Denn ich fresse nicht nur Jungfrauen!

Donnerstag, 13. Dezember 2018

Rezension: Wolfswille (Schwarzes Blut #4, Schwarzes Blut 2 #1) von Melanie Vogltanz


Elyssas Geschichte mag final zu Ende sein, aber Autorin Melanie Vogltanz hat trotz allem für ihre Reihe »Schwarzes Blut« einiges im petto. Denn Alfios Geschichte ist ganz und gar nicht zu Ende. »Wolfswille« ist der Auftakt des zweiten Teils der Reihe.

Alfio hat es nach London verschlagen. Ihn plagen Erinnerungslücken, die mit der Zeit immer umfassender werden, je öfter und länger der Wolf in ihm die Kontrolle übernimmt. In London findet er ein Mittel, das den Wolf zum Schlafen bringt: Opium. Er erhofft sich davon, sowohl seiner Vergangenheit als auch seiner Natur als Hemykin entkommen zu können. Leider klappt das nicht wie geplant, als »Jack the Ripper« beginnt, Londons Straßen unsicher zu machen. Plötzlich sieht sich Alfio im Kreuzfeuer der Mächte der Metropole.



Ich liebe diese Reihe mit jedem Band mehr. Während meine Rezension zum allerersten Band ja doch etwas verhalten ausfiel, kann ich dieses Mal nur in Begeisterungsstürme ausbrechen. Ja, ja und nochmals ja! Das ist genau der Stoff, den ich lesen will!

Alfio ist so richtig abgefuckt. Er kann sich nicht mehr an Elyssa erinnern, alles, was diese Zeit betrifft, entzieht sich seinen Erinnerungen. Außerdem hat Alfio mehr Glück als Verstand. Da gibt es ganz am Ende eine Begegnung, die er nur durch unverschämt viel Glück überlebt und bei der mir die Haare zu Berge standen, weil ich mir sicher, war, dass es das jetzt für ihn war. (Gäbe es da nicht noch zwei weitere Romane in der Reihe mit ihm …)

Die Autorin spielt wunderbar mit ihren Leser*innen. Diese eine Stella am Ende war ein Beispiel. Eine andere betraf  einen bestimmten Charakter. Vertraut habe ich ihm! Vertraut! Und dieses Vertrauen wurde schändlichst missbraucht. Was gut ist, weil ich das absolut nicht habe kommen sehen, diesen einen richtig fiesen und absolut gelungenen Plottwist.

Der ganze Roman spielt vor dem Hintergrund von Jack the Ripper. Es tauchen einige bekannte Gesichter des weltberühmten Kriminalfalles auf, wie zum Beispiel Abberline. Wir wissen, dass der Ripper nie gefasst wurde, aber Alfio soll im Laufe der Geschichte doch auf Melanies Version des Rippers stoßen. Der Leser darf sich darauf freuen, denn die ohnehin spannende Geschichte wird da so richtig fesselnd! Mich hat der Roman kaum mehr losgelassen, hatte ich erst einmal begonnen.

Ich mag ja so richtig abgefuckte Charaktere, und wie bereits erwähnt, ist Alfio solch einer. Seine Vergangenheit und seine Natur plagen ihn, und er tut alles, um die Pein etwas zu erleichtern, die körperliche wie auch vor allem die psychische. Die Charaktere werden hier kein bisschen geschont.

»Wolfswille« und damit »Schwarzes Blut 2« ist zwar die Fortsetzung von »Schwarzes Blut« und knüpft an die Ereignisse dort an, kann jedoch auch als eigenständiger Reihenauftakt gelesen werden. Ein paar kleine Details entgehen einem dann zwar, die fallen aber nicht ins Gewicht.

Alles in allem eine unbedingte Empfehlung für alle Fans der düsteren Literatur, in denen es hart auf hart kommt. Als Einstieg in die Welt eignet sich dieser Roman ebenso gut, wie der erste Band der Reihe. 



Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


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Reiheninformation
Autor: Melanie Vogltanz
Titel: Schwarzes Blut – Wolfswille
Sprache: Deutsch
Umschlagillustration: Joachim Sohn
Reihe: Band 4
Seiten: 328
Originalpreis: 4,99€
Verlag: Papierverzierer Verlag
Genre: Dark Fantasy
ASIN: B06XBMG13P
Erscheinungsjahr: 2017

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Nenatie

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