Denn ich fresse nicht nur Jungfrauen!

Sonntag, 8. Juli 2018

Rezension: Der Schatten in mir von Christian Milkus

Als ich nach Romanen vor allem in der Fantasy fragte, die psychische Krankheiten behandeln und nicht nur ein wenig nebenher anklingen lassen, wurde mir unter anderem »Der Schatten in mir« von Christian Milkus empfohlen. Dabei handelt es sich um einen selbstverlegten Dark Fantasy Roman mit einer an Borderline erkrankten jungen Protagonistin.

»Ich heiße Salya, und ein Schatten liegt auf meiner Seele. Ich verletze mich selbst, um diese Welt ertragen zu können.«
Eines Tages wird Schwarzbach, ein kleines Dorf mitten im Wald, von einem Diener der Finsternis heimgesucht. Bald darauf geschehen schreckliche Dinge: Wölfe werden zu Bestien, Menschen sterben. Hilflos muss Oberhaupt Kolen mit ansehen, wie seine Nachbarn den verfluchten Ort zu verlassen drohen. Die junge Salya vernimmt den Ruf der Götter. Zum ersten Mal in ihrem Leben verlässt sie ihre Heimat, um jenem Ruf zu folgen. Doch kann ausgerechnet sie ihrem Dorf helfen? Zantul, der Gott der Finsternis, hat sie längst als Bedrohung erkannt, und nicht einmal die Bewohner ihres eigenen Dorfes trauen ihr.
»Seht euch ihre Wunden an! Sie ist von einem Dämon besessen, der sich an ihrem Blut labt!«
(Quelle: Amazon)

Freitag, 6. Juli 2018

Freitagsprobe: Das gefallene Mädchen: Wasser von Viola Waldner

Quelle: Amazon
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wo ich bei dieser Leseprobe anfangen soll. Es ist einfach ALLES falsch hieran! Ich fuchtle verzweifelt mit den Armen vor dem Bildschirm und versuche noch irgendwie, meine entsetzten Gedanken in Worte zu fassen. Ich gehe einfach mal in der Reihenfolge meiner Notizen durch – die für eine Leseprobe erschreckend viel geworden sind.

Der renommierte Psychiater Doktor Hahn heilt Seelen nicht nur – er zerstört sie auch.
In seiner BDSM-Sekte gilt Gerhard als besonders erfahren und konsequent. Dieser bekommt einen reizvollen Deal in Aussicht gestellt: Vollbringt er eine schier unlösbare Aufgabe, wird er zum mächtigsten Mann der Gruppe befördert. Der Job? Er soll die radikale Feministin Vanessa unterwerfen.
Besessen davon, Hahn alle Macht abzuringen, nimmt er die Herausforderung an – und gerät in einen Sog menschlicher Abgründe ...
Ein tiefgehender Roman über Lust, Gewalt und zartes Vertrauen – mit psychologischen und sozialkritischen Elementen.
(Quelle: Amazon)

Mittwoch, 4. Juli 2018

Rezension: Feind (Die Schattenherren #1, erweiterte Edition) von Robert Corvus

»Die Schattenherren« von Robert Corvus, eine Dark Fantasy Trilogie, erschienen bereits 2013 bei Piper. Nun, nachdem der Vertrag mit dem Verlag ausgelaufen ist, hat der Autor die Reihe noch einmal neu aufgezogen und als Ebook veröffentlicht. »Feind«, der erste Teil der Reihe, der die Vorgeschichte der Welt Eloy schildert und wie es dazu kam, dass die Schattenherren sich alles untertan machen konnten, ist ein in jedem Fall sehr gelungener Auftakt in ein Abenteuer voller Finsternis!

Dies ist die Geschichte von Modranel, dem kein Preis zu hoch war, um zu werden, was er ist: der mächtigste Magier der Menschheit.
Dies ist auch die Geschichte von Lióla und Ajina, den ungleichen Schwestern, der Dunkelruferin, die der Macht der Schatten verfallen ist, und der Adepta, die im Dienst der Mondmutter Kranke heilt.
Es ist eine Geschichte aus dem Silberkrieg, in dem sich die freien Reiche gegen die Schatten stellen, die sich über die Welt legen.
Vor allem aber ist es die Geschichte von Helion, dem Paladin der Mondschwerter, der dem letzten Wunsch seines verstorbenen Meisters folgt. Er, der einfache Silberträger, ist der entschlossenste Feind der unsterblichen Schattenherren. Kann er gegen Lisanne bestehen, die Schattenherzogin, in der Schönheit und Grausamkeit ihre Vollendung finden?
(Quelle: Amazon)

Buchblog und psychisch krank, geht das? Aber sicher!

CN: Ableismus, Depression, Angststörungen, Suizidgedanken, Sebstverletzendes Verhalten. Die nachfolgenden Aussagen sind daher in keinem Fall objektiv und nur in ihrem jeweiligen Kontext zu werten.

Neulich wurde ich zum zweiten Mal in diesem Jahr mit Kriminellen auf eine Stufe gestellt. Wie es dazu kam? Ich bin psychisch krank. Mir wurde eine Depression, eine Soziophobie und eine Agoraphobie diagnostiziert. Das heißt auf gut Deutsch: Menschen sind bäh und ich kann nicht mit Leuten umgehen, weil die mir Angst machen. Selbstbewusstsein? Auch nicht vorhanden. Alles scheiße.

Laut Ekelbolzen Söder von der CSU macht mich das kriminell und zu einem Gefährder. Depressive sind wirklich sehr gefährlich. Sie sind so antriebslos, dass sie den ganzen Tag im Bett liegen. Deswegen sollen sie laut Gesetzsentwurf in Bayern künftig polizeilich gemeldet und in einer psychiatrischen Klinik zwangsuntergebracht werden können. Verhältnisse wie in einer Strafvollzugsanstalt. Klingt nach Dystopie? Leider nein.*

Und das zweite mal, als ich kriminalisiert wurde, war, als Sebastian Fitzek groß seinen neuen Roman »Der Insasse« ankündigte und sein Verlag es für eine hervorragende Idee hielt, einen Klapsenaufenthalt als Hauptgewinn zu preisen, um den Roman schon zwei Monate vor Veröffentlichung lesen zu können. Klingt abstrus? Seht selbst:


Insasse ist man übrigens in einer Justitzvollzugsanstalt, Patient hingegen in einer Klinik. Der feine Unterschied. Und komisch, dass ich in meinem Leben noch keine Gummizelle von innen sah. Und warum habe ich keine dieser coolen Zwangsjacken bekommen, die es in der Klapse gibt? Ich dachte, das bekommt man da gratis obendrauf! Ich will mein Geld zurück, ich durfte nicht das volle Spaßprogramm mitnehmen!

So, und jetzt legen wir mal alle Ironie ab, fügen an, dass der Verlag wenigstens eingesehen hat, dass er da ableistische, widerwärtige Scheiße abgezogen hat, und reden Tacheless. Denn ja, ich habe in der Tat bereits eine psychiatrische Klinik von innen gesehen und möchte euch an dieser Stelle einen Bericht und damit einen Einblick in das Leben als Buchbloggerin geben, die schwer psychisch erkrankt ist. Ich möchte damit Aufmerksamkeit auf das Thema psychischer Krankheiten richten und ein paar Vorurteile aus der Welt schaffen, um mit dem Stigma aufzuräumen, mit dem psychisch kranke Menschen auch heute noch behaftet sind. Auf dass nie wieder ein Verlag auf die Idee kommen möge, es sei ganz töfte, mal aus Spaß in die Klapse zu gehen, weil da doch nichts dabei sei, sodass die Psychiatrie zu einem Spielplatz des Marketings verkommen möge. Anja von Mein Bücherregal und ich hat übrigens jüngst einen ähnliches Bericht verfasst, den ich euch sehr ans Herz legen möchte. Jede Krankheit ist anders und individuell und damit verläuft auch jeder Klinikaufenthalt anders.

An dieser Stelle an alle, die den mutigen Schritt zu einem stationären Aufenthalt gewagt haben: Ihr seid großartige, mutige, tapfere und starke Menschen! Weiter so! Ihr rockt das!

Sonntag, 1. Juli 2018

Tolkien Time: Charakterstudie Elrond

Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich mit meinem Lieblingscharakter Elrond unter den Mittelerde-Fans etwas alleine stehe. Nicht so sehr wie jene, die zum Beispiel an dieser Stelle Celeborn nennen würden, aber immerhin. Die meisten nennen da doch eher Legolas oder Aragorn oder Frodo. Und außerdem muss ich doch meinem legendären Ruf als wandelndes Tolkien-Lexikon gerecht werden! *lach* Daher lade ich euch heute ein, eine kleine Charakterstudie mit Meister Elrond zu veranstalten. Tolkiens Mittelerde ist riesig und seit vielen Jahren Gegenstand lebendiger und detailreicher Diskussionen. Auch ich entdecke immer und immer wieder neue Details. Auch wenn Elrond immer wieder eine recht prominente Rolle im Hobbit und Herrn der Ringe spielt, wissen viele nichts darüber hinaus. Oder wusstest du, dass er der Hofharfenist des Hohen Königs Gil-galad war? Wenn nicht, dann interessiert dich dieser Artikel hoffentlich.

Ich trage im Folgenden alle Fakten zusammen, die mir zu Elrond bekannt sind und führe auch einige eigene Ideen, Interpreationen und Headcanons mit an. Ich hoffe, der Post kann ein wenig zur Erhellung beitragen.

Freitag, 29. Juni 2018

Freitagsprobe: How to be happy: Die Welt, wie ich sie kannte von Kim Leopold

Quelle: buecher.de
Aus diversen Gründen hatte ich in letzter Zeit keine Gelegenheit, wöchentlich eine Freitagsprobe zu schreiben. In letzter Zeit kam mir aber wieder ein bisschen was zwischen die Finger, dass sich für eine Freitagsprobe eignet. Beginnen möchte ich mit »How to be happy: Die Welt, wie ich sie kannte« von Kim Leopold, das ich bei einer Aktion vom Amrûn Verlag kostenlos abstaubte.

Das kleine Guckloch an meiner Seite friert zu, je weiter wir nach Osten kommen. Es beschlägt und bricht die Sonne durch tausende kleine Eiskristalle. Nur verschwommen erkenne ich die Skyline, die mir von so vielen Bildern vertraut ist, aber doch so fremd.
Der kleine Junge neben mir beginnt ein aufgeregtes Gespräch mit seiner Mutter. Genervt ziehe ich mir die Kopfhörer über die Ohren und schalte meine Musik ein, um die letzten Minuten unseres Fluges ohne Kindergebrabbel zu verbringen.
Ich wollte nicht in diese Stadt. Nicht an diese Universität, nicht in diese WG, um mit fremden Menschen zusammenzuleben, die eine andere Aussprache und andere Gewohnheiten haben als ich.
Wir hatten einen Plan: Studieren in L.A., zusammenziehen und nach drei Jahren heiraten. Einen kleinen Jungen bekommen und kurz darauf eine süße Schwester für ihn. Ein Mädchen mit ihren Haaren und dem Lächeln, das mich die Welt vergessen lässt. Es sollte eine Prinzessin sein, eine Tochter von der Art, die man als Vater um alles in der Welt beschützen will.
Und dann zerstört Samantha alles, in dem sie ihr Auto vor einen Baum setzt.

Ein E-Short zur "How to be happy"Reihe von Kim Leopold. Mit einer XXL-Leseprobe zum ersten Band "Liliennächte".
(Quelle: Amazon)

Mittwoch, 27. Juni 2018

Rezension: Caraval (Caraval #1) von Stephanie Garber


Hypebücher und ich werden wohl nie Freunde. Ich lerne es aber auch nie! Jüngst merkte ich das an Caraval von Stephanie Garber, von dem ich viel Gutes hörte – aber auch so einige kritische Stimmen. Für mich haben letztere überwogen.

Caraval ist so etwas wie die letzte Bastion der Magie in Scarletts Welt, ein Zirkus der magischen und wundersamen Dinge. Ihr Leben lang träumt sie davon, eines Tages daran teilhaben zu können, um ihrem gewalttätigen Vater zu entkommen, doch all ihre Briefe an den Meister von Caraval werden nicht erhört. Als für sie schon alles zu spät zu sein scheint und sie an einen fremden Mann verheiratet werden soll, erreicht sie doch die lang ersehnte Antwort, dass sie am Spiel in Caraval teilnehmen kann. Dann jedoch wird ihre Schwester entführt, die zu schützen Scarletts oberste Priorität ist. Sie muss sich daran erinnern, dass alles in Caraval nur ein Spiel ist. Doch ist es das wirklich?

Dienstag, 19. Juni 2018

Weshalb Triggerwarnungen alles andere als nerviges SJW-Blabla sind


Neulich wurde ich beim Lesen mal wieder unerwartet und ziemlich heftig getriggert. Und ich war wütend. So richtig. Denn es ließe sich so einfach vermeiden! Ich verstehe wirklich nicht, warum sich Leute mit Händen und Füßen gegen eine Triggerwarnung oder sagen wir ganz neutral gegen einen Inhaltshinweis sperren. Solche Hinweise können andere Menschen vor Schäden bewahren, psychischen wie physischen, und denen, die solcher Hinweise nicht benötigen, schaden drei Zeilen im Impressum eines Buches nun wirklich nicht. Aus dem Bauch heraus und ziemlich frei will ich hier meine Gedanken und ein wenig auch meinen Frust zu diesem Thema aufschreiben.

Rezension: Palace of Silk - Die Verräterin (Palace-Saga #1) von C.E. Bernard


Der Weiße König von England mag besiegt sein, Rea nach Frankreich geflohen, und dennoch kann sie ihrer Vergangenheit und dem, was sie ist, nicht entkommen – eine Magdalena. Nicht einmal Robin, den Kronprinzen von England, kann sie vergessen, auch wenn es für sie alle besser wäre. Und dann heißt es auch noch, dass er zwecks einer Brautwerbung nach Frankreich kommt, und die Umworbene ist niemand anderes als Ninon, Reas Freundin und die Schwester des französischen Königs. Mit einem Male geht alles drunter und drüber und die geheimnisvolle Mätresse des Roi Madame Hiver macht es mit ihrem Interesse an Reas und Robins Beziehung auch nicht besser.

Der Vorteil, wenn alle Teile zum Erscheinen des ersten Bandes bereits geschrieben sind, ist, dass man schnell erfährt, wie es weitergeht. Ich habe mich sehr auf »Palace of Silk – Die Verräterin«, die Fortsetzung von C.E. Bernards Erstlingswerk, gefreut, zumal ich dieses als einen YA Roman lobte, der mich durchaus begeistern konnte. Jetzt sitze ich hier vor dieser Rezension und weiß echt nicht, was ich vom zweiten Band der Palace-Reihe halten soll. So wirklich zu 100% konnte er nicht mit Band 1 mithalten. Vielleicht der berüchtigte Fluch des Mittelbandes einer Trilogie?

Samstag, 5. Mai 2018

Blogpause: Wie es hier und auf den Social Media Kanälen demnächst weitergeht

Nach über zwei Jahren des Bloggens steht nun wohl meine erste Blogpause an. Sie wird so lang dauern, wie es eben nötig ist aka ich kann keinen genauen Zeitpunkt nennen, wann es hier wieder weitergeht. Der Grund dafür ist, dass es mir momentan gesundheitlich richtig beschissen geht, ehrlich gesagt sogar schon seit Monaten. Es fällt mir etwas schwer, das hier zu schreiben, aber ich denke, ein offener Umgang mit meiner Erkrankung kann helfen, dass ich selbst akzeptiere, dass ich krank bin. Meine momentane Diagnose lautet Soziophobie mit ausgeprägter Persönlicheitsakzentuierung, was einfach schöner klingt als Persönlichkeitsstörung, aber im Prinzip dasselbe ist, und zusätzlich gibt es noch eine starke depressive Symptomatik. Yay ... Bevor Panik ausbricht: Ich bin in Behandlung und auch wenn ich eigentlich nicht will, steht demnächst auch ein Krankenhausaufenthalt an. Ich weiß also nicht, ob ich in der Zeit auch auf den Social Media Kanälen sein werde.

Der Blog ist mir momentan eher ein Klotz am Bein, so sehr es mir auch Spaß macht, mich über das Lesen mit anderen auszutauschen. Zusätzlich sitzt mir diese blöde DSGVO Sache im Nacken, wo ich schon neulich auf Twitter ziemlich rantete. Ich habe momentan schlicht nicht die Kapazitäten, mich da einzuarbeiten und meinen Blog dementsprechend anzupassen. Bitte sagt jetzt nicht, dass das doch nicht so schwer sei, denn lasst euch gesagt sein: Wenn ihr einen Krieg gegen euch selbst führt in eurem Kopf, dann ist an manchen Tagen sogar das Aufstehen eine unüberwindliche Hürde.

Um der DSGVO zumindest vorerst zu entgehen, werde ich zu gegebener Zeit meinen Blog auf privat stellen. Ich trage euch aber sehr gerne als Leser ein, sodass ihr immer noch hier herumstöbern könnt, wenn ihr das wollt. Dazu schickt mir auf einem meiner Social Media Kanäle (am liebsten Twitter, da sehe ich es als erstes) oder an die Mailadresse in meinem Impressum eine Nachricht mit eurer Mailadresse, am besten Google. Blogspot gehört zu Google, daher macht es sich damit am einfachsten.

Im dem Sinne: Man schreibt und hört sich!

P.S.: Es sollte natürlich auf der Hand liegen, aber ich sage es lieber noch einmal extra. In dieser Zeit werden keine Anfragen von Autoren oder Verlagen beantwortet. Ich bitte darum, dies zu respektieren und mir in dieser Zeit diesbezüglich keine Nachrichten zu schicken.