Märchen sind etwas für Jung und Alt. Tatsächlich bekamen
Märchen erst relativ spät den Stempel der Gute-Nacht-Geschichten für Kinder
aufgedrückt. Und Kunstmärchen sind ohnehin noch einmal eine völlig andere
Seite. In diese Tradition möchte sich auch »Magenta Zwiebelberg: ein Märchen«
stellen, ein Roman von Betty Berger.
Magenta will eigentlich nichts weiter als normal sein. Das
ist sie jedoch zu ihrem Leidwesen nicht. Denn egal, was sie tut, das Wasser
will einfach keine Wellen schlagen. Springt sie in Pfützen, passiert nichts, kein
Kräuseln, kein Platschen. Dasselbe, wenn sie Steine ins Wasser wirft oder gar
selbst hinterher springt. Als der Sommer den See austrocknet und eine Höhle
freilegt, wird ein altes Monster wach. Und plötzlich erweist sich Magentas
Nichtfähigkeit als Vorteil, als das Monster Sharfeyn anfängt, Kinder zu rauben,
und Magenta sie retten will.

