken, dass dahinter ein noch viel komplexeres Worldbuilding steckt: der Cosmere, Brandons große hidden epic. Da ich hier schon einmal sehr ausführlich auf den Cosmere einging, möchte ich hier nur in Kürze etwas dazu sagen. Der Cosmere ist eine Zwergengalaxie, mit zehn Hauptplaneten, sogenannte Shardworlds. Es gibt noch weit mehr Planeten in dieser Galaxie, aber es sind diese Zehn, die für den Cosmere von besonderer Bedeutung sind. Die meisten dieser Welten haben sogenannte Shards, Splitter einer noch nicht näher bekannten Macht namens Adonalsium. Befindet sich ein solcher Splitter auf einer Welt, dann bringt er mit sich die besondere Magie, Investiture genannt, die so typisch für die jeweilige Welt ist. Und nicht nur das: Die Shard ist damit auch stets der Ursprung allen Lebens in dem jeweiligen System.

Einige wenige Menschen im Cosmere besitzen die Fähigkeit des Worldhopping, das heißt, sie können zwischen den Welten reisen. Der wohl bekannteste runnig gag ist Hoid, der in quasi jedem Cosmere-Band auftaucht, mal nur als Randfigur, mal als sehr prominenter Charakter.

2. Vielfältige Romane
Die Cosmere-Romane sind allesamt High Fantasy. Darüber hinaus hat Brandon aber noch zahlreiche andere Romane geschrieben, vor allem im Jugendbuch-Bereich. Er bietet damit für viele Geschmäcker etwas. Jetzt im November wird außerdem sein erster Science Fiction Roman »Skyward« erscheinen. Man kennt mit Sicherheit den Trope vom Jungen und seinem Drachen. Brandon mag diesen Trope sehr, nahm ihn und machte daraus ein Mädchen mit seinem Raumschiff. Ich bin sehr gespannt!

3. Mental Diversity
Mir fiel schon vor einiger Zeit auf, dass in der Fantasy und gerade bei den Publikumsverlagen das Thema der psychischen Krankheiten so gut wie gar nicht vorkommt. Bei Brandon ist das in quasi jedem seiner Romane ein Thema. Besonders sticht dabei seine »Stormlight«-Reihe heraus. Seine Protagonisten leiden an Depressionen, posttraumatischen Belastungsstörungen und dissoziativen Störungen und beißen sich trotz allem durch eine harte und unerbittliche Welt. Brandon gelingt es unheimlich gut, die Krankheitsbilder seiner Protagonisten darzustellen und ein Bild davon zu vermitteln, wie es ist, mit einer psychischen Krankheit zu leben. Gleichzeitig macht er aber auch Mut und zeigt, dass man auch mit solch einem schweren Krankheitsbild noch unheimlich viel erreichen kann. Mich imponiert das immer und immer wieder sehr.

4. Packende Geschichten
Überhaupt: Seine Romane sind einfach genial geschrieben! Jedes Mal, wenn ich einen seiner Romane in der Hand habe, ist auch beim Reread sicher, dass ich ihn nicht eher aus der Hand legen werde, bis ich ihn durchgelesen habe. Er weiß seine Leser an die Seiten zu fesseln, mit seinen vielseitigen Charakteren zu begeistern und mit seinen Plottwists vollkommen zu überraschen.

5. Eingängiger Stil
Gerade die »Mistborn«-Romane werden oft genannt, wenn es um Einsteigerromane in die Fantasy geht. Also: Wenn ihr bisher nicht so viel mit Fantasy am Hut hattet und euren ersten Kontakt mit dem Cosmere machen wollt: Das ist eure Reihe. Auch wenn ihr erste Schritte im englischen Lesen machen wollt, eignet sich Sanderson gut, da er eine leicht verständliche Sprache hat und einen flüssigen Stil, der das Lesen sehr angenehm macht. Trotz aller Komplexität seiner Welten schafft er es, diese sehr leicht verständlich zu machen.


Und? Lust bekommen, mal einen Roman von Brandon Sanderson auszuprobieren? Kennt ihr vielleicht schon den einen oder anderen?

Übersichtspost der Blogtour
Der nächste Tourstop am 10.9.

4 Kommentare:

  1. Hallo :)

    Über Brandon Sanderson habe ich bisher auch schon viel Positives gehört und es vor einiger Zeit mal mit dem Reihenauftakt von "Mistborn" versucht. Mit dem komplexen Worldbuilding kann ich dir absolut zustimmen, das war auch das, was mir am ersten aufgefallen ist. Leider war ich damals wohl nicht in der richtigen Stimmung für ein solches dickes, komplexes Fantasybuch, deshalb habe ich es abgebrochen und auf unbestimmte Zeit verschoben. Aber wenn ich, wie hier, immer wieder so viele positive Stimmen über die Bücher des Autors höre, reizt es mich doch, ihm noch einmal eine zweite Chance zu geben :)

    LG paperlove

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  2. Hallo!
    Ich komme nun auch endlich mal dazu die Beiträge zu lesen und ich danke dir, dass du bei der Tour mitgemacht hast!
    Ich habe auch schon einmal ein Buch von Brandon Sanderson gelesen, weil ich vor allem im Amerikanischen Raum gemerkt habe, dass er dort sehr beliebt ist, aber irgendwie...Zu mir hat das Buch keinen Draht gefunden, aber ich hoffe er wird noch lange dein Lieblingsautor sein!
    Alles Liebe,
    Julia

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    1. Hallo,
      bei solchen Aktionen immer nur Tolkien zu nennen wird auf Dauer ja auch langweilig ;) Bei Sanderson kommt es halt drauf an, was man eher mag, er hat da für viele Geschäcker was.
      Liebe Grüße

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