Denn ich fresse nicht nur Jungfrauen!

Freitag, 14. Juli 2017

Freitagsprobe: Poison Princess (Poison Princess #1) von Kresley Cole

Quelle und ©: Verlag
Man stolpert eben so über Dinge. Thinking out of the box und so … So war es auch der Fall bei »Poison Princess« von Kresley Cole. Die Leseprobe hat mich sehr verwirrt und irritiert zurückgelassen, und wenn ich eines schon jetzt weiß, dann, dass ich dieses Buch bitte nicht lesen möchte. Danke.

Die rote Hexe, der Tod, ein Heer aus Blüten und Dornen … düstere Bilder und Stimmen suchen Evie vor ihrem sechzehnten Geburtstag heim – und nach einer Katastrophe werden diese Visionen wahr. Als eine der wenigen Überlebenden bleibt sie zurück in einer öden Welt aus Asche und Verderben, an ihrer Seite der undurchsichtige Bad Boy Jack. Als klar wird, dass in Evie der Schlüssel zu neuem Leben verborgen liegt, müssen sie fliehen. Doch Evie ahnt, es ist nicht nur ihre Bestimmung, Leben zu geben, sondern auch den Tod zu säen. Nie darf Jack davon erfahren, denn längst hat sich Evie unsterblich in ihn verliebt …
(Quelle: Leseprobe)


Bad Boy hätte mich schon vorwarnen sollen. Nach der Lektüre der die ersten beiden Kapitel und den Prolog umfassenden Leseprobe habe ich absolut keinen blassen Schimmer, was ich hier eigentlich gerade gelesen habe. Der Prolog schwafelt etwas von einem Psychopathen, der Prota-chan Evangeline aka Evie in eine Falle folgt, die anderen beiden Kapitel switchen zu einer Zeit vor dieser Katastrophe und zeigen mir eigentlich nur aufgetakelte Görlz, die nichts weiter als heiße Boiz und fette Markenklunker im Kopf haben. Wo soll mich das animieren, das Buch zu lesen?

Aber der Reihe nach. Zunächst einmal ist es ausgesprochen verwirrend, dass wir im Prolog einen ich-Erzähler haben und in den darauf folgenden Kapitel einen anderen ich-Erzähler. Ohne dass das irgendwie ersichtlich wird. Man möchte eine nicht unbedeutende Zeit lang denken, dass der Psychopath aus dem Prolog plötzlich High Heels und Lippenstift trägt, während man sich wundert, warum er das nicht schon im Prolog getan hat. Und wieso er überhaupt wie ein völlig anderer Mensch wirkt. Warum dann überhaupt diese Sicht wählen, wenn man damit eh mehr Unheil anrichtet, als man Gutes erreicht? Lasst es einfach und wählt die dritte Person. Das ist in solch einem Fall definitiv klarer und einfacher und erfüllt seinen Zweck genauso – hier sogar besser.

Der Inhalt macht das nicht besser und verstärkt die Verwirrung nur. Es gab irgendeine Naturkastastrophe und Evie ist eine Göre, so viel habe ich mitbekommen, aber dann hört es eigentlich schon auf. Was hat der Prolog mit dem Rest zu schaffen? Und was will mir der Rest überhaupt sagen? Und warum sollte ich das lesen? Letzteres ist immer noch die Hauptprämisse einer Leseprobe. Hier absolut nicht erfüllt.

Über Evie erfahre ich hauptsächlich, dass sie ganz bescheiden ein paar Diamantohrringe und Markenklamotten trägt. Die beim Namen genannt werden. Weil wir das unbedingt wissen müssen, wie bescheiden sie ist. Indem Marken genannt werden. Dass der Teufel Prada trägt, interessiert mich jedoch in den wenigsten Fällen, weil es nur in den allerwenigstes Fällen Relevanz hat und sonst einfach nur unnütze Informationen sind, die Protagonisten wie reiche, verzogene Gören dastehen lassen, weil sie so viel Wert auf Marken legen, dass sie es dem Leser »ganz bescheiden« unter die Nase reiben müssen.

Kurz und knapp: Die Leseprobe lässt nicht einmal vermuten, dass das restliche Buch vielleicht doch etwas werden könnte. Alles in mir schreit: »NEIN! Lies es nicht!« Ehrlich gesagt hätte ich beinahe nicht einmal die Leseprobe zu Ende gelesen …


Die von mir gelesene Leseprobe findet sich auf der Verlagsseite.


Autor: Kresley Cole
Titel: Poison Princess
Sprache: Deutsch
Original: Poison Princess. The Arcana Chronicles
Übersetzung: Kathrin Wolf
Reihe: Band 1
Seiten: 608
Originalpreis: 9,99€
Verlag: cbt
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-570-30898-1
Erscheinungsjahr: 2014

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