Denn ich fresse nicht nur Jungfrauen!

Samstag, 31. Dezember 2016

Lesemonat Dezember 2016 und Jahresrückblick

Nachträglich noch allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Meine Vorweihnachtszeit war hauptsächlich von Stricken geprägt. Irgendwie wollte jeder was gestricktes von mir, zumal ich da eine ganz witzige Idee hatte, zu der ich auch in etwa zwei Wochen eine Anleitung posten werde. Also freut euch drauf, bei etlichen Freunden kam das bereits super an.

Durch das ganze Stricken hatte ich auch endlich wieder Gelegenheit (und so lange das WLAN zu Hause noch funktionierte), mit meinem Game of Thrones Rewatch weiter zu machen, bis die Feiertage zuschlugen; das fiel im November ja wegen NaNo und allgemeinem Stress brach. Ich stricke bevorzugt dann, wenn ich etwas gucke, da ich es nicht leiden kann, stupide vor meinem Rechner zu sitzen und auf den Bildschirm zu starren, während ich schlicht nichts mache. Stricken ist für mich eine super Beschäftigung beim Schauen von Streams, Let's Plays und Filmen respektive Serien.

Ich habe so einige Lesetraditionen. Dazu gehört der jährliche Reread des Herrn der Ringe, der für mich dieses Jahr auf den Dezember fiel, sowie der ebenfalls jährliche Reread der Letters from Father Chistmas in der Adventszeit. Beides immer wieder auf's Neue zum Niederknien.

Mit One Upon A Nightwish (s.u.) hatte ich die Messeblueschallenge mit 10 von 12 Büchern für mich diesen Monat beendet. Ich hätte theoretisch noch drei Tage Zeit gehabt, aber die letzten zwei Bücher wären A Clash of Kings und Moby Dick gewesen. Da ich keines von beiden geschafft hätte, zog ich meine Tolkien-Rereads vor.

Ach ja, erwähnte ich Frazenbuch? Ich hab jetzt eine Frazenbuch-Seite für den Reread angelegt, da ich da mehr Freiraum zum Fangirlen habe als auf Twitter. Twitter wird dennoch meine Hauptplatform bleiben. Keine Ahnung, was ich mit der Seite nach dem Reread anstellen werde. Mal sehen :D

Nun ja, und dann war eben Weihnachten. Wie waren eure Weihnachten denn so? Tolle Geschenke bekommen? Bei mir war es nicht sonderlich buchig. Ich hab aber noch überraschenderweise Inferno von Dan Brown bekommen, was ich ziemlich cool fand. Noch cooler war aber dieses Geschenk von der lieben ReziMafia. Das ist wohl das coolste Lesezeichen, das ich besitze. Und ein bisschen sieht es aus wie Thorins Schlüssel! *-*


Außerdem habe ich noch diesen unglaublich genialen Kuschelelrond bekommen. Als Elrond-Fangirl ist das natürlich ein Highlight! Er ist ein Unikat und handgefertigt, und ich wünschte, ich würde diese Strickskills besitzen. Dieses Lob geht aber an Cornelia Lupe von elfenfaden.de. Wenn ihr im Umland von Halle wohnt, dann stattet ihr unbedingt einen Besuch ab, diese Frau kann mit Wolle wahre Wunder vollbringen!



Diesen Monat standen auf meiner Liste:
  1. Brussig, Thomas: Wasserfarben (Adoleszensroman) ✔️
  2. Ollila, Mape: Once Upon a Nightwish ✔️
  3. Pohl, Peter: Du fehlst mir, du fehlst mir! (Adoleszensroman)
  4. Sanderson, Brandon: Arcanum Unbounded: noch aus dem Vormonat ✔️
  5. Tolkien, J.R.R.: Finn and Hengest ✔️
  6. Tolkien, J.R.R.: Letters from Father Christmas: Alle Jahre wieder zur Weihnachtszeit ✔️
  7. Tolkien, J.R.R.: The Lord of the Rings: Alle Jahre wieder das jährliche Reread mit der üblichen Qual der Wahl, welche Ausgabe ich nehme (bald werden es 4 sein, die ich besitze) ✔️

Gehört habe ich diesen Monat:

Nichts von Belang, habe dafür aber die Vorstellung meines Hörbuchs der Narn i Chîn Húrin fertig. Ihr findet sie hier.

Gelesen habe ich diesen Monat:

Sanderson, Brandon: Arcanum Unbounded

LEST ES! DAS IST EIN BEFEHL! Man lernt einfach so unglaublich viel über den Cosmere. Die meisten der Kurzgeschichten (also »kurz«) waren bereits in verschiedenen Quellen veröffentlicht, brandneu ist jedoch die Stormlight-Novella »Edgedancer«. Auch wenn man viele der Geschichten bereits kennt, lohnt sich das Buch auf jeden Fall, da die Zusammenstellung noch einmal viele Zusammenhänge in den Fokus rückt und man zudem zu jedem System des Cosmere noch einmal extra Informationen bekommt. Absolutes Jahreshighlight (mehr dazu siehe unten).

Die Rezension kann man hier lesen.

Brussig, Thomas: Wasserfarben

Das Cover hatte einen sehr guten Job gemacht, dass ich dieses Buch nicht lesen wollte. Am Ende tat ich es doch und es stellte sich als gar nicht mal so schlecht heraus. Jedenfalls mochte ich die Dialoge; die waren teils ziemlich witzig. Außerdem sagte mir zu, dass die Probleme des Protagonisten nicht way over the top waren wie beispielsweise in Relax (ja, das Buch hat ein Trauma bei mir hinterlassen), sondern sehr bodenständig und alltäglich. Leider schrieb Brussig das Buch etwas zu spät; es kam in der Wendezeit auf den Markt, aber in der DDR wäre es ohnehin nie und nimmer durch die Zensur gekommen.

Eine Rezension wird es dazu nicht geben.

Tolkien, J.R.R.: Finn and Hengest

Ich dachte erst, das sei eine weitere Bearbeitung Tolkiens alten Sagenstoffes wie Die Legende von Sigurd und Gúdrin, König Arthurs Untergang oder The Story of Kullervo. Es stellte sich dann sehr schnell heraus, dass das eine wissenschaftliche Bearbeitung der Episode und des Fragments ist. Auch gut, denn auf meiner Liste stand ohnehin, dass ich mehr von Tolkiens wissenschaftlichen Arbeiten lesen wollte, das über On Fairystories hinausging. Schon bei On Fairystories merkte ich, dass Tolkiens wissenschaftlicher Stil für mich eher schwer zu verstehen bin, obwohl ich mittlerweile Englisch doch recht gut verstehe. Hier kam erschwerend hinzu, dass Tolkien sehr viel originalen Text, also Altenglisch, verwendet. Da komme ich auch mit meinen Basiskenntnissen Mittelhochdeutsch nicht weit. Ich habe wohl nicht einmal ansatzweise die Hälfte wirklich verstanden, aber das, was ich verstanden habe, fand ich sehr interessant. Allerdings ist das Buch mit Sicherheit nur etwas für Freaks, die auch ein wissenschaftliches Interesse daran haben.

Eine Rezension wird es dazu nicht geben.

Ollila, Mape: Once Upon A Nightwish

Ich bin Fan der Band seit Dark Pashion Play (vorher war ich einfach zu jung, die Band ist nur zwei Jahre jünger als ich und ich komme nicht aus einem Haushalt, in dem Rock sonderlich passioniert gehört wird). Mit DPP war meine ewige Liebe zu dieser Band und Tuomas' grandioser Musik jedoch gegründet und da waren die ersten Alben mit Tarja natürlich ein Muss. Und irgendwann zog halt auch die Bandbiographie ihrer ersten Ära bis 2006 bei mir ein. Ich weiß gar nicht, warum die so lang in meinem Regal vermoderte, doch nun habe ich sie endlich gelesen und es war auf jeden Fall eine wunderbare Reise durch die Bandgeschichte! Kaum zu glauben, dass sie mittlerweile bereits zwei Sängerinnen nach Tarja hatten und haben, Anette Olzon und aktuell Floor Jansen (so ein großer Gewinn für die Band, nach Tarja und Marco der dritte große Glücksfall!) und aktuell auf dem Zenit ihrer Karriere stehen. Grundgütiger, Vehicle of Spirits wurde in Wembley aufgenommen! Wembley!

Die Rezension kann man hier lesen.

Tolkien, J.R.R.: Letters from Father Christmas

Traditioneller Weise wird dieses Buch bei mir immer im Advent gelesen. Ich liebe einfach die vielen kleinen Geschichten, die Father Christmas Tolkiens Kindern erzählt! In Wahrheit ist es natürlich Tolkien selbst, der die Briefe seinen Kindern verfasst und selbige unheimlich liebevoll gestaltet hatte. Da stimmt einfach alles: Die Briefmarke mit entsprechendem Motiv, der Poststempel und auch die Briefumschläge selbst sind alle wunderschön gestaltet. Und erst die Briefe! Es ist einfach alles so herzallerliebst gemacht, dass es immer eine Freude ist, sich die Briefe durchzulesen und die Bilder zu sehen.

Eine Rezension wird es dazu nicht geben.

Tolkien, J.R.R.: The Lord of the Rings

Es ist der Herr der Ringe, braucht es noch Worte? Meine Eskalationen auf Twitter und Frazenbuch sollten, denke ich, Bände sprechen ^^ Ich habe ihn dieses Jahr übrigens nicht ganz geschafft, zähle ihn aber der Einfachheit halber einfach mal komplett mit in diesen Monat.

Eine Rezension wird es dazu nicht geben, ich werde meine Ergüsse auf Twitter und Frazenbuch jedoch zu einem dreiteiligen Readthrough zusammenschreiben. Den ersten Teil kann man hier lesen.

Funke, Cornelia: Hinter verzauberten Türen

Ganz spontan habe ich zu diesem Buch gegriffen, weil es Advent ist. Und wann würde dieses Buch auch sonst besser passen? Es ist eine niedliche Geschichte, Julia hat mich aber streckenweise ziemlich genervt. Was dran liegt, dass ich kleine Kinder generell nervig finde. Da mag ich doch lieber die etwas geschöntere Version ... Das hat mir leider auch ziemlich den Zauber der Geschichte verdorben, sodass ich mich nicht wirklich darauf einlassen konnte.

Die Rezension kann man hier lesen.

Funke, Cornelia: Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel

Dieses Buch hat mir wesentlich besser gefallen, es ist kreativer als das vorherige. Außerdem nerven mich die Kinder hier nicht so sehr. Die Geschichte geht nicht ganz so klassische Wege und macht aus den üblichen Weihnachtsmotiven wie Weihnachtsmann, Rentier, Nussknacker, Engel und Geschenke etwas Neues, sodass man wirklich wieder an Weihnachtswunder glauben möchte.

Eine Rezension wird es dazu nicht geben.

Die Statistik
  • StuB zu Beginn des Monats: 69 Bücher
  • StuB am Ende des Monats: 68 Bücher
  • Neuzuwachs: 1 Buch
  • Gelesen: 8 Bücher
  • Gelesene Seiten: 3854 Seiten

Jahresrückblick

Goodreads hat da so einige schöne Übersichten, unter anderem mein Jahr in Büchern. Meine Lesechallenge beinhaltete 30 Bücher, über die ich deutlich hinaus geschossen bin; für nächstes Jahr nehme ich mir 80 vor. Am Ende des Jahres sieht das Ergebnis so aus.

Laut Goodreads habe ich 75 Bücher gelesen mit insgesamt 28.295 Seiten. Darin eingerechnet sind unter anderem einige von Brandon Sandersons Novellen, die ich aufgrund von Arcanum Unbounded doppelt in der Wertung habe, sowie sind einige Bücher nicht drin, wie Teil 2 und 3 des Herrn der Ringe, den ich als ein Buch werte, als auch einige Bücher, die Goodreads nicht führt, darunter meine antiquarische Ausgabe von Bambi. Die genauen Zahlen dürften also etwas abweichen. In Bildern sieht das so aus:


Mein Jahreshighlight war auf jeden Fall Arcanum Unbounded von Brandon Sanderson. Auch unheimlich begeistert war ich von meiner Kindheitsliebe Bambi, welches ich dieses Jahr das erst Mal im August als Buch las. Wie zu erwarten gewesen war, war auch London von Christoph Marzi ein Highlight für mich. Ganz unerwartet hatte ich auch Robert Corvus mit Grauwacht für mich entdeckt. Na, und Tolkien ist sowieso immer ein Highlight.

Kommentare:

  1. Hi,

    "Grauwacht" ist auf meiner Wunschliste gelandet, als ich deine Rezension dazu gelesen habe. "Arcanum Unbounded" lag unter dem Weihnachtsbaum. Ich kenne ja schon einige GEschichten darin, kann es aber kaum erwarten auch Edgedancer zu entdecken und all die Vor- und Nachworte.

    Generell sind es bei mir nur knapp über 60 Bücher geworden. Allerdings habe ich die Kurzgeschichten und Novellen, die ich gelesen habe, einzeln gezählt. Trotzdem sinds nur knapp über 26.000 Seiten geworden.
    Die 80 Bücher hatte ich 2015 erreicht, genauso wie die 36.500 Seiten.

    Aber ein schöner Rückblick. Interessant zu lesen.
    (Und was dazu kommt - Kinder in Romanen finde ich auch oft sehr nervig)

    LG
    Ina

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    1. Hallo ^^ Frohes Neues noch!

      Der Witz bei meiner Rezi von Grauwacht ist, dass ich bei der allein weiß, dass ich wirklich ein paar Leute dazu bewogen hab, das zu lesen. Und mit Arcanum Unbounded hat da jemand seeeeehr weise geschenkt :D Ich hätte ein Schleifchen drum binden sollen, als das ankam. War ja mein verfrühtes Weihnachten ...

      "Nur" Immerhin! Ich weiß allerdings nichts, was mein jährlicher Durchschnitt ist. Goodreads hab ich erst seit Dezember 2015 und davor waren mir solche Statistiken herzlich egal.

      Das eigentliche bei den Kindern ist, dass Funke die beiden Kiddies in der Adventskalender Geschichte einfach sehr lebensecht geschrieben hat, wie Kinder nun mal sind. Dass das bei mir den Effekt auslöst, dass ich die nicht ausstehen kann, ist insofern eigentlich gut, da das zeigt, dass ihr das gelungen ist. Da ich jüngst beschlossen hab, viel stärker nach meinem subjektiven Empfinden zu bewerten, schlägt sich das halt dennoch negativ nieder. Was ich eher mag, ist dieser, sagen wir, "literarische" Typus Kinder, sowas wie die Pevensies aus Narnia. Wobei Eustachius am Anfang auch ein Kotzbrocken gewesen war ...

      lg

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