Denn ich fresse nicht nur Jungfrauen!

Donnerstag, 17. März 2016

Rezension: Calamity (Reckoners #3) von Brandon Sanderson

Noch während seines Studiums des Kreativen Schreibens an der Brigham Young University wurde Brandon Sanderson immer wieder gesagt, er solle doch besser keine Fantasy schreiben, das brächte keinen Erfolg. Er tat es dennoch unbeirrt und musste mittlerweile einsehen, was seine Fans schon lange wissen: Er gehört zu den Großen der amerikanischen Fantasy. Bekannt wurde er zwar durch die Mistborn-Bücher aus seinem Cosmere-Zyklus, mit den Reckoners jedoch wagt er sich erstmals in die Gefilde der Jugenddystopien vor.


Mit Calamity finden die Reckoners ihren Abschluss. Prof ist durch einen hinterhältigen Trick Regalias seinen Kräften zum Opfer gefallen und wütet nun durch die zerbrochenen Staaten, bis er sich in Ildithia, dem ehemaligen Atlanta, niederlässt, dem dort regierenden Epic Larencer die Herrschaft streitig macht und sich zum neuen Herrscher der Stadt aus Salz aufschwingt. David ist bestrebt, Prof von der Dunkelheit in ihm zu befreien, statt ihn einfach zu töten, wie es die Reckoners üblicherweise tun würden. Gleichzeitig gilt es, das Geheimnis von Calamity zu lösen, denn es scheint, dass Prof mit Calamity selbst Kontakt aufnehmen und der mächtigste Epic aller Zeiten werden will.

Wieder einmal zeigt Sanderson seine Kreativität beim Errichten seiner Welten. So ist Ildithia wortwörtlich eine Stadt aus Salz, die gemächlich über die Ebenen der Zerbrochenen Staaten wandert. Während im Wochenrhythmus am einen Ende der Stadt die Salzhäuser zerfallen, bilden sie sich am anderen Ende neu; auf diese Weise bewegt sich die Stadt fort.

Gleichzeitig erfahren wir natürlich wieder sehr viel über die Epics sowie nun auch endlich das Geheimnis Calamitys. Auch wenn das Ende ab einem gewissen Punkt durchaus etwas vorhersehbar war, so war es doch noch immer fulminant und spannend. Anders als die Vorgängerteile ist dieser Band etwas langsamer und ruhiger erzählt, was ihm jedoch gut zu Gesichte steht. Die Reckoners planen sehr viel und agieren vor allem im Verborgenen, da sie in Prof einen Gegner haben, der um ein Vielfaches tödlicher ist, als es selbst Steelheart seinerseits war. Eile wäre hier daher fehl am Platz.

Gleichzeitig wird auch viel über Megans Kräfte berichtet, was ebenfalls einige interessante Dinge eröffnet, besonders über die Welt, aus der Firefight stammt. Dies wird besonders auf den letzten Seiten des Buches noch einmal sehr relevant, da auch dort Davids Vater noch einmal eine Rolle bekommen wird. Allein schon wegen dieser Dinge lohnt es sich, die Reihe bis zum Ende zu lesen!

Am Ende bleiben dennoch noch einige Fragen offen. Die Enthüllung, was Calamity wirklich ist, beantwortet zwar einige Fragen, wirft dafür aber wiederum duzende Neue auf. Es ist also durchaus Potenzial für eine bereits geplante Fortsetzung da.

Wer gute Unterhaltung sucht, ist hier definitiv an der richtigen Stelle. Nicht nur junge Leser uns Fans von Superhelden dürfen hier zugreifen.



Daten
Calamity, Reckoners 3: ISBN 978-0-37599123-3, Delacorte Press, 2016, 16,60€

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