
Literatur ist fleischgewordene Schönheit, Phantastik greifbare
Magie. Lese ich phantastische Literatur, dann träume ich nicht nur von Faerie, ich
bin dort. Seite an Seite ziehe ich
mit Frodo nach Mordor und greife zu meinem Speer, um zusammen mit Éomer die Éorlingas
in einen glorreichen Untergang zu führen. Gemeinsam ziehe ich mit Beren und
Lúthien aus, um Morgoth die Stirn zu bieten und einen der silmarilli zu erstreiten. Lese ich phantastische Literatur, sitze
ich nicht mehr zu Hause, eingemummelt in meine Kuscheldecke bei schöner Musik
und einer Schale Sencha. Nein, dann wetze ich mein Schwert, spitze meine Pfeile
und poliere meine Rüstung, um mit den tapferen Rittern den Drachen zu bekämpfen
und die Jungfrau zu befreien. Dann jage ich mit zwei Schwertern auf meinem
Rücken wie Geralt von Riva Monster oder streite für Aslan und Narnia. Ein guter
phantastischer Roman ist nicht nur eine kleine Laune, um die Zeit zu
vertreiben. Er lässt mich den Zauber der Elben am eigenen Leib spüren und zeigt
mir, dass all das keine Mythen und Märchen sind. Es ist viel mehr: Es ist real.