Christoph Marzi gehörte in meinen Jugendjahren zu meinen Lieblingsautoren. In den letzten Jahren musste ich jedoch feststellen, dass seine Uralten Metropolen leider nicht gut gealtert sind. Aber wie sieht es mit seinen neueren Werken aus? Also schnappte ich mir „Mitternacht“ und begab mich erneut nach London.
Nicholas lebt ein typisches Stundentenleben: Irgendwie über die Runden kommen, mal dieser, mal jener schlecht bezahlte Stundentenjob und generell das Leben locker sehen. Umso mehr wirft es ihn aus der Bahn, als er sich plötzlich in einem alternativen London wiederfindet und dann auch noch lernen muss, dass in diesem London die Geister der Verstorbenen verweilen, bis in der Welt der Lebenden sich niemand mehr an sie erinnert und sie verblassen. Jemand im Verborgenen versucht jedoch, aus dem Reich der Toten heraus Einfluss auf die Welt der Lebenden zu nehmen und Nicholas mit seiner Fähigkeit, zwischen den Welten zu wechseln ist vielleicht der einzige, der die Geschehnisse zum Guten wenden kann.