Denn ich fresse nicht nur Jungfrauen!

Montag, 1. August 2016

Rezension: In den Tiefen der Ewigkeit (Heiler-Roman #2) von Isa Day

„Aus Feind macht Freund“, heißt es im zweiten Heiler-Roman von Isa Day „In den Tiefen der Ewigkeit“. Die Menschenkinder erkannten ihren Irrtum und müssen nun lernen, alte Feindschaften zu überwinden und mit den vermeidlichen Mördern ihrer Eltern zu kooperieren. 

Der Krieg gegen die Geister ist vorüber, doch die Gefahr eines aufreißenden Himmels noch nicht gebannt. Nur der Drache Asjadura, welcher die Heimat der Menschen und Geister erschaffen hatte, kann ihnen jetzt noch helfen. Doch dafür müssen Joshi und seine Gefährten tief hinab in die Erde steigen und sich bisher ungeahnten Gefahren stellen.

Auch in diesem Band baut die Autorin ihre phantastische Welt weiter aus, verwebt es dieses Mal aber mit mehr Handlung. Wenn der erste Teil für manche vielleicht zu wenig handlungslastig war, sollte sich das hier geben, denn hier haben wir eine ausgewogene Mischung aus beiden. Joshi und Marcin erkunden ihre Welt weiterhin und erfahren viel über ihre Geschichte, welche sie hautnah miterleben dürfen.

Die Handlung knüpft nahtlos an die des ersten Teiles an. Dabei werden etliche Fäden zu Ende geknüpft und viele offene Fragen geklärt. Was ist mit den Eltern der Arrya geschehen und wer steht hinter dem aufreißenden Himmel und der Gefahr, dass das ganze Land in der Hitze des Sonnenscheins in Flammen aufgeht?

Es hatte während des Lesens lange Zeit den Eindruck gehabt, dass mit dem zweiten Teil die Reihe auch zu einem guten Ende finden würde, weil so viele offene Dinge geklärt wurden und Joshi und seine Freunde sich dem eigentlichen Feind stellten. Joshis Geschichte selbst hat jedoch noch einige offene Enden, um die es sich dann hoffentlich im dritten Teil drehen wird.

Die Botschaft, die in diesem Text mitschwingt, ist ebenso deutlich wie stark: Jeder macht Fehler, und auch wenn es schwer ist, sie sich einzugestehen, muss man es doch können, ebenso wie man anderen vergeben können muss. Dann ist auch Kooperation möglich, die uns zusammen stärker macht.

Einziger Wehmutstropfen ist dieses Mal Joshi. Er handelt selbst in der größten Not noch ausgesprochen rational, was ihn teils sehr kühl und distanziert wirken lässt. Marcin gefiel mir da mitunter besser, als er unter Druck auch einmal zornige und unbedachte Worte sprach. Das lässt ihn viel menschlicher wirken als seinen kleinen Bruder.

Zum Schluss kann man sagen, dass dieser Band den Ton fortsetzt, den sein Vorgänger begonnen hatte, dabei aber leicht andere Akzente setzt. Dabei wird er der Linie der Reihe jedoch nicht untreu. Ein paar kleine Stolpersteine im Tempo bleiben jedoch und Joshi wirkt mitunter zu kühl, was für einen Hauptcharakter nicht wirklich von Vorteil ist. Trotzdem: Auch der Griff zum zweiten Teil hat sich in jedem Fall gelohnt!

Ich danke der Autorin herzlich für das Rezensionsexemplar!




Daten
In den Tiefen der Ewigkeit (Heiler-Roman #2): ISBN 978-3-9524326-7-9, Pongü, 2016, 14,96€

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