Denn ich fresse nicht nur Jungfrauen!

Mittwoch, 14. März 2018

Regalputz #2: Frühjahrsputz


Nun endlich geht es im Regalputz auch wirklich an meine Regale. Wer nicht weiß, was es mit dem Regalputz auf sich hat, kann gern hier vorbeischauen. Meine Regale sind alphabetisch nach Vorname des Autoren sortiert. Dementsprechend folgen auch die Bücher in den kommenden Beiträgen (ein kleiner Blick in den Teil meines Regals, den ich nicht rezensiert hab 😉)


Den Anfang macht Akram el-Bahay mit Flammenwüste. Drache auf dem Cover, der auch noch mal nicht schlecht gestaltet ist, triggerte mich natürlich, daher ist es nicht verwunderlich, dass das Buch vor einigen Jahren seinen Weg zu mir fand. Ich weiß noch, dass ich es am Ende doch nicht so berauschend fand, weiß aber nicht mehr genau, was der Grund war. Der Anfang gefiel mir jedoch; darin geht es um einen alten Geschichtenerzähler, der alte Geschichten von Drachen erzählt, die wieder aufgetaucht sind. Der Alte tut so, als sei er schwächlich, weil er keinen Bock hat, die Geschichte zu ende zu erzählen (classic Gandalf move, ich musste lachen!), und lässt seinen Enkel zu Ende erzählen. Dann wird der Alte zum Sultan gerufen, weil er da die Geschichten über Drachen erzählen soll, um damit Rat zu geben, da er aber gerade schäft, tut der Junge, als sei er der Alte und geht hin. Das war der Punkt, an dem ich beschlossen habe, das Buch erst einmal zu behalten und es später noch einmal ganz zu lesen, ehe ich entscheide, ob ich es behalte oder doch weggebe.

Dann gibt es da noch Alan Dean Fosters Flix' Abenteuer, mein erster Kontakt mit Science Fiction, wenn man so will. Ich hatte es vor vielen, vielen Jahren mal Papa aus dem Regal gemopst, angelesen und nie zu Ende gelesen, weiß aber nicht wieso. Nun, das erste Kapitel gelesen und befunden, dass Mama Mastiff lustig ist und das Buch einen Versuch wert ist. Warum auch immer es im Regal stand, jetzt liegt es jedenfalls auf dem StuB und wartet, bis seine Zeit reif ist.

Alexander Lohmanns Gefährten des Zwielichts fand ich vor vielen Jahren ziemlich cool. Der Klappentext beginnt ja auch cool: »Gandalf ist ein Arschloch - Redensart der Orks« Da dürfte klar sein, warum das bei mir landete. Das ganze Buch ist eine Hommage an Tolkiens Herrn der Ringe, weshalb ich beschlossen habe, auch dem Buch noch eine Chance zu geben und mehr zu lesen als den Prolog, ehe ich final darüber entscheide. Jedoch merkte ich schon im Prolog, dass der Stil da eventuell eine Hürde werden könnte. Außerdem habe ich noch im Hinterkopf, dass mir Ring der Elemente vom selben Autoren nicht wirklich gut gefallen hatte; das Buch hat mittlerweile eine neue Heimat gefunden.

Tja, und dann die erste Reihe, die wirklich rausflog: Das Reich der Elben und Nachfolger von Alfred Bekker klang vom Setting her wirklich nicht schlecht, aber der Stil ...! An dieser Stelle bitte ein genervtes Stöhnen. Das Setting hat etwas und hätte mich durchaus gereizt, die Reihe zu behalten. Die Elben suchen eine neue Heimat und stranden an einem fremden Kontinent voller Gefahren, was nicht schlecht klingt. Aber der Stil strotzt nur so von abgedroschenen Klischee-Fantasy-Phrasen und ebenso stereotypen Elben, die alle groß und stolz und SO!SCHÖN! sind. Das ging mir schon nach dem ersten Kapitel so auf die Nerven, dass ich beschlossen hab, dass der Plot keinen Anreiz bietet, der groß genug ist, und die gesamte Reihe rausfliegt. Ich hatte als Teenager echt kein Gespür für so etwas. Dasselbe gilt übrigens auch für Die Drachenerde-Saga, die ich damals schon nie zu Ende gelesen hatte (mir fehlt der dritte Band) und bei der ich auch jetzt nicht über den stümperhaften Prolog des ersten Bandes hinweg kam. Das Drachenland (Kreativität!) heißt, haltet euch fest, Drachenia. DAS IST KREATIV!!!einsdrölf!! Und darum fliegt auch die Reihe aus dem Regal.

Und zu guter Letzt noch Die Krone von Lytar von Carl A. DeWitt (aka Richard Schwartz). Ich las das Buch vor langer Zeit und mochte es, weiß aber noch, dass ich es irgendwie »komisch« fand. Ich argwöhne seit längerer Zeit, dass dieses Komisch damals mein noch nicht wirklich ausgeprägtes Leseempfinden war, das gerade erst anfing zu klingen, dass das Buch vielleicht schlecht sein könnte. Jedenfalls habe ich nun wieder in das Buch hinein gelesen und empfinde es einfach als langweilig. Die ersten Seiten können mich null packen und so wirklich habe ich auch keine Lust auf ein Abenteuer irgendwelcher Kiddos, die mir wahrscheinlich spätestens nach 100 Seiten auf den Sack gehen. Der Stil ist nicht schlecht und allemal besser als der Bekkers, aber wie gesagt, die ersten Seiten konnten mich einfach nicht packen und es gab nichts, das mich gereizt hätte, noch weiter in die Geschichte hineinzuschmökern.

Wie immer könnt ihr alle aussortierten Bücher bei mir erstehen, entweder über Booklooker oder ertauschen über Tauschgnom oder Tauschticket. Über einen erfolgreichen Tausch würde ich mich übrigens sehr freuen, weil es da ein paar Tolkien-Bücher gibt, die ich unbedingt in meiner Sammlung haben möchte. Falls Interesse an meinen Büchern besteht, könnt ihr hier vorbeischauen. Mich würd's freuen!

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