Toxische
Männlichkeit ist hinlänglich bekannt. All die Andrew Tates und
Christians dieser Welt, das 0815 Macho Alpha Männchen, bis hin zum
Bayrischen Foodblogger und ... was auch immer Frizze Merz ist
(Spoiler: alles, nur kein Bundeskanzler, ich tendiere zu labbrigem
Toastbrot), es gibt unzählige Bücher darüber, wie diese cis Männer
im Patriarchat ihre Macht erhalten. Aber gibt es ähnliche
Verhaltensmuster auch bei weiblich sozialisierten Personen? Eine
toxische Weiblichkeit also?
So lautet der Titel von Sophia Friz’ Buch, und als ich es zufällig in der Buchhandlung meines Vertrauens sah, dachte ich sogleich: »Oh, schau an. Die Cissen haben ja tatsächlich mal so etwas wie Selbsterkenntnis!« In erwartungsvoller Vorfreude sackte ich das Buch also gleich ein und fing sogar schon auf dem Heimweg an, darin zu lesen. Ich wollte dieses Buch mögen, wirklich. Am Ende stellte es sich als kompletter Reinfall heraus. Um es kurz und knapp zu machen: Dieses Buch unerträglich privilegiert, weiß und cissig.

